Donnerstag, 28. Februar 2013

[Leseliste] von Kleeblatt für März 2013


Wie erwartet, habe ich die Leseliste vom Februar nicht geschafft. Irgendwie war es auch ein schwacher Monat, keine Ahnung, warum.
Was ich mir für den März vornehme, ist ebenfalls nicht zu schaffen, aber ich habe schon mal einen Überblick der Bücher, die unbedingt gelesen werden wollen / müssen.
Bin ja gespannt, wieviel davon zu schaffen sind.

   
Noch zu lesende Bücher: 14

Rezensionsexemplare:
Lipskas, Anya - Sündenfall
Ruge, Michel - Bordsteinkönig
Weber, Rebekka - Der Zauber der Eidechse 
Schacht, Andrea - Kyria & Reb 02: Die Rückkehr 
Goemans, Anne-Gine - Gleitflug 

Evans, Justin - Weißer Teufel 
Rosman, Ann - Die Tote auf dem Opferstein 
Honeyman, Valentine - Bestseller

Szillat, Antje - Die Tiefen deines Herzens 
Wekwerth, Rainer - Das Labyrinth erwacht
Itterheim, Jessica & Diana - Engel 02: Tanz der Engel
Tsokos, Michael - Die Klaviatur des Todes
Gran, Sara - Claire deWitt 01: Die Stadt der Toten

Gran, Sara - Claire deWitt 01: Das Ende der Welt
MacMahon, Kathleen - Liebe im Zeichen des Nordlichts
Teufl-Heimhilcher, Brigitte - Die andere Schwester des Papstes
Vosseler, Nicole C. - In dieser ganz besonderen Nacht
Moore, Edward Kelsey - Mrs. Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner
Diamond, Lucy - Der Sommer mit meiner Schwester
Fey, Stephanie - Carina Kyreleis 02: Die Verstummten
Fischer, Katarina - Im Zweifel südwärts



Bücher für die Blanvalet - Challenge:


E-Books:

Orlowski, Britta - St. Elwine 01 / 03: Rückkehr nach St. Elwine 
Orlowski, Britta - St. Elwine 02 / 03: Pampelmusenduft 
Orlowski, Britta - St. Elwine 03 / 03: Zitronentagetes 
Romes, Claudia - Jack's Briefe 
Armbruster, Tine - Wandel der Zeit 01 

Wilde, Norah - Rasputins Erbe

Für das Themenlesen von Lovelybooks


Bücher für zwischendurch:
Schier, Petra - Tod im Beginenhaus



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[TTT] - Top Ten Thursday #105

Es ist wieder Donnerstag und auch diese Woche hat sich Alice im Bücherland wieder was tolles ausgedacht





Diese Woche lautet das Thema:
"10 Bücher, die ein x, y oder z im Titel oder im Namen des Autors haben"



 

Puh, da fällt die Qual der Wahl schwer, davon dürfte ich wohl einige passende Bücher in meinen Regalen geben, von Autoren will ich gar nicht erst reden. Mmmhhh, ich glaube, ich lege mich mal nur auf die Bücher fest und lasse die Autoren außen vor. So, 10 Bücher mit einem x, y oder z im Titel:


So, war doch gar nicht so schwierig, wobei ich mein Augenmerk auch noch darauf gelenkt habe, keine Autoren doppelt zu wählen und keine Bücher aus Buchreihen (zumindest glaube ich das - habe es mir als Einzelbücher notiert). Ich geh jetzt mal ganz stark davon aus, dass auch diese Woche niemand ein Buch mit mir gemeinsam hat - es gibt einfach zuviele.

