Donnerstag, 22. Mai 2014

[Interview] Das Katzenpersonal befragt Amanda Frost

Und wieder habe ich es geschafft einem Autoren, in diesem Fall einer Autorin, meine Fragen überzuhelfen - es gibt halt immer Fragen die auftreten, wenn ich in einem Buch lese. Umso mehr freue ich mich, dass AMANDA FROST sich bereit erklärt hat, sich meinen neurierigen Fragen zu stellen ^^

Folgende Bücher hat Amanda Frost bereits geschrieben:







Amanda, stellst du dich uns kurz vor?


Hallo mein Name ist Amanda Frost, und ich freue mich sehr auf das Interview. Vielen Dank, liebe Kerry, für dein Interesse an meiner Person.

Nun zu mir: Ich wohne seit etwa drei Jahren mit meinem Mann in München. Davor lebte ich lange in der Schweiz und war viele Jahre weltweit für das Marketing und die Logistik großer Industrieunternehmen zuständig. Ich reise gerne, liebe gute Bücher und gutes Essen. Meine Zeit verbringe ich am liebsten mit guten Freunden oder meinem Mann. Obendrein bin ich ein großer Motorsportfan. Mit der Veröffentlichung meines ersten Buches erfüllte ich mir vor einem Jahr einen lang gehegten Traum. Mein Lebensmotto: Don´t worry! Be happy!  


Welches Buch befindet sich aktuell auf deinem Nachttisch?


Engelslied von Nalini Singh 


Hast du noch einen sogenannten Brot-Job?


Ich bin ab und an noch als Berater für die Industrie tätig. In den letzten zwei Jahren habe ich mich jedoch vorwiegend aufs Schreiben konzentriert. Ich danke meinem Mann für die Unterstützung.


Wie schwer ist es deiner Meinung nach, sich als Autor auf dem deutschen Buchmarkt zu integrieren?


Sehr schwer! An die großen Verlage dranzukommen, ist eine sehr langwierige Angelegenheit, zu der es obendrein einer guten Portion Glück bedarf. Und sich als Selfpublisher zu behaupten, wird auch immer schwieriger, da in letzter Zeit sehr viele neue Bücher auf den Markt kommen. Ich denke, das Wichtigste ist es, irgendwie aus dieser Masse herauszustechen. Wie gut, dass es euch Blogger gibt. Ohne euch wäre es mir vermutlich nie gelungen, die Aufmerksamkeit so vieler Leser auf mich zu ziehen.


Wie wichtig ist dir der Leserkontakt und das direkte Feedback deiner Leser?


Unheimlich wichtig! Es bereitet mir eine sehr große Freude, mit meinen Lesern in direktem Kontakt zu stehen und mit ihnen über meine Bücher zu diskutieren. Auch nehme ich Kritiken sehr ernst. Nur so kann man sich weiterentwickeln und den Lesern Bücher präsentieren, die sie ansprechen.


Neben der Schriftstellerei – wie viele Bücher liest du so als Privatperson im Jahr?


Schwierige Frage. Ich lese sehr viel. Erstens, weil ich sehr gerne lese, und zweitens, um auf dem Laufenden zu bleiben, was es auf dem Markt gerade so gibt. Ich schätze mal 1 – 2 Bücher pro Woche. Also zwischen 50 und 100 im Jahr. 


Weißt du im Buchladen immer genau was du willst oder stöberst du stundenlang, um dann doch wieder viel zu viele mitzunehmen?


Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich in letzter Zeit eher selten in einen Buchladen gehe. Stattdessen stöbere ich sehr lange im Internet, orientiere mich an Verkaufszahlen und Rezensionen. Und kaufe dann ein. Auch bin ich (bis auf wenige Ausnahmen) von Printbüchern auf Ebooks umgestiegen. Denn da auch mein Mann eine große Leseratte ist, sind unsere Bücherregale maßlos überfüllt.


Mal ganz ehrlich: Gab es so genannte „Bestseller“, von denen du dir total viel versprochen hast und die sich in deinen Augen als totaler Flop herausgestellt haben?


Natürlich gab es das. Ich schwärze allerdings ungern Kollegen an, daher möchte ich jetzt keine Namen nennen. Nur so viel: Ich gestehe, ich bin ein großer Shades of Grey Fan, und einige der Bücher, die nachkamen und ebenfalls zu Bestsellern avanciert sind, haben mich maßlos enttäuscht. Obendrein greife ich in letzter Zeit gerade in den Kategorien Erotik oder Frauenroman gerne auf die Bücher von deutschen Selfpublishern zurück, die mir teilweise besser gefallen, als manche Bestseller von großen Verlagen.


