Mittwoch, 26. Februar 2014

[Rezension] Anke Höhl-Kayser - Die Schatten von Sev-Janar


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 228
ISBN: 978-3-942-53395-9
Erscheinungstermin:
22. Januar 2014
Format: Taschenbuch
Verlag:
p.machinery


Klappentext gem. p.machinery:
Der Berner Sennenhund Artie erwacht eines Tages in Arcuria, im Land jenseits der Regenbogenbrücke. Dort warten alle verstorbenen Tiere auf ihre Besitzer. Artie gefällt es in Arcuria, aber er vermisst sein Herrchen Tom schmerzlich. Auf der Suche nach einem Rückweg beschädigt er das Lichttor und öffnet einer Geheimorganisation menschlicher Wissenschaftler den Zugang zum Regenbogenland. Die Arquaterianer bemächtigen sich der Energie Arcurias.
Die Zerstörung des Regenbogenlandes hat begonnen.
Um Arcuria zu retten, haben Artie, der Mops Victor und die Kinder Arnold und Anna nichts weiter als ein geheimnisvolles Passwort und die Unterstützung einer unscheinbar wirkenden Gruppe von Meerschweinchen – und diese ganz besondere Verbindung zwischen Artie und Tom …


Rezension:
Als Artie erwacht, hat er keine Bauchschmerzen mehr, er fühlt sich wohl und gesund, etwas, dass in den letzten Tagen nicht der Fall war, denn als sein Herrchen Tom Richardson mal nicht aufgepasst hatte, hat er sich fix einige schmackhafte Fleischbrocken genehmigt, die im Garten lagen. Danach hatten sowohl Artie, wie auch Tom großen Kummer, denn Artie konnte einfach nichts fressen, was Tom immer mehr verzweifeln ließ. Aber jetzt, jetzt ist alles wieder gut. - Doch leider ist dem nicht so, denn schnell stellt Artie fest, dass er nicht Zuhause bei Tom ist, sondern in Arcuria, dem Land hinter dem Regenbogen, in das alle Tiere gehen, wenn sie sterben. Schnell findet er heraus, dass in Arcuria alle Tiere glücklich sind und die Zeit mit dem verbringen, was sie am liebsten tun, während sie auf ihre Menschen warten, die sie eines Tages abholen werden, um für immer mit ihren Tieren zusammen zu sein. Schnell findet Artie Anschluss bei Jenny, einer Foxterrierhündin, die vor ihm bei Artie gelebt hat und auch die Wellensittiche Seamus und Billy-Bob nehmen in freundlich unter ihre Fittiche.

Artie jedoch kann an nichts anderes als Tom denken, der verzweifelt sein muss, weil er nunmehr allein zurückgeblieben ist. Tom hatte es nicht leicht. Er ist Künstler und Einzelgänger, lebt in der kleinen englischen Stadt Channingstoke und musste schon den Tod seines Partner vor vier Jahren verarbeiten, die Anfeindungen auf Grund dieser Verbindung sowie persönlich Angriffe auf sein häusliches Umfeld und Artie zweifelt sehr, dass es Toms Wellensittiche Moira und Myrna schaffen werden, ihn aus der Trauer zu lösen. Immer wieder kreisen Arties Gedanken darum, wie es Tom geht, ob er mit der Situation zurechtkommt und wie er es schaffen wird, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Artie hat nur ein Ziel: Er will zurück zu Tom und ihm und sich die Gelegenheit geben, ruhig voneinander Abschied zu nehmen. Tatsächlich gelingt es Artie kurz darauf, durch die Pforte zurück zu Tom zu gelangen und womit niemand gerechnet hat, Tom kann Artie wahrnehmen.

Doch schnell holt die Realität Artie ein. Er ist genauso krank, wie vor seinem Erwachen in Arcuria und was noch schlimmer ist: Menschen sind in Arcuria. Diese sind durch einen Durchgang dorthin gelangt und nun droht die Zerstörung von diesem friedlichen Ort. Artie, der sich die Schuld an dem Unglück gibt, beschließt zusammen mit Jenny und Ben, einem Meerschweinchen und Wächter Arcurias, dem Mops Victor, Arties bestem Freund, sowie der 12-jährigen Anna und dem 14-jährigen Arnold den Kampf gegen eben jene Menschen aufzunehmen, die Arcuria für ihre eigenen Zwecke zerstören wollen ...


Das Regenbogenland ist in Gefahr! Der Plot wurde spannend und einfühlsam zugleich erarbeitet. Der Leser begleitet Artie durch das Regenbogenland (Arcuria), das so wundervoll beschrieben ist, wie man es sich immer vorgestellt hat und dennoch gelingt es Artie nicht, loszulassen, denn zu tief, zu innig ist seine Beziehung zu seinem Herrchen und ganz ehrlich, sind wir nicht alle der Meinung, dass wir zu unseren tierischen Mitbewohnern eine ganz besondere Beziehung haben, die über alles andere hinausgeht und können nicht viele von uns, die wir ein Tier gehen lassen mussten, nachvollziehen, wie es Tom gehen mag und hoffen nicht auch wir, dass unsere Lieben im Regenbogenland auf uns warten? Die Figuren wurden authentisch und einzigartig erarbeitet. Auch wenn hier hauptsächlich Tiere eine tragende Rolle spielen, ist es dem Leser jederzeit möglich, das jeweilige Tier auf Grund seiner Charaktereigenschaften und Eigenheiten zu erkennen, ich selbst hätte es anfangs nicht gedacht. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und gefühlvoll zu lesen, ich wollte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen und ganz ehrlich, es hat mich immer wieder zu diesem gezogen, auch wenn ich es nur ganz kurz zur Seite gelegt hatte. Ich hätte gerne mehr davon!


Auch auf mich wartet jemand im Regenbogenland
Tiger:  1994 - 2008


Bewertung

Von Anke Höhl-Kayser bereits gelesen und rezensiert:
 

Die Autorin:
Anke Höhl-Kayser wurde 1962 in Wuppertal geboren. Literatur ist ihre Leidenschaft, die sie in Studium und Beruf weiterverfolgt hat.

Nach dem Abitur absolvierte sie ein Literaturwissenschaftsstudium an der Ruhr-Universität Bochum und machte ihren Magister in den Fächern Anglistik, Skandinavistik und Amerikanistik.
Sie schreibt seit ihrer Kindheit Erzählungen, Kurzgeschichten und Gedichte, die geprägt sind durch Schriftsteller wie Otfried Preußler, James Krüss und Wolfdietrich Schnurre. Ihr großes literarisches Idol ist Franz Werfel.
Anke Höhl-Kayser lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Wuppertal. (Text von HP übernommen).

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei


bedanken, die so lieb war, mir ein Exemplar (signiert!!!) dieses tollen Buches zukommen zu lassen.

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