Mittwoch, 31. Juli 2013

[Leseliste] von Kleeblatt für August 2013


Auweia, wieder so eine lange Liste und das sind nur die, die ich dringend lesen sollte :-)
Es war schon abzusehen, dass ich die im Juli nicht schaffe, aber die Augustliste sieht nicht wirklich besser aus. Ganz im Gegenteil, sie sieht utopisch aus.
Nun, mehr als lesen geht eh nicht, machen wir das Beste daraus :-)

Noch zu lesende Bücher: 36

Rezensionsexemplare:
Mannel, Beatrix - Die Insel des Mondes
Krock, Jeanine - Gib mir deine Seele
Wekwerth, Tanja - Ein Hummer macht noch keinen Sommer 
Krätschmar, Tania - Die Wassergärtnerin
Krätschmar, Tania - Seerosensommer
Gideon, Melanie - Die Eheprobe
Mitchell, Evelyn - Wenn du die Augen schließt
Longworth, Mary L. - Mord in der Rue Dumas
Jary, Micaela - Die Bucht des blauen Feuers
Reed, Jaime - Cambion Chronicles 01: Violett die Nacht
Turney, Lesley - Das Dornenhaus
Moggach, Deborah - Club der gebrochenen Herzen
Schier, Petra - Adelina 05 / 05: Verschwörung im Zeughaus
Lind, Christiane - Das Haus auf der Blumeninsel
Ehrhardt, Sabine - Tee für die Seele
Miller, Louisa - Melodys Erbe
Mittler, Elizabeth - Die Pilgergräfin
Schmitter, Frank - Der Tote von der Isar
Mundt, Angélique - Nacht ohne Angst
Berg, Ellen - Ich koch dich tot
Riley, Lucinda - Der Lavendelgarten

Albrecht, Bernhard - Patient meines Lebens
Beerwald, Sina - Mordsmöwen
George, Nina - Das Lavendelzimmer
Scheunemann, Frauke - Winston, ein Kater in geheimer Mission 

McInerney, Monica - Die Frauen von Clare Valley
Beck, Lilli - Liebe verlernt man nicht
Teufl-Heimhilcher, Brigitte - Humor und Hausverstand erwünscht
Klepper, Beate - Büchners Braut
Hohlfeld, Kerstin - Winterwünsche
Ljunghill, Pontus - Der Mann im Park
Jary, Micaela - Das Bild der Erinnerung
Letocha, Thomas - Oma Else kann's nicht lassen
Guzeman, Tracy - Das Gewicht des Himmels
Ullrich, Hortense - Hühner Voodoo
Bucciarelli, Elisabetta - Vergani 02: Ich will dir glauben
Lanfermann, Mechthild - Emma / Edgar 02: Wer ohne Liebe ist
Hagedorn, Janna - Friesenherz
Millar, Sam - Karl Kane 01: Die Bestien von Belfast
Herwig, Ulrike - Mein Gott, Wanda
Herwig, Ulrike - Tante Martha im Gepäck

Folsom, Tom - Dennis Hopper
Van Allen, Lisa - Die Wünsche meiner Schwestern


Bücher für die Blanvalet - Challenge:
Child, Lee - Outlaw
Phillips, Susan Elizabeth - Wer ja sagt, muss sich wirklich trauen

Harkness, Deborah - Wo die Nacht beginnt

E-Books:

Stenzel, C. - Abstand
Boe, Elli - Gestrandet auf Mallorca 
Groger, Gabi - Verrückt nach Brause 
Hoppe, Rosita - Das Glück fährt Taxi 
Hoppe, Rosita - Nur ein Traum! 
Stienen, Rike - Kein Traumprinz ist einer zuwenig
Anderson, L. S. - Zeit der Fliegen 
Grünig, Michaela - Wie ich Brad Pitt entführte
Stone, Kalitea - Westerwaldmagie 
Arnold, Kajsa - Liebesperlenspiel

Bücher für zwischendurch:

Stienen, Rike - Sixpack zum Verlieben
Lanfermann, Mechthild - Emma / Edgar 01: Wer im Trüben fischt 

Für das Themenlesen von Lovelybooks



Bücher für Leserunden

[Rezension] Susanne Steffen - Der Windel-Samurai



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: rororo (1. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499620294
ISBN-13: 978-3499620294
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,2 cm

Inhalt gem. Rowohlt-Verlag:
Einen Sake auf die Kinderkacke!
«Was willst du denn mit einem Japaner? Die arbeiten doch den ganzen Tag!» Susanne Steffens Vater ist entsetzt, als sie ihm ihre Heiratspläne eröffnet. Doch kaum hat sich Nachwuchs eingestellt, verblüfft Ehemann Ryunosuke alle, besonders seine Landsleute: Er nimmt Erziehungsurlaub, und zwar gleich zwei Jahre. Ein heldenhafter Plan, denn selbst kürzere Auszeiten für Väter sind in Japan noch völlig unüblich. So ist niemand darauf eingestellt, dass beim Mütterkurs, zum Babyschwimmen oder im Kindergarten plötzlich ein Mann auftaucht. Und die Akzeptanz der Mütter muss Ryunosuke sich erst einmal erkämpfen ...
Mit liebevollem Humor erzählt Susanne Steffen von ihrem turbulenten Familienleben im Land der aufgehenden Sonne – und wie das durch kulturelle Unterschiede noch komplizierter wird, als es ohnehin schon ist.

