Mittwoch, 12. März 2014

[Rezension] Paula Daly - Die Schuld einer Mutter



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Manhattan (10. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442547350
ISBN-13: 978-3442547357
Originaltitel: Just What Kind of Mother Are You?
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,4 cm

Inhalt gem. Manhattan:
Sie ist verschwunden. Und es ist deine Schuld. Lucinda war in deiner Obhut, als es passierte. Jetzt wurde sie entführt, wie das Mädchen davor, das gerade noch lebend entkam. Lucinda wird nicht so viel Glück haben. Du musst sie finden. Sonst wirst du dir nie verzeihen. Und die anderen auch nicht ...
Lisa Kallisto ist verzweifelt: Lucinda, eine Freundin ihrer Tochter, ist spurlos verschwunden – dabei hätte sie in Lisas Obhut sein sollen. Die Polizei vermutet, dass Lucinda einem Vergewaltiger in die Hände fiel, der zuvor bereits eine Schülerin in seine Gewalt gebracht hatte. Um ihr Versagen wieder gutzumachen, macht sich Lisa auf die Suche nach Lucinda. Ohne zu ahnen, welch brisanten Geheimnissen ihrer englischen Kleinstadtidylle sie auf die Spur kommt …

Zum Buch:
Lucinda sollte eigentlich nach der Schule gemeinsam mit ihrer Freundin Sally zu Lisa Kallisto nach Hause kommen und auch dort übernachten.
Lisa, eine völlig überforderte Mutter, die in einem Tierheim arbeitet, vergisst diese Tatsache völlig, als Sally an genau diesem Tag zu Hause bleibt.
Erst als sie am kommenden Schultag von ihrer Tochter angerufen wird und diese ihr mitteilt, dass Lucinda verschwunden ist, wird ihr das bewusst.
Sie macht sich schwere Vorwürfe, zumal momentan auch noch ein Kinderschänder sein Unwesen treibt. Dieser hatte kürzlich ein Mädchen abgefangen und es anschließend nackt und verwirrt wieder ausgesetzt.

Lisa wird von Lucindas Umfeld angeprangert, man kann ihr nicht verzeihen, dass sie mit Schuld an dem Verschwinden von Lucinda ist. Nur Kate, Lucindas Mutter zeigt trotz ihres Kummers ein wenig Mitgefühl, denn sie und Lisa sind Freundinnen und ihr ist bewusst, dass Lisa es nie absichtlich so weit hätte kommen lassen. Lisa gibt sich selbst ein Versprechen, sie wird Lucinda suchen und finden...

Lisa ist Mutter von 3 Kindern, arbeitet in einem Tierheim und fühlt sich ständig überfordert. Sie bekommt ihre Termine nicht auf die Reihe, vergisst ständig etwas, egal ob es sich um Einkäufe oder ähnliches handelt. Als jetzt auch noch mit durch ihre Schuld Lucinda verschwindet und ihnen bewusst wird, dass diese bereits seit dem Vortag vermisst wird, ist ihr ihre Unzulänglichkeit nur zu bewusst. Sie macht sich unendlich viele Vorwürfe.

Obwohl Lisa eine chaotische Protagonistin ist, wirkt sie sehr symphatisch. Durch die Ich-Erzählperspektive erfährt man als Leser viel über ihre Gedanken, Sorgen und Nöte. Nichts nimmt sie leicht hin, sie überlässt nichts dem Zufall.

Der Thriller lebt aber nicht nur durch die Ich-Erzählerin Lisa Kallisto, sondern ebenso durch die Ich-Perspektiven der Detective Constable Joanne Aspinall, die in diesem Fall ermittelt, und der des Täters. Da der Täter der verschwundenen Mädchen nicht namentlich genannt wird, wurde seine Sicht mittels Kursivschrift dargestellt.

Bereits mit Beginn des Buches machte ich mir Gedanken, was geschehen sein könnte. Ich habe Ideen entwickelt, wer der Täter sein könnte, musste diese dann aber nach kürzester Zeit wieder revidieren, weil die Umstände sich änderten. Neue Personen kamen ins Spiel, die auf eine Auflösung hoffen ließen und doch war alles bis zum Schluss offen.
Die Spannung, die gleich von Beginn an aufgebaut wurde, hielt sich bis zum Schluss und überraschte mit dem Ende.

Der vorliegende Thriller ist das Erstlingswerk der Autorin Paula Daly.
Der Plot des Buches ist hervorragend ausgearbeitet und wurde sehr gut umgesetzt. Die Protagonisten sind glaubwürdig und die Story ist sehr gut nachvollziehbar.
Es war mir ein Vergnügen, Lisa auf der Suche nach Lucinda begleiten zu dürfen und ebenfalls eine neue Autorin kennengelernt zu haben, von der man hoffentlich bald wieder etwas zu lesen bekommt.


Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen von Manhattan)
Paula Daly wurde in Lancashire geboren und lebt heute mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und Hund Skippy im englischen Lake District. Sie arbeitete als freiberufliche Physiotherapeutin, lebte für kurze Zeit in Frankreich, vermisste aber bald den gewohnten Trubel und kehrte nach Großbritannien zurück. "Die Schuld einer Mutter" ist ihr von Presse und Lesern begeistert gefeierter Debütroman. Derzeit schreibt Paula Daly bereits an ihrem zweiten Thriller.

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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