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche

Liebe Grüße


Kerry 
 


Mittwoch, 27. Februar 2013

[Rezension] Sarah Benedict - Der Duft der grünen Papaya




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. Dezember 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442380561
ISBN-13: 978-3442380565
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 4,4 cm

Inhalt gem. Blanvalet:
Unter gleißendem Sonnenlicht steigt Evelyn Braams auf Samoa aus einer Propellermaschine. Sie hat ihr Leben in Deutschland zurückgelassen, um schmerzhaften Erinnerungen zu entkommen. In einer einsamen Bucht mietet sie sich bei zwei alten Damen ein und freundet sich schnell mit der herzlichen Ili an. Doch diese bangt um ihren Besitz, den ihre Cousine Moana an einen amerikanischen Investor verkaufen will – aus Rache. Evelyn versucht zu helfen und verstrickt sich dabei immer tiefer in Ereignisse, die zurückgehen auf eine alte Geschichte von Liebe und Hass …
Eine mitreißende Familiensaga in der Südsee zwischen Kolonialzeit und Gegenwart.

Zum Buch:
An einem für Evelyn wichtigen Tag kommt ihr Mann nicht nach Hause, weil er dienstlich unterwegs ist. Kurz entschlossen bucht sie einen Flug, um ans andere Ende der Welt zu gelangen, nach Samoa.
In dem einzigen Hotel vor Ort gibt es keine freien Zimmer mehr. 
Als sie von Ana, einer jungen Frau angesprochen wird, die ihr ein Zimmer bei ihrer Urgroßtante in Aussicht stellt, nimmt sie das Angebot gern an.
Sie zieht in das Gästezimmer, das ihr Ili bereitstellt. Ili ist bereits 91 Jahre alt und lebt in einem Haus zusammen mit ihrer Cousine Moana. Mit dieser steht sie seit 80 Jahren auf Kriegsfuß und hat seit 60 Jahren kein Wort mehr mit ihr gewechselt.
Die beiden Frauen sind sich spinnefeind und hassen sich leidenschaftlich.

Ane, die Enkelin von Moana ist sich zu schade für die Insel und will weg, weit weg und ein gutes Leben führen. Als sie hört, dass ein Konzern auf der Suche nach Grundstücken ist, überredet sie ihre Großmutter dazu, zu verkaufen. Diese lässt sich überreden, wissend, dass Ili nie in der Lage sein wird, ihr die Hälfte abzukaufen, da sie das Vorkaufsrecht hat.
Da sie aus Hass jede Möglichkeit nutzt, Ili zu schaden und sie genau weiß, dass sie sie damit richtig böse treffen kann, macht den Handel aus.
Ane, die Evelyn eines Tages die Insel zeigt, bittet sie, es Ili mitzuteilen.
Evelyn, die eigene Probleme hat, möchte sich raushalten, sagt aber zu, es weiterzuleiten.
Ili kann nicht glauben, wie bösartig Moana ist und versucht alles, um das zu verhindern.
Sie erzählt Evelyn die Geschichte ihrer Eltern, der Ursprung des lebenslangen Hasses zwischen Ili und Moana ...

Der Roman von Sarah Benedict spielt in der zauberhaften Kulisse von Samoa, die sie durch Beschreibungen dem Leser sehr gut nahebringt.

Er spielt in 2 Handlungsebenen, in der Vergangenheit, beginnend im Jahr 1914, und in der Gegenwart, im Jahr 2005.
Der Handlungsstrang in der Vergangenheit wird durch Ili erzählt, in dem sie Evelyn den Ursprung des grenzenlosen Hasses erzählt, der Ili und ihre Cousine Moana miteinander verbindet.
Sie erzählt die Liebesgeschichte ihrer Eltern, von Tristan, einem deutschen Leutnant, der auf Samoa stationiert war. Dort verliebte er sich in Tuila, einer Einheimischen. Es war eine Liebe, die nicht sein durfte. Trotz allem heiraten die beiden heimlich und er baut ein großes Haus.
Tupu, der Bruder von Tuila zieht mit in das Haus ein, auch wenn es Tristan nicht gern sieht. Ivana, Tupus Frau ist neidisch auf all das, was sich Tristan und Tuila erarbeitet haben, aber ihr Hass auf die beiden wird geschürt, als Tupu hingerichtet wurde. Ihren Hass gibt sie später an ihre Tochter Moana weiter, die ihn Ili ein Leben lang spüren lässt.

