Dienstag, 8. April 2014

[Rezension] Elisabeth Florin - Commissario Pavarotti trifft keinen Ton


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-954-51122-8
Erscheinungstermin:
12. März 2013
Preis:
10,90 EUR (D), 11,20 EUR (A)
Format:
Taschenbuch
Verlag: emons

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Klappentext gem. emons:
Einer der reichsten Unternehmer Merans wird tot im Hinterhof einer Weinstube aufgefunden. Der italienische Commissario Pavarotti und die deutsche Amateurdetektivin Lissie stehen vor einem Rätsel. Die Einheimischen haben die Reihen geschlossen und mauern eisern. Als auch der Vater des Toten stirbt, sieht es so aus, als hätte eine alte Schuld die Familie eingeholt. Lissie ist gezwungen, sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen – bis schließlich die Berge über Meran das Geheimnis der Stadt und ihrer Bewohner preisgeben.


Rezension:
Lissie von Spiegel hat gerade keine wirkliche Perspektive, wie es weitergehen soll. Kürzlich erst gefeuert, rät ihr Freund Alexander, mit dem es auch nicht so gut läuft, ihr, Urlaub zu machen. Kurz entschlossen beschließt sie, nach Meran zu fahren, denn dort hat sie mit ihrem Vater immer Urlaub gemacht und das waren mit die glücklichsten Zeiten ihrer Kindheit. Sie beschließt sogar in der Pension Nikolausstift von Elsbeth Hochleitner zu wohnen, wie vor so vielen Jahren mit ihrem Vater. Obwohl Lissie Meran noch aus ihrer Jungend kennt, beschließt sie, Touristin zu spielen. In einem Cafe macht sie die Bekanntschaft von Karl Felderer, einem reichen Unternehmer Merans und Schürzenjäger. Das der eine hochschwangere Frau Zuhause hat, stört ihn bei seinen amourösen Abenteuern wenig, doch Lissie merkt schnell, mit was für einer Sorte Mann sie es zu tun hat und verweist ihn in seine Schranken.

Am nächsten Morgen wird die Leiche Karl Felderers gefunden und Commissario Luciano Pavarotti mit den Ermittlungen beauftragt. Dieser hat mit dem berühmten Opernsäger jedoch lediglich seinen Namen und die Gewichtsklasse gemein, ansonsten gibt es zwischen diesen beiden Herren wenige Gemeinsamkeiten. Pavarotti, Ermittlungsleiter der Polizia di Stato in der Quästur Bozen, weiß, dass es nicht einfach wird, für ihn als Italiener in Meran zu ermitteln. Diese Tatsache musste er bereits in den letzten Jahren bitter lernen, denn die Meraner sind den Italienern alles andere als freundlich gesonnen.

Bei seinen Ermittlungen muss Pavarotti feststellen, dass es anscheinend genügend Leute gab, die Felderer gern tot gesehen hätte, denn neben seinen Frauengeschichten war er auch ein skrupelloser Geschäftsmann, was ihn bei den traditionsbewussten Meraner Einzelhändlern nicht unbedingt beliebt gemacht hat. Natürlich muss sich Pavarotti auch mit Lissie von Spiegel auseinander setzen, immerhin war sie eine der letzten, die Karl Felderer lebend gesehen hat. Er weiß nicht so recht, was er von der Deutschen halten soll, doch ehe er es sich versieht, ist sie ihm bei den Ermittlungen behilflich und nach und nach muss er feststellen, dass bei Lissie nicht alles so ist, wie es auf dem ersten Blick zu sein scheint. Doch noch ist ein Mord aufzuklären und dank Lissies Hilfe ist sich Pavarotti gar nicht mehr so sicher, ob das Mordmotiv auf aktuellen Ereignissen beruht oder ob er tiefer in die Vergangenheit Felderers eindringen muss ...


Ein ungewöhnliches Ermittlerduo! Der Plot wurde sehr detailliert und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie realistisch Meran und seine Bewohner dargestellt wurden. Ich persönlich war zwar noch nie in Meran, weiß aber, sollte es mich jemals dorthin verschlagen, ich unbedingt mit diesem Buch in der Hand die örtlichen Schauplätze besichtigen muss. Die Figuren wurden sehr facettenreich und realistisch erarbeitet, wobei mir hier die Figur der Lissie mit unter etwas zu dominant war und mir den Commissario Pavarotti teilweise ganz schön ins Abseits gedrängt hat. Positiv aufgefallen ist mir hier, dass sowohl Luciano, wie auch Lissie, jeweils eine riesige Last aus ihrer Vergangenheit mit sich herumschleppen müssen und in Meran nicht nur die Suche nach einem Mörder auf sie wartet, sondern auch die jeweilige Verarbeitung der längst vergangenen Geschehnisse in ihren eigenen Leben. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen und gerade die bildhafte und detaillierte Darstellung der Örtlichkeiten hat mich geradezu bezaubert zurück gelassen.

Bewertung

Von Elisabeth Florin bereits gelesen und rezensiert:


Die Autorin: 
Elisabeth Florin wuchs in Süddeutschland auf und verbrachte als Jugendliche viel Zeit in Meran. Ihre journalistische Laufbahn begann sie im nahen Bozen bei der Radiotelevisione Italiana (RAI). Meran hat sie seither nicht mehr losgelassen. Elisabeth Florin arbeitet seit zwanzig Jahren als Autorin, Finanzjournalistin und Kommunikationsexpertin für Banken und Fondsgesellschaften in Frankfurt. Sie lebt mit ihrer Familie im Taunus. (übernommen von emons)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei


und dem Verlag
 


http://www.emons-verlag.de/start

bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

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