Samstag, 29. März 2014

[Rezension] Susanne Goga - Der verbotene Fluss



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Diana Verlag (13. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453356500
ISBN-13: 978-3453356504
Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 4 cm

Inhalt gem. Diana:
Charlotte wagt einen großen Schritt, als sie 1890 Berlin verlässt und eine Stelle als Gouvernante in einem herrschaftlichen Haus bei London antritt. Dort ist sie für die junge Emily verantwortlich, die seit dem tragischen Verlust ihrer Mutter von schlimmen Albträumen verfolgt wird und den nahe gelegenen Fluss fürchtet. Besorgt um das Wohl des Mädchens versucht Charlotte, mehr über den Tod von Lady Ellen herauszufinden, doch niemand im Haus ist bereit, das Schweigen zu brechen. Erst mithilfe des Journalisten Tom kommt Charlotte einer dunklen Wahrheit auf die Spur …

Zum Buch:
Die Gouvernante Charlotte verlässt ihre Heimat Deutschland und wagt den großen Schritt, eine Stelle in England anzutreten.
Dort soll sie auf dem Lande die 8-jährige Emily unterrichten, die vor einem halben Jahr ihre Mutter verloren hat. 
Sir Andrew Clayworth, ihr Vater, bleibt auf Abstand und unnahbar, aber Emily schließt sie sehr bald in ihr Herz und sie ist um ihr Wohlergehen besorgt.
Emily wird von schlimmen Albträumen geplagt, sie spricht mit ihrer Mutter und ist verstört. Leidet sie unter Wahnvorstellungen oder gehen tatsächlich in dem Haus eigenartige Dinge vor sich? ...

Was auch immer es damit auf sich hat, dass alle über den Tod von Emilys Mutter Ellen schweigen müssen, es ist nicht gut für Emily. Charlotte kann das nicht verstehen und versucht von sich aus, Erkundigungen einzuziehen, warum niemand über sie sprechen darf.
Die Ereignisse im Haus werden immer seltsamer, so dass Sir Andrew Clayworth sich genötigt sieht, sich an die Society for Psychical Research zu wenden. Das ist eine Institution, die sich der Erforschung übernatürlicher Phänomene verschrieben hat. Der Journalist und Theaterkritiker Thomas Ashdown, der erst seit kurzem dort Mitglied ist, wird auf diesen Fall angesetzt.
Auch wenn Charlotte und Thomas alles tun, um Emily zu helfen, müssen sie doch einsehen, dass nicht alle Geschehnisse auf dem Anwesen von Chalk Hill erklärbar sind. 

Die Autorin Susanne Goga war mir bis dato kein Begriff, so dass ich auf dieses Buch recht neugierig war.
Gleich zu Beginn des Buches bringt sie den Leser durch ihren mysteriösen Prolog in die richtige Stimmung. Düster und geheimnisvoll beginnt sie und das Gefühl des Geheimnisvolles und Unerklärbarem liegt über dem ganzen Buch.
Ihr gelingt es mühelos, den Leser ans Buch zu fesseln, zumindest ist ihr das mit mir gelungen.
Über einige Ereignisse, die die Mutter betrafen, machte ich mir schon sehr zeitig meine Gedanken und wie sich herausstellte, lag ich damit auch richtig.

Die Geschichte ist zeitlich zum Ende des 19. Jh. angesiedelt, in einer Zeit von u.a. Gouvernanten und Standesdünkel. Die Gouvernante ist nicht gleichzusetzen mit dem Hauspersonal, aber auch nicht so ansehen wie der Hausherr. Charlotte sitzt ein wenig zwischen den Stühlen, muss sie sich doch auch noch gegen das Kindermädchen von Emily behaupten. 

Mit Charlotte  und Thomas hat die Autorin zwei sehr sympathische Protagonisten geschaffen, die man sehr schnell ins Herz schließt. Sie hinterfragen vieles und können auch ihre Schlüsse ziehen aus den Informationen, die nicht gesagt wurden.
Ich habe sie sehr gern begleitet auf ihrer Suche nach der Wahrheit.

Die Autorin hat ihre Geschichte sehr gut recherchiert. Die Gesellschaft der Society for Psychical Research gab es wirklich und es gibt sie noch immer. Die Suche nach dem Geheimnisvollen hat noch nicht aufgehört.
Einige der benannten Personen gab es in der Realität, so dass auch für die Glaubwürdigkeit der Geschehnisse gesorgt ist.

Die Geschichte ist spannend erzählt. Der Spannungsbogen wird bereits zu Beginn aufgebaut und hält sich kontinuierlich bis zum Ende.
Leider hatte ich zum Ende des Buches noch einige Fragen, die für mich offen geblieben sind. Ich hätte gern mehr von der Mutter erfahren, die ja doch eine gewaltige Rolle spielte.
Aus diesem Grund ziehe ich in der Bewertung auch 1 Pfötchen ab.

Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich habe mitgebangt und gehofft, dass es ein gutes Ende nehmen möge.
Wer Geheimnisse mag und vor Geheimnisvollem nicht zurückschreckt, dem empfehle ich dieses Buch sehr gern weiter. Aber auch für alle anderen verspricht es Spannung und Lesevergnügen pur.

Bewertung: 



Zur Autorin:
(übernommen vom Diana-Verlag)
Susanne Goga, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin und Autorin. Im Diana Verlag erschienen bereits ihre Romane Das Leonardo-Papier sowie Die Sprache der Schatten, für den sie 2012 mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich bei Claudia von Claudias Bücherregal und beim 


bedanken, der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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