Die Autorin zeichnet ein Bild vom Leben zu Beginn des 20. Jh. auf Samoa, einer ehemaligen deutschen Kolonie. Es wird nach deutschem Recht gerichtet und gehandelt. Auch der deutsche Standesdünkel ist auf dieser Insel vertreten, so darf ein Deutscher, der etwas auf sich hält, sich zwar eine einheimische Geliebte nehmen, aber Mischehen sind per Gesetz verboten.
Die Frauen der Obrigkeit leiden an Langeweile und sind gewillt, den jungen Leutnant Tristan unter die Haube zu bekommen und starten einen Verkupplungsversuch, dem er sich nur schwer entziehen kann.

In der Gegenwart richtet sich der Hauptaugenmerk auf den geplanten Verkauf des Grundstücks, auf dem das Haus und die Papayaplantage steht.
Unter dem Vorsatz, dort einen Hotelkomplex aufzubauen, erschleicht sich Ray Kettner das Vertrauen von Ane und versucht sie und ihre Großmutter zum Verkauf des Grundstücks zu überreden.
Die Skrupellosigkeit dieses Mannes ist fast nicht zu übertreffen. Anfangs hatte man noch ein wenig Sympathie ihm gegenüber aufbringen können, das sich aber im Lauf der Handlung recht schnell ändert.

Ebenfalls erfährt der Leser von Evelyn und ihrem Schicksal. Sie flüchtete kurzentschlossen aus Deutschland nach Samoa, ohne ihrem Mann Bescheid zu geben. 
Ihr Leben befindet sich seit 4 Jahren im Abwärtsdrall. Der Alkohol ist ihr inzwischen ein Vertrauter geworden, seitdem sie mit ihrem Mann nicht mehr reden kann, der sich mehr und mehr in seine Arbeit zurückzieht.
Evelyn, die unfreiwillig in die Ereignisse und in das Geschehen auf Samoa hineingezogen wird, vergisst kurzzeitig ihre eigenen Probleme und Sorgen und konzentriert sich auf die Hilfe, die sie Ili angedeien lässt.

Die Sympathieträger dieses Buches sind zweifellos Tristan und Tuila, die ihre Liebe ausleben, auch wenn sie nicht erlaubt ist.
Tuila ist eine bewundernswerte und starke Frau, die sich nie unterkriegen ließ, die alles überstand und sich auch noch genötigt sah, ihre Plantage und ihr Grundstück zu teilen.
Aber auch Ili und Evelyn sind Persönlichkeiten, die man nur schwer vergessen kann. Jeder kämpft auf seine Art mit den Dämonen der Vergangenheit, die sie schließlich auch erfolgreich bekämpfen.

Es ist ein Buch voller Liebe, Hoffnung und Träume. Aber auch ein Buch voller Neid, Hass und Skrupellosigkeit, die den Leser sprachlos werden lässt.
Die Beschreibungen über die Schönheit der Insel fehlen ebensowenig wie ein klein wenig Geschichte zur Insel Samoa.

Ich liebe ja solche Bücher, wo die Gegenwart mit der Vergangenheit miteinander verknüpft sind und die am Ende absolut stimmig sind. Genau solch ein Buch hat man hier in den Händen.

Bewertung:



Zum Autor:
(Text von Blanvalet)

Sarah Benedict ist das Pseudonym eines höchst erfolgreichen Autors historischer Romane. Mit seinen Südsee-Sagas erfüllt er sich einen schriftstellerischen Traum.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 26. Februar 2013

[Aktion] 52 Bücher 2013/2014 - Die 6. Woche

Es ist ja kein Geheimnis - ich quatsche viel und auch vor dem geschriebenen Wort mache ich nicht halt und ich liebe Buch-Aktionen. Also die idealen Voraussetzungen, um bei

mitzumachen.

