Dienstag, 14. Januar 2014

[Rezension] Marion Feldhausen - Himmelskinder (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-442-37836-4
Erscheinungstermin:
16. Januar 2012 (1. Auflage)
Format: Taschenbuch
Verlag: blanvalet


Klappentext gem. blanvalet:
Ein Mann liegt leblos in einem Hotelzimmer; ein unbekleidetes Mädchen wird in einem Gebüsch gefunden, sie ist halbtot. Akkordeonist und Kriminalpolizist Alvermann und seine Mannschaft kommen auf die Spur einer skrupellosen Menschenschlepperbande, die Mädchen aus Osteuropa nach Deutschland bringt und sie dort prostituiert. Im Laufe ihrer Ermittlungen stößt die Karlsbacher Kripo auf eine gut funktionierende Seilschaft in höchsten Politiker- und Justizkreisen, deren Mitglieder schon vor Jahren Stammgäste in einem Kinderbordell waren …


Rezension:
Am frühen Morgen des 28. Mai findet der Ausreißer Frederik im Gebüsch eines Parks in Karlsbach ein schwer verletztes Mädchen. Vorher hat er beobachtet, wie zwei Männer etwas in dem Gebüsch abgelegt haben und die Neugierde trieb ihn dazu nachzusehen, was es war. Er hat mit allem gerechnet, doch nicht damit. Er läuft zum örtlichen Krankenhaus und fährt mit einem Rettungswagen zurück zum Stettnerpark, dem Fundort des Mädchens. Den Sanitätern ist sofort klar, dass das Mädchen lebensgefährlich verletzt ist und sie bringen es umgehend ins Krankenhaus. Doch noch mehr ist den Männern klar: Sie wurde schwer sexuell missbraucht und nackt zum Sterben in diesem Gebüsch abgelegt.

Erik Alvermann, leidenschaftlicher Akkordeonspieler und Polizist, wird mit den Ermittlungen beauftragt. Es gelingt ihm, das Vertrauen des Jungen zu gewinnen und er erfährt, wie es dazu kam, dass er das Mädchen fand. Denn Frederik ist von Zuhause abgehauen, weil er die vielen Schläge seines Stiefvaters einfach nicht mehr ausgehalten hat. Zurück will er auf gar keinen Fall. Seit 17 Jahren ist Alvermann bei der Polizei, doch solch ein Opfer hat er in seinen ganzen Dienstjahren bisher noch nicht gesehen.

Zusammen mit seinem Kollegen Peter Masur, der seit einem verzwickten Fall in der Vergangenheit ein Alkoholproblem hat, macht er sich an die Ermittlungen, doch das ist gar nicht so einfach. Niemand kennt das Mädchen, es hatte keine Papiere bei sich und es hat sie auch niemand als vermisst gemeldet. Alles was sie wissen ist, dass das Mädchen ca. 14 Jahre alt ist und höchstwahrscheinlich sterben wird, bevor es das Bewusstsein wiedererlangen kann. Auch wenn Alvermann und Masur noch im Trüben fischen, erinnert dieses Mädchen sie doch sehr an einen Fall aus dem Jahr 1999, in dem es um ein Kinderbordell ging ...


Der 1. Band der Erik-Alvermann-Reihe! Der Plot wurde durchaus abwechslungsreich erarbeitet, jedoch empfand ich die diversen Szenewechsel immer als sehr abrupt. Erst nach und nach ergibt sich ein Bild, wie sich die ganze Geschichte zusammen setzt, aber gerade auf Grund der Häufigkeit dieser Szenewechsel ging hier leider ein Großteil der Spannung flöten. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, jedoch konnte mich gerade Protagonist Erik Alvermann nicht wirklich überzeugen. Irgendwie scheint dieser Mensch nicht zu wissen, was er wirklich im Leben will bzw. ist nicht in der Lage, konsequente Entscheidungen zu treffen. Hingegen empfand ich die Figur des Peter Masur als ausgesprochen vielversprechend, nur ist dieser hier leider zu kurz gekommen. Über diesen hätte ich gerne mehr gewusst. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, jedoch fehlte dem Buch, auf Grund der genannten Dinge, doch deutlich die Spannung.

Bewertung



Die Autorin: 
Marion Feldhausen arbeitete nach ihrem Studium der Sozialarbeit mit Obdachlosen, Straffälligen und zuletzt als Psychotherapeutin in einer Suchtklinik. Mit ihren Patienten und Künstlern brachte sie ein viel beachtetes Opernprojekt auf die Bühne.

Heute ist sie als Dozentin zum Thema Sucht an einer Universität tätig und widmet sich vor allem dem Schreiben. Sie lebt mit ihrem Lebensgefährten auf dem Land bei Köln, ihre drei Kinder haben bereits das Haus verlassen und studieren. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch bekam ich im im vorletzten Jahr zum Nikolaus geschenkt.

1 Kommentar:

Julia Müller hat gesagt…

Hey :)
ich hatte mit Himmelskinder auch so meine Probleme. Vielleicht hatte ich aber auch falsche Erwartungen.
Irgendwann möchte ich auf jeden Fall noch "Friedensengel" lesen...
Liebe Grüße
Julia