Zum Buch:
Susanne Steffen hat es nach Japan verschlagen. Sie hat dort ihre Liebe gefunden und einen Japaner geheiratet, Kulturschock lässt grüßen, vor allem ihre Eltern.
Sie hat sich dort mit einem kleinen Medienservice selbständig gemacht und ihr Mann Ryunosuke arbeitet in einer öffentlichen Behörde.
Als sich Nachwuchs ankündigt, verkündet ihr Mann lautstark, er nimmt Erziehungsurlaub, denn schließlich hat das Wohlfahrtsministerium diese Förderung ins Leben gerufen und er ist der Meinung, dass sie als staatliche Einrichtung das mit umsetzen sollten. Gesagt, getan. Als er seinem Chef Satoh erzählte, dass er Erziehungsurlaub nehmen will, war der ganz begeistert von der Idee. Ryunosuke sollte sich doch eine Woche Urlaub nach der Geburt freinehmen und nicht gleich erwarten, dass die Frau einen Tag nach der Geburt schon das gewohnte Abendmenü auftischen würde.
Als Ryunosuke Satohs Vorschlag ablehnte und einen Erziehungsurlaub über 2 Jahre beantragte, saß dieser da und schnappte wie ein Fisch nach Luft.
Bis jetzt gibt es diese Förderung wohl, aber wer ist so vermessen, diese in Anspruch zu nehmen? 2 Jahre!!! Ryunosuke setzt sich durch, zumindest bei seinem Chef.
Was ihm etwas schwerer fallen wird, ist das Vertrauen der anderen Mütter zu erringen, denn welcher Mann ist denn schon für ein Baby zuständig oder arbeitet als Hausmann?

Der arbeitende männliche Durchschnittsjapaner hat eine Arbeitszeit jenseits von Gut und Böse. Die Kinder sehen die Väter oftmals nur am Wochenende, eine rechte Beziehung kann sich dort nicht aufbauen. Die Frau ist der Hauptansprechpartner für die Kinder.

Susanne und ihr Mann Ryunosuke halten es anders, hier arbeitet die Frau weiter und der Mann geht in Erziehungsurlaub. Und nicht nur sein Chef hat mit dieser Vereinbarung so seine Probleme. Auch die anderen Mütter, die er regelmäßig bei den Vorsorgeuntersuchungen kennenlernt, machen es ihm nicht leicht, mit ihnen in Kontakt zu kommen. Auch wenn Ryunosuke es nicht zugibt, es trifft ihn, dass sie lieber Telefonnummern mit Susanne austauschen als mit ihm.

Dieses Buch ist eine humorvolle Lektüre über die Zeit des Erziehungsurlaubes von Ryunosuke. Seine Bemühungen, in der Welt der Mütter zu "überleben", sind wahrhaft heldenhaft. Es stört ihn nicht, dass er auf Vorurteile trifft, er liebt seine Kinder und will ihnen das beste in der Zeit antun, was irgendwie geht.

So ganz nebenbei erfährt man als Leser ein wenig über das Leben und die Gebräuche in Japan. Dass eine Taufe in Japan in keinster Weise mit einer hiesigen vergleichbar ist, sondern dass dort nur ein wenig herumgewedelt wird, mussten auch Susannes Eltern schmerzlich erleben.
Interessant fand ich auch den Kult mit den Toten. Im Haus einen Schrein und die Toten werden mit der Post in einer Urne einfach so verschickt, illegal natürlich.
Aber auch die Suche nach einem Kindergartenplatz scheint in Japan nicht ganz einfach zu sein, zumal man da auch schon mal als Elternteil an einer Aufnahmeprüfung teilnehmen darf, je nachdem, wo man sein Kind unterbringen möchte.

Ach ja, wusstet ihr eigentlich schon, dass in Japan schlafen am Arbeitsplatz nicht verpönt ist? Wer am Arbeitsplatz einschläft, zeigt, dass er überarbeitet ist. Der Körper gönnt sich eben mal eine Zwangspause. (Ich werde das meinem Chef mal offenbaren.)

Ein wunderbar humorvolles Buch, in dem es auch Missgeschicke zu berichten gibt, sehr zur Freude des Lesers. Ich denke da ans Babyschwimmen oder an die Spielerchen mit der Bento-Lunchbox.
Aber einen kurzen Blick gibt es auch auf das starke Erdbeben, das den Reaktorunfall in Fukoshima verursachte. Susanne lebt in Japan mit ihrer Familie und erlebt dann auch solche Ereignisse aus nächster Nähe.

Ein absolut erfrischender Roman, den man nicht mehr aus der Hand legt. Ich zumindest habe ihn hintereinander durchgelesen und mehr wie einmal blöde gegrinst.
Das Buch ist nicht nur eine tolle Sommerlektüre, es ist für zwischendurch eine absolute Leseempfehlung.


Bewertung:


Zur Autorin:

(Text vom Rowohlt-Verlag)
Susanne Steffen, geboren 1973, arbeitet seit über zehn Jahren als FOCUS-Auslandskorrespondentin in Japan. Sie betreibt den Medienservice JapanUpdate, mit dem sie regelmäßig Beiträge für deutsche TV-Sender über Land und Kultur dreht. Sie lebt mit ihren zwei Kindern und ihrem Mann in der Nähe von Tokio.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Patti Callahan Henry - Die Schwere des Lichts



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 313 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (15. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629551
ISBN-13: 978-3746629551
Originaltitel: Coming up for Air
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2,4 cm

Inhalt gem. Aufbau-Verlag:
Liebe und andere Geheimnisse
Ellie Calvin fühlt sich gefangen – sie hat eine Tochter und einen Mann, den sie nicht mehr liebt. Doch wie soll sie aus ihrem Leben ausbrechen? Alles ändert sich, als ihre Mutter Lillian stirbt. Auf der Trauerfeier taucht Hutch auf – Ellies Jugendliebe. Er hat mit Lillian an einer Ausstellung über die Geschichte ihres Ortes gearbeitet. Daher hat er auch Dokumente in seinem Besitz, die auf ein Familiengeheimnis hinweisen. Ellie erhält ein Tagebuch ihrer Mutter, in dem von einer Liebe die Rede ist, von der niemand etwas wissen durfte. Während sie die Geheimnisse ihrer Mutter herauszufinden sucht, kommen Ellie und Hutch sich wieder näher.