Wie sieht dein normaler Tagesablauf aus?


Da ich ein Langschläfer bin, beginnt mein Tag selten vor 9 Uhr. Er startet mit einer guten Tasse Tee. Dann checke ich meine Mails und informiere mich über die Neuigkeiten des Tages. Dann erst geht es ans Schreiben. Dafür schreibe ich oft bis tief in die Nacht hinein. Bei schönem Wetter spaziere ich nachmittags häufig durch die Münchner Innenstadt. Abends treffe ich mich dann manchmal mit Freunden. Auch ist das Ganze ein wenig von dem Zeitplan meines Mannes abhängig. Da dieser geschäftlich viel unterwegs ist, werfe ich meinen Tagesablauf gerne auch mal über den Haufen, wenn mein Mann Zeit haben sollte. 


Was wünschst du dir für die Zukunft?


Das Wichtigste ist für mich: Gesundheit. Des Weiteren würde ich mir einen respektvolleren und toleranteren Umgang der Menschen untereinander wünschen. Wer den dritten Teil meiner Siria-Bücher gelesen hat, weiß auch, dass mir das Verhalten der Menschen gegenüber unschuldigen Tieren häufig nicht gefällt. Auch hier würde ich mir für die Zukunft eine Besserung wünschen. Obendrein sollte man der Umwelt ein wenig mehr Respekt entgegenbringen. Wir haben nur eine Natur, wenn sie zerstört ist, sind wir die Dummen. Und letztendlich kann ich darauf verzichten, einen Krieg zu erleben. Denn gerade die Problematik mit Russland zeigt, dass wir selbst in hoch entwickelten Ländern auch darüber nicht gänzlich erhaben sind.


Wie kamst du auf die Idee zu deiner Siria-Trilogie?


 Ich war auf der Suche nach einer ausgefallenen Idee. So habe ich ein Brainstorming mit Freunden durchgeführt. Und das kam dabei heraus.


Was inspirierte dich zu deinen Mondbärchen (die ich ja total knuffig finde)?


Vor ein paar Jahren bin ich im Zoo von San Diego auf einen Red Panda aufmerksam geworden. Eine sehr seltene Tierart, die leider vom Aussterben bedroht ist. Das kleine pelzige Tier hat mich sofort beeindruckt. Vielleicht inspirieren meine Bücher ja die Menschen ein wenig, in Zukunft die Finger von rotem Pelz zu lassen. 


Du hast es in der Siria-Trilogie den Männern ja nicht immer leicht gemacht! Welche Parallelen siehst du zwischen dir und den jeweiligen Protagonistinnen?


Da gibt es eigentlich kaum eine Parallele. Meine Charaktere sind rein fiktiv. Ich habe ja auch drei komplett unterschiedliche Frauentypen geschaffen: die etwas eingeschüchterte, planlose Valerie, die toughe Jana, und die humorvolle, bodenständige Elena. Die einzige Gemeinsamkeit ist vielleicht die, dass ich es den Männern in meinem Leben auch noch nie leicht gemacht habe. Es hat schon eine Weile gedauert, bis ich endlich den richtigen gefunden habe.


Werden wir eine der Figuren aus der Siria-Trilogie nochmals wieder lesen?


Eher nicht. Obwohl sich die Trilogie sehr gut verkauft und auch gut ankommt, haben meine liebenswerten Außerirdischen den richtigen Durchbruch noch nicht geschafft. Ich werde die Serie daher nach drei Teilen abschließen. Und es mal mit anderen Fantasywesen versuchen. Sollten sich die Bücher irgendwann doch noch zu Mega-Bestsellern entwickeln, kann man ja mal über eine Fortsetzung nachdenken. 


Was kannst du uns über zukünftige Projekte verraten?

Ich werde vorerst meinem Stil treu bleiben. In Planung ist ein Zweiteiler. Ähnlich wie die Siria-Trilogie: Frauenroman, Fantasy, Erotik, Humor. Allerdings – wie schon erwähnt – ohne Außerirdische. Lasst euch überraschen. Aber keine Angst, es werden keine Vampire werden. Der erste Teil wird voraussichtlich im Oktober erscheinen.


Herzlichen Dank an Amanda Frost für die Beantwortung der Fragen.

1 Kommentar:

Ann-Bettina Schmitz hat gesagt…

Hallo,
ein sehr schönes Interview. Ich bin schon total gespannt, was Amanda Frost uns demnächst "servieren" wird.
Viele Grüße
Ann-Bettina