Zum Buch:
Ellie Calvin trifft nach vielen Jahren ihre Jugendliebe wieder. Diese Liebe hat sie nie verwunden, seit sie ihrer dominanten Lillian gefolgt ist, die der Liebe keine Zukunft bescheinigt hatte. Ihre Mutter hatte solange auf sie eingewirkt, bis sie ihr glaubte und später einen anderen heiratete und Hutch, ihre Liebe, aus den Augen verlor.
Als Ellies Mutter plötzlich stirbt, meldet sich Hutch bei ihr. Er war gerade dabei, eine Ausstellung über Frauen der Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre zu schreiben, zu denen auch Lillian gehörte. Er konnte das Interview mit ihr nicht mehr vollenden und bittet nun Ellie um Hilfe.
Nur ihr und ihrem Vater ist nicht bewusst, dass ihre Mutter in einer Bewegung gewesen sein sollte.
Beim Aufräumen der Sachen ihrer Mutter fällt Ellie das Tagebuch ihrer Mutter in die Hände, das diese über Jahre geführt hat. Jedes Jahr am 31.12. ließ sie das Jahr Revue passieren und formulierte ihre Wünsche für das nächste Jahr. Dort fand sich jedoch immer nur ein Wunsch: "Dies ist das Jahr, in dem Er wissen wird, dass Er mich liebt"...

Ellie lernt beim Lesen des Tagebuchs eine völlig andere Frau kennen, als die, die sie als ihre Mutter kennengelernt hat. Sie muss feststellen, dass ihre Mutter einer verlorenen Liebe hinterhertrauerte, die sie ihr Leben lang nicht verwunden hat. Selbst im Alter hoffte sie noch immer auf ein Wunder. Im Tagebuch wird jedoch kein Name genannt, der Mann wird nur als Er bezeichnet.
Da Ellie gerade Eheprobleme hat, zieht sie kurzentschlossen zu der Freundin ihrer Mutter, auch, um von ihr zu erfahren, wer sich hinter dem geheimnisvollen Er verbirgt.

Gemeinsam mit Hutch macht sich Ellie auf die Suche nach der wahren Lillian, nach der Lillian von 1962, nach der Frau, die sie nie gekannt hat. Auch nach einer Lillian, die in einer Bürgerrechtsbewegung war. Sie versuchen zu erkennen, was genau im Jahr 1962 geschehen ist, das Lillian so verändert hat, dass sie später scheinbar zu keiner Liebe mehr fähig war.

Der Roman birgt eine sehr einfühlsame Geschichte in sich. Er vermittelt dem Leser Liebe, Hoffnungslosigkeit und gleichzeitig Hoffnung und die Aufarbeitung der Vergangenheit.
Ellie, die Protagonistin des Buches macht sich auf die Suche nach dem wahren Ich ihrer Mutter, die ihr gegenüber immer ernst und streng gewesen ist. Sie bestimmte, wo es langging und auch, mit wem sie eine Beziehung haben durfte.
Für mich war unverständlich, wie man seinem Kind das Glück verwehren kann, obwohl man genau weiß, wie schwer einem das Herz ist, wenn man in einer lieblosen Beziehung lebt. 

Ellie ist die Sympathieträgerin des Buches. Man ist nah dabei, wenn sie sich in die Recherchen stürzt, aber auch, wenn sie die Gefühle übermannen, wenn sie ihrer Jugendliebe Hutch zu nahe kommt.
Während sie erkennt, wer und wie ihre Mutter war, analysiert sie auch ihr eigenes Leben und ihre Ehe.

Die Autorin verfügt über eine sehr ausdrucksstarke Schreibweise, die dem Leser auch das Naturereignis des Jubilee bildhaft und sehr gut vorstellbar aufzeigt. Ich hatte förmlich das Gefühl, ich würde es mit eigenen Augen erleben.
Als Leser hatte ich nicht das Gefühl, ich würde die Geschichte als Außenstehender erleben, sondern ich fasste Zutrauen zu den Protagonisten und fühlte mich unter ihnen wohl.

Ein sehr schönes Buch der etwas leiseren Töne und der Erkenntnis, was wirklich zählt im Leben.
Mir hat es sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gern weiter.


Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Patti Callahan Henry hat bisher sieben Romane geschrieben, die in den USA alle zu Bestsellern wurden. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe von Atlanta.
Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Aufbau Verlag bedanken,


der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 30. Juli 2013

[Rezension] Jess Walter - Schöne Ruinen



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Karl Blessing Verlag (1. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3896674994
ISBN-13: 978-3896674999
Originaltitel: Beautiful Ruins
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4,2 cm

Inhalt gem. Blessing-Verlag:
Eine herzzerreißende, komische und verrückte Liebesgeschichte
Ein verschlafener Ort an der ligurischen Küste im Frühjahr 1962: Pasquale hat von seinem Vater eine Pension geerbt, und wenn er nicht gerade in der Brandung steht, um mühsam einen Strand anzulegen, vermisst er ein Felsplateau, auf dem ein Tennisplatz entstehen soll. Denn Pasquale hat eine Vision: Er will aus Porto Vergogna einen glamourösen Ferienort machen, der Touristen aus aller Welt anlockt, am liebsten aus Amerika.
Dann checkt tatsächlich eine junge amerikanische Schauspielerin in seiner Pension ein, und Pasquale verliert sein Herz an sie. Mit ihr kommt die Welt nach Porto Vergogna – die Verheißungen des fernen Amerika, der Glamour von Cinecittà und schließlich sogar ein sturzbesoffener Richard Burton. Und als die Amerikanerin wieder abreist, ist für Pasquale nichts mehr, wie es war. Ein Steinchen ist ins Mittelmeer gefallen, das noch Jahrzehnte später seine Wellen an die Pazifikküste spült, als der alte Pasquale in Kalifornien nach dieser längst verlorenen Liebe seines Lebens sucht – zusammen mit einem abgebrühten Hollywood-Produzenten, dessen resignierter Assistentin und einem selbstverliebten Möchtegern-Drehbuchautor, der zufällig Italienisch kann. Ein erfrischender und lebenskluger Roman voller Witz und Dolce Vita um hochfliegende Träume, tiefe Abgründe und die Ironie unserer Existenz.

Zum Buch:
Pasquale ist ein Träumer. Er hat das Hotel seines Vaters geerbt, in dem er mit seiner kranken Mutter und seiner Tante lebt. Das Hotel ist genau wie das Dorf, in dem er lebt, klein und wie von der Außenwelt abgeschnitten und zwischen Felsen eingekeilt. Es ist nur vom Meer aus zu erreichen.
Pasquale träumt trotzdem von dem großen Ansturm amerikanischer Gäste.
Als dann tatsächlich eines Tages die amerikanische Schauspielerin Dee Moray vor seiner Tür steht, kann er sein Glück nicht fassen. Aber sie scheint schwer krank zu sein. Er verliebt sich in sie ...
Nach 50 Jahren macht er sich auf den Weg nach Amerika, um Dee Moray zu finden, seine Liebe, die er auch nach so vielen Jahren nie vergessen hat ...

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, beginnend im Jahr 1962 in Italien in einem kleinen Ort namens Porto Vergogna.
Dee Moray, eine kranke amerikanische Schauspielerin kommt irrtümlich auf die kleine Insel. Pasquale fährt für sie nach Rom, um für sie einiges auf den rechten Weg zu bringen. Er kommt mit Richard Burton zurück, kurz darauf verschwindet Dee Moray aus seinem Leben.

Im Wechsel der Erlebnisse aus dem Jahr 1962 spielt die Handlung in der heutigen Zeit.
Pasquale, inzwischen ein alter Mann, hat sich auf den Weg nach Amerika gemacht, um Dee Moray zu suchen. In der Hand hat er nur eine alte Visitenkarte vom Filmproduzenten Michael Deane, die er ihm vor vielen Jahren in die Hand gedrückt hatte. Gemeinsam mit ihm, seiner Assistentin Claire und einem jungen Möchtegerndrehbuchautoren machen sie sich auf den Weg zu Dee Moray, jeder mit einer anderen Motivation im Kopf.

Die Geschichte ist faszinierend aufgebaut. Aus dem tatsächlich 1962 gedrehten Film "Cleopatra" mit Elizabeth Taylor und Richard Burton als Ausgangspunkt werden im Wechsel die fehlenden Jahre zwischen 1962 und dem Heute erzählt. Der Werdegang der amerikanischen Schauspielerin Dee Moray mit allen Höhen und Tiefen ist dabei der rote Faden. 

Der Leser erhält einen recht interessanten Einblick in die Welt des Films und vor allem der Filmemacher. Da wird teils über Leichen gegangen, nur um Werbung für einen Film zu machen. Die Beziehung Taylor / Burton ist legendär, zumindest meiner Generation sind die beiden ein Begriff, auch wie die Beziehung der beiden ablief. Das hat der Autor sehr gut recherchiert. 
Richard Burton wird hier im Roman jedoch eine weitere Liebesgeschichte angedichtet, die durchaus so hätte ablaufen können. Er war ein Frauenheld und Trinker, das hat der Autor Jess Walter auch sehr gut nachvollzogen.

Als Leser erhält man aber auch einen kleinen Einblick in die Musikbranche, man erlebt Versuche, ein Buch zu schreiben und ist bei einer Theateraufführung dabei, die ein Stück aus dem Leben spielen. 
Der Autor hat sich mit vielen Themen beschäftigt, ist aber nur beim Thema Film etwas mehr in die Tiefe gegangen.

Ein wunderbar geschriebenes Buch mit Vergangenheitsbewältigung, Korruption, Liebe, Hoffnungen und begrabene Träume.
Ein Buch, das manches mal ein wenig schwermütig ist, aber nie langweilig.

Bewertung:


Zum Autor:
(Text übernommen vom Blessing-Verlag)
Jess Walter arbeitete als Journalist, bevor er Buchautor wurde. Neben preisgekrönten Kriminalromanen schrieb er ein Sachbuch über das Rechtssystem in den Vereinigten Staaten, das er gemeinsam mit Christopher Darden, einem der bekanntesten Anwälte der USA, verfasste und für das er den Pulitzer-Preis erhielt. Jess Walter lebt mit seiner Familie in Spokane, Washington.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 29. Juli 2013

[Rezension] C. R. Junkers - Emily Anderson und das Vermächtnis der Gebrüder Ysenhoff


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1719 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 411 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00DDQX4N8


Klappentext gem. Amazon:
„Emily griff in die Tasche und holte ihren Kohlestift hervor. Wie von einem unsichtbaren Faden geführt, flitzte ihre Hand hoch und runter. Doch kaum, dass sie den Stift abgesetzt hatte, da loderten dicke Flammen über die Leinwand. Und nur wenige Sekunden später trat es aus den letzten grauen Rauchwolken hervor: Das schneeweiße Einhorn war zum Leben erweckt...“

Nie hätte die dreizehnjährige Emily einen Schritt in das verwunschene Königreich der Gebrüder Ysenhoff gewagt, hätte sie gewusst, welche Gefahren sich dort verbergen. Was zuerst als großes Abenteuer beginnt, wird bald zu einem Kampf gegen die Zeit. Denn als der widerwärtige Rattenschwanz Sargos Emilys beste Freundin entführt und der König selbst zum Spielball des Bösen wird, müssen die Mädchen all ihren Mut zusammennehmen, um die geheimnisvolle Welt der Bilder zu retten.




Rezension:
Die 13-jährige Emily Anderson wächst sehr behütet bei ihren Großeltern auf, da ihre Mutter kurz nach ihrer Geburt starb und niemand weiß, wer ihr Vater ist. Sicherlich ist es nicht immer ganz einfach für einen Teenager, bei schon recht betagten Großeltern zu leben, aber es hat auch seine guten Seiten, so zum Beispiel die Beiden ihr versuchen, jeden Wunsch zu erfüllen. Ihr Opa Karl sammelt Antiquitäten, ein Hobby, in dem Emily ihn immer tatkräftig unterstützt. Ihre Oma Margaret (eigentlich Margarete) Anderson liebt nichts mehr als die Teestunden mit ihren Freundinnen um Klatsch und Tratsch auszutauschen. Ihr erklärtes Ziel ist es, Emily in eine "Dame" von Welt zu erziehen - ob diese will oder nicht. Emily hingegen ist vollkommen im Reinen mit sich, wenn sie hinter ihrer Staffelei steht und malt.

Eines Tages entdeckt Emily im Keller ihres Opas, wo der seine ganzen Schätze verwahrt, ein kleines, mir rotem Samt beschlagenes, Döschen. In diesem befindet sich ein weißer Schmetterling, der blau leuchtet, wenn Emily in berührt. Als ihr Opa ihre Entdeckung bemerkt, ist er außer sich und noch am Abend entsorgt er den Schmetterling. Emily jedoch findet ihn in der Nacht und nimmt ihn heimlich an sich. Als er ihr versehentlich runter fällt, entdeckt sie das Geheimnis des Schmetterlings.

Wenige Tage später kommt Kristin Beuten, Emilys beste Freundin, zu Besuch. Die Mädchen haben sich vor 4 Jahren kennengelernt, doch auf Grund der beruflichen Aktivitäten ihres Vaters, muss Familie Beuten ständig umziehen. Ihre Ferien verbringt Kristin jedoch am liebsten bei ihrer Freundin Emily. Zusammen wollen die Mädchen versuchen, das Geheimnis um den Schmetterling zu lösen, doch die Zeit drängt und die Lösung scheint noch in weiter Ferne zu liegen. Als die Beiden eines Nachmittags Karl bei seiner Arbeit im Museum besuchen (er arbeitet dort 2 Tage die Woche), machen sie eine Entdeckung, die alles verändert. In einer Abstellkammer entdecken sie ein sehr realistisches Landschaftsbild und finden endlich des Rätsels Lösung. Doch ehe sie es sich versehen, werden sie in das Bild hineingesogen und landen in einer fremden Welt. Dort treffen sie auf Gedeon, Freiherr vom Wiesengrund, der jedoch eher wie ein Gnom aussieht. Dieser erklärt sich bereit, ihnen zu helfen, wieder in ihre Welt zu kommen, jedoch benötigt er selbst vorher Hilfe von den Mädchen. Es geht um eine Überraschung für König Ben Ysenhoff. Die Mädchen stimmen zu, doch dann überschlagen sich die Ereignisse und es ist nicht sicher, ob Emily und Kristin je wieder nach Hause können ...


Folge mir ins Traumland! Der Plot wurde fantastisch und abwechslungsreich erarbeitet. Hier hat mir ganz besonders gut die Welt in dem Bild gefallen, wie sie aufgebaut ist, welche Wesen in ihr leben, wie die sozialen Strukturen sind, einfach alles - es ist einfach ein Traumland. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei mir hier ganz besonders gut die Weiterentwicklung der Figur Emily in der Geschichte gefallen hat. Aus dem einst eher ruhigen Kind wird eine junge Frau, die für ihre Überzeugungen einsteht und ihre Freunde nie im Stich lassen wird. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd und farbenfroh beschreiben. Ich konnte mir jederzeit jede Szene vor Augen führen und war ganz gefangen in dem Buch. Am liebsten wäre ich selbst gerne durch das Bild gegangen und hätte mir alles einmal mit eigenen Augen angeschaut.

Bewertung: 

Die Autorin: 
Constanze R. Junkers, geboren 1981 in Dresden, studierte Medienwissenschaften, Soziologie und Politik an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und arbeitete im Anschluss mehrere Jahre als Public Relations Managerin und Redakteurin für Agenturen und Unternehmen.
Neben dieser Tätigkeit reifte lange der Wunsch, die gesammelten Ideen für Kinder- und Jugendromane in die Tat umzusetzen. Für die Newcomer-Autorin ist "Emily Anderson und das Vermächtnis der Gebrüder Ysenhoff" nicht nur ein Herzensprojekt, sondern Auftakt für hoffentlich zahlreiche weitere Fantasiegeschichten. (übernommen von amazon)

Das Buch hat übrigens eine eigene Homepage, zu der ihr hier kommt.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei



bedanken, die mir dieses wundervolle Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

[Rezension] Denise Mina - Der letzte Wille


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 477
ISBN: 978-3-453-43442-4
Erscheinungstermin: 10. Juni 2013
Format: Taschenbuch

Verlag: Heyne

Klappentext gem. Heyne:
Paddy Meehans Leben gerät völlig aus den Fugen, als sie erfährt, dass ihr ehemaliger Liebhaber und Mentor Terry in einer schäbigen Hütte brutal hingerichtet wurde. Je mehr Nachforschungen Paddy anstellt, desto klarer wird, dass sie längst im Visier des Killers ist. Doch wer steckt dahinter: Die IRA oder Terrys Job als Auslandskorrespondent? Auf dem Dachboden in Terrys ehemaligen Haus scheint Paddy den Schlüssel zu allem zu finden ...


Rezension:
Terence "Terry" Hewitt wird sterben - das weiß er in dem Moment, als er nackt aus einem Kofferraum steigen muss und dabei hatte der Abend so schön begonnen. Zusammen mit Kevin Hatcher, mit dem er ein Buch veröffentlichen wollte, haben sie versucht, ihren Vorschuss auf das Buch auf den Kopf zu hauen, was nicht ganz gelang. Dass jedoch der Abend mit einer Kugel im Kopf in Glasgow enden wird, damit hat er nicht gerechnet. Er hat sich eindeutig einmal zu oft mit den Falschen angelegt.

Die 27-jährige Journalistin Patricia "Paddy" Meerhan hat derweil ganz andere Probleme. Callum Ogilvy, ein verurteilter Totschläger, wird in nächster Zeit aus dem Gefängnis entlassen. Problem bei der Sache ist, Callum beging die Tat, als er selbst noch ein Kind war und hat die letzten 9 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht. Paddy ist hin und her gerissen, denn Callum ist nicht nur ein Straftäter, der mit seinem Komplizen ein Kleinkind umgebracht hat, sondern auch der Neffe ihres ehemaligen Verlobten. Als sie jedoch von der Polizei über den Tod von Terry, ihrem ehemaligen Geliebten, informiert wird, droht ihre Welt zusammen zu brechen, zumal der Verdacht im Raum steht, dass die IRA Terrys Tod in Auftrag gegeben hat. 

Paddy hat zu allem Überfluss auch noch Terrys Besitz geerbt und damit eine dramatische Vergangenheit. Schnell steht für sie aber fest, wer auch immer Terry ermordet hat, die IRA ist es nicht gewesen und ihre Vermutung scheint sich zu bewahrten, als auch sie bedroht wird. Die Zeit rennt und Paddy muss unbedingt hinter das Geheimnis um Terrys Tod kommen, ansonsten ist sie die nächste auf der Abschussliste des Killers ...


Düstere Zeiten in Schottland im Jahr 1990! Der Plot wurde sehr spannend und informativ erarbeitet. Ganz besonders gut haben mir hier die Hintergrundinformationen zur damaligen Zeit in Irland und Schottland gefallen, von denen ich hier (zumal ich zu dem Zeitpunkt auch noch Kind war), nicht wirklich allzu viel mitbekommen habe. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei hier natürlich ein besonderes Augenmerk auf Protagonistin Paddy gelegt wurde. Ich finde sie unheimlich gut gelungen, clever, unkonventionell zu bereit, für die, die sie liebt alles zu riskieren. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, ja ich bin förmlich ins Schottland der 1990er eingetaucht und habe mit Paddy recherchiert und ermittelt, bis ich des Rätsels Lösung hatte. 

Bewertung

Die Autorin:
Denise Mina, geboren 1966 in Glasgow, studierte Jura und spezialisierte sich auf den Umgang mit psychisch gestörten Straftätern. 1998 erschien ihr erster Roman. Für ihr Werk wurde sie mit dem Dagger Award und dem Barry Award ausgezeichnet und 2012 gewann sie den Theakstons Crime Novel of the Year Award. (von Heyne übernommen)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 




bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

[Rezension] Ann Brashares - So nah und doch so fern




Vorab ein paar Eckdaten:  
Seitenanzahl: 367
ISBN: 978-3-570-58517-7
Erscheinungstermin: 10. Juni 2013 (1. Auflage)
Preis: 14,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 21,90 CHF
Format: Paperback 
Verlag: carl´s books:

Klappentext gem. carl´s books:
Nur ganz wenige Menschen verfügen über die Gabe, sich an ihre früheren Leben zu erinnern. Daniel ist einer von ihnen. Sein Gedächtnis reicht viele Jahrhunderte, viele Leben zurück – und er erinnert sich an eine junge Frau, die er einst unglücklich geliebt hat. Nach jeder Rückkehr in eine neue Existenz begibt er sich auf die Suche nach ihr, bis er im heutigen Virginia auf Lucy trifft. In ihr erkennt er seine schicksalhafte Liebe wieder. Für Lucy aber ist Daniel ein völlig Fremder, auch wenn sie sich auf unheimliche Weise zu ihm hingezogen fühlt. Und beide ahnen nicht, dass ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit ihre gemeinsame Zukunft bedroht.
Ergreifend erzählt Ann Brashares die Geschichte einer magischen Liebe, die alle Zeit und Widerstände überdauert, und eröffnet dabei einen ganz eigenen, faszinierenden Blick auf Tod und Wiedergeburt.


Rezension:
Lucy Broward ist 17, als sie Daniel Grey kennen lernt. Daniel ist ein eher merkwürdiger Mitschüler, er schließt keine Freundschaften und bleibt lieber für sich und dennoch, er fasziniert Lucy. Lucy ist eine gute Schülerin und hat, im Gegensatz zu Daniel, Freunde, doch Lucy hat auch einen sehr schweren Stand in der Schule. Immer wieder wird sie mit Ihrer älteren Schwester Dana verglichen, die als Teenager rebelliert, von der Schule abging und schlussendlich an einer Überdosis starb. Doch Lucy ist anders, das zu beweisen, ist allerdings ein alltäglicher Kampf. Ihre beste Freundin Marnie stand ihr von Anfang an zur Seite, auch als sich alle anderen von ihr und ihrer Familie abwandten. Lucy jedoch hat es allen gezeigt und ist sogar zur Sprecherin der elften Klasse gewählt worden und zwei ihrer Töpferarbeiten wurden sogar für eine Kunstausstellung ausgewählt. Im Gegensatz zu ihrer ältern Schwester steht Lucy also eine erfolgreiche Zukunft bevor.

Beim Schulabschlussball kommt es jedoch zu einer Tragödie und Lucy flüchtet sich in ein Klassenzimmer. Dass sich in diesem auch Daniel aufhält, bemerkt sie zu spät, sodass ihr nichts übrig bleibt, als Zeit mit ihm zu verbringen. Doch was er ihr offenbart, ist zu unglaublich, sodass sie die Flucht ergreift. Sie wird ihn für lange Zeit nicht wieder sehen.

Daniel hingegen weiß, dass er Mist gebaut hat - wie so oft in seiner langen Existenz. Endlich ist es ihm gelungen, seine Seelenverwandte wiederzufinden und diese ist vor ihm geflohen, denn Daniel ist nicht irgendein Schüler. Er ist ein wiedergeborener. Seit nahezu 1.500 Jahren wird er immer wieder geboren und ist in jedem Leben auf der Suche nach ihr: Sophia, die in dieser Zeit als Lucy wiedergeboren wurde, denn Daniel kann sich erinnern, an all seine Leben und die Schuld, die er auf sich geladen hat. Denn vor langer, langer Zeit tötet er Sophia und versucht seitdem, sie wiederzufinden und zu beschützen. Er ist mehr als einmal für sie gestorben und dennoch gelang es ihm bisher nie, mit ihr zusammen zu sein. Auch dieses Mal scheint er versagt zu haben, doch so nah, wie in dieser Zeit, war er Sophia schon lange nicht mehr und er wird nicht aufhören, über ihr Schicksal zu wachen und zu hoffen, dass ihre Liebe endlich Erfüllung findet ...


Jahrhunderte der Liebe! Der Plot wurde sehr anschaulich und abwechslungsreich erarbeitet. Immer wieder erlebt der Leser Rückblenden in die früheren Leben Daniels, wodurch sich nach und nach seine gemeinsame Geschichte mit Sophia erklärt und die immerwährende Suche nach ihr. Die Protagonisten wurden facettenreich erarbeitet, wobei ich mir hier jedoch mehr Tiefe gewünscht hätte, denn ich bin davon ausgegangen, dass eine jahrhunderte alte Seele (Daniel) vielschichtiger ist, als bei Daniel dargestellt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen und ich hoffe an dieser Stelle sehr, dass es noch ein weiteres Buch um Daniel und Lucy geben wird, denn ihre Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch wirklich gut gefallen hat, gerade die zurückliegenden Epochen in Daniels Leben haben es mir hier angetan und das mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung: 

Die Autorin:
Ann Brashares wuchs in der Nähe von Washington D.C. auf. Sie studierte Philosophie an der Columbia University in New York und war einige Jahre als Lektorin tätig war. Seit 2000 widmet sich Ann Brashares ganz dem Schreiben von Jugend- und Erwachsenenbüchern. Brashares lebt mit ihrem Mann, dem Porträtmaler Jacob Collins, und ihren drei Kindern in New York. Bei C. Bertelsmann erschien zuletzt ihr Bestseller "Unser letzter Sommer". (übernommen von Randomhouse)
Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

[Rezension] Claudia Puhlfürst - Das sechste Herz (Band 4)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 380
ISBN: 978-3-442-37698-8
Erscheinungstermin: 20. Mai 2013 (1. Auflage)
Preis: 9,99 EUR (D), 10,30 EUR (A), 14,90 CHF 
Format: Taschenbuch
Verlag: blanvalet

Klappentext: gem. blanvalet
Was als harmlose Recherche begann, mündet in einem Albtraum: Ein junger Reporter der Tagespresse entdeckt auf einem stillgelegten Fabrikgelände drei tiefgefrorene Herzen. Bald werden der Redaktion weitere Herzen angekündigt. Wer ist der Verfasser dieser makabren Schreiben? Als sich die Journalistin Lara Birkenfeld auf die Spur des eiskalten Mörders begibt, ahnt sie nicht, dass sie schon längst zur Schachfigur in einem grausigen Spiel geworden ist …

Rezension:

Es ist Winter in Leipzig und es ist nun einmal definitiv die Jahreszeit, wo man nicht freiwillig vor die Tür geht, denn es ist nass und kalt. Doch Patrick Seiler hat nicht viel Wahl, denn er ist Praktikant bei der Tagespresse und sein Auftrag ist es, einem anonymen Tipp eine Informanten nachzugehen. Da er das unterste Glied in der Redaktionskette ist, wurde ihm diese Aufgabe zu teil. Ein verlassenes Fabrikgelände ist Patricks Ziel und anhand einer Karte will er versuchen zu ergründen, was sich hinter dem anonymen Tipp verbirgt, doch alles was er findet, sind alte Thermobehälter mit gefrorenem Fleischabfällen drin. Nichts desto trotz bringt er diese in die Redaktion.

Zuerst sind sämtliche Redaktionsmitarbeiter verwirrt - wer sollte denn Fleischabfälle einfrieren in Thermobehälter füllen und diese dann der Presse zuspielen - bis Fotograf Joachim "Jo" Selbig die Redaktion betritt und sofort erkennt, um was es sich handelt: Herzen. Ob diese menschlichen Ursprungs sind, muss jedoch die Polizei klären, die Redaktionsleiter Tom Fränkel erst informiert, nachdem er Patrick und Hubert Belli noch mal zum Fundort geschickt hat, um Hintergrundmaterial zu sammeln. Nun steht die Frage im Raum: Wenn das menschliche Herzen sind, was durch die polizeilichen Ermittlungen bestätigt wird, wo sind dann die Leichen und um was für Opfer handelte es sich? Es wird niemand in oder um Leipzig vermisst und Leichen bzw. Leichenteile sind nicht aufgetaucht.

Lara Birkenfeld erfährt durch Jo von den Herzen und ihr Interesse ist sofort geweckt. Zwar arbeitet sie nicht mehr bei der "Tagespresse", doch verdient sie sich ihr Geld mittlerweile als freie Journalistin und kann somit über Themen schreiben, die sie wirklich interessieren und diese Herzen haben es ihr angetan. Sie sucht und findet Unterstützung beim Psychologen Mark Grünthal, der ihr schon oft bei ihren Ermittlungen geholfen hat und auch Jo steht ihr zur Seite, denn ganz ehrlich, diese Herzen erinnern an eine Tat, die vor 10 Jahren begangen wurde. Magnus Geroldsen ermordete seinerzeit seine Geschwister und schnitt ihnen das Herz heraus - doch er wurde überführt und sitzt seitdem in der Psychiatrie. War es ein Nachahmungstäter oder ein ganz neuer Serienkiller. Lara und Jo ermitteln intensiv, doch dieses Mal empfängt Lara keine Visionen, die ihr vormals immer wieder behilflich waren und so muss sie sich auf ihren Instinkt und gesunden Menschenverstand verlassen, doch noch fehlt vom Täter jede Spur ...




Der 4. Band der Lara-Birkenfeld-Reihe! Der Plot wurde sehr detailliert und abwechslungsreich erarbeitet. Hier hat mir ganz besonders gut die Schilderung der jeweiligen Szenen bzw. Taten gefallen. Diese wurden ausgesprochen bildhaft erarbeitet, sodass ich förmlich dem Täter jeweils über die Schulter geschaut habe, als er seine Verbrechen beging. Die Protagonisten wurden wieder sehr tiefgründig erarbeitet, wobei es in diesem Buch wieder ein Hauptaugenmerk auf das Seelenleben des Täters gegeben hat und ganz ehrlich, so jemandem will ich im Leben nicht begegnen, aber leider erkennt man solche Typen (wie im Buch ja auch), nicht auf den ersten Blick. Der Schreibstil war wieder ausgesprochen fesselnd, sodass ich das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen mochte. Nun hoffe ich sehr, dass es noch weitere Bände dieser Reihe geben wird, doch vorerst schließt die Lara-Birkenfeld-Reihe mit diesem Band, wobei hier definitiv noch Spielraum für weitere Bücher gegeben ist. Die jeweiligen Reihenteile sind übrigens in sich abgeschlossen, sodass diese auch einzeln gelesen werden können.

Bewertung


Von Claudia Puhlfürst bereits gelesen und rezensiert:







Die Autorin:
Claudia Puhlfürst, Jahrgang 1963, stammt aus Zwickau, wo sie nach wie vor lebt. Ihr Spezialgebiet ist die Humanethologie (menschliches Verhalten), insbesondere die nonverbale Kommunikation. Wenn sie nicht gerade schreibt, arbeitet sie als Schulberaterin für den Duden Schulbuchverlag. Zudem ist sie Organisatorin der Ostdeutschen Krimitage, Mitglied im Syndikat und bei den Mörderischen Schwestern, dem deutschen Ableger der amerikanischen Sisters in Crime. (übernommen von blanvalet)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Zur Bibliographie der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei



bedanken, die mir dieses heiß ersehnte Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.



Sonntag, 28. Juli 2013

[Neuzugänge] der 30. KW 2013

Neue Woche, neues Glück oder wie es beim Katzenpersonal heißt: Neue Woche, neue Bücher ^^ Auch in dieser Woche ist es uns wieder gelungen, neuen Büchern ein Zuhause zu geben - wird sind da ja echt nicht so, wir reißen unsere Bibliothekstüren ganz weit auf und rufen "Na kommt schon rein, nur nicht so schüchtern".

Kerrys Neuzugänge:



Kleeblatts Neuzugänge:
- Beerwald, Sina - Mordsmöwen
- George, Nina - Das Lavendelzimmer 
- Scheunemann, Frauke - Winston, ein Kater in geheimer Mission
- Harkness, Deborah - Wo die Nacht beginnt 
- McInerney, Monica - Die Frauen von Clare Valley






Wir wünschen euch einen schönen Sonntag und eine schöne Woche mit tollen Büchern
Kleeblatt
und Kerry