Jede Woche (am Sonntag) wird es eine neue Aufgabe geben - rund um das Thema Buch. Diese ist dann durch einen Blog-Post zu erfüllen (was hiermit geschieht).


Das Thema der 6. Woche ist: Zitronen können nicht nur sauer sein ...

 

Okay, sicherlich kann sich jeder die riesigen Fragezeichen in meinem Kopf denken, oder? Zitronen??? Zitronen, warum zum Himmeldonnergeier Zitronen? Du hast kein Buch mit Zitronen, soviel steht fest! Also, Onkel Wiki gefragt und mal geschaut, was der so über Zitronen schreibt. Mmmhhh, ja, eine Menge Fakten und dann machte es *pling*: Der größte Zitronenproduzent ist Mexiko - da muss doch was zu finden sein im Bücherregal.


Und tatsächlich, ich wurde fündig - und wehe einer lacht (das Buch spielt übrigens in Mexiko)!!!


Ich behaupte einfach mal, in jungen Jahren in einem unbedarften Moment gekauft. Während der Pupertät ist Frau ja nicht unbedingt zurechnungsfähig, oder ^^ Naja, zumindest steht besagtes Buch gerade NICHT in meinen Regalen, denn diese Bücher (ja, ich habe tatsächlich in jenem Moment mehrere gekauft) sind zur Zeit bei meiner Oma als Dauerleihgabe.

So, das soll es auch schon gewesen sein - hiermit erkläre ich die 5. Wochen-Aufgabe als beendet und bin gespannt, was mich nächste Woche erwartet.

Liebe Grüße

Kerry  
 



Montag, 25. Februar 2013

[Rezension] Alexandra Pilz - Zurück nach Hollyhill




Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (25. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453534263
ISBN-13: 978-3453534261
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,4 x 3,8 cm

Inhalt gem. Heyne-Verlag:
Hollyhill – das Dorf, das durch die Zeit reist
Wie weit würdest du gehen? Um das Geheimnis deiner Herkunft zu lüften, den Jungen deiner Träume zu bekommen und deine Freundin zu retten? Für die 17-jährige Emily werden diese Fragen plötzlich entscheidend, als sie nach dem Abitur in das geheimnisvoll einsame Dartmoor reist, um das Dorf ihrer verstorbenen Mutter zu finden. Ein Dorf, das auf keiner Karte eingezeichnet ist. Das jedoch genau der Junge kennt, der in Emily von der ersten Sekunde an Gefühle auslöst, die irgendwo zwischen Himmel und Hölle schwanken …
Emily kann es nicht fassen! Am Tag ihres Abiturs erhält sie einen Brief ihrer verstorbenen Mutter, in dem diese Emily in geheimnisvollen Worten beschwört, das Dorf aufzusuchen, das einst ihre Heimat war. Kurzerhand steigt Emily in München ins Flugzeug – und landet allein und vom Regen durchnässt mitten im englischen Dartmoor. Hilfe naht in Form eines Geländewagens, darin Matt, der attraktivste Junge, den Emily je gesehen hat. Als sie ihn nach dem Weg nach Hollyhill fragt, verändert Matt sich jedoch schlagartig. War er zuvor offen und hilfsbereit, stimmt er nun nur widerwillig zu, Emily nach Hollyhill zu bringen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch das einsame Moor landen sie schließlich in dem winzigen Dorf, dessen Bewohner zwar alle ein wenig schrullig, aber freundlich zu Emily sind. Nur Matt, der Junge, in den sie sich Hals über Kopf verlieben könnte, gibt ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Gefühl, unerwünscht zu sein. Bis eines Nachts ein Mörder auftaucht und Emily entführt. Und plötzlich findet sie sich im Jahr 1981 wieder – und dort sind die gewöhnungsbedürftige Mode und ein grimmiger Matt ihr geringstes Problem …

Zum Buch:
Als Emily ihren Schulabschluss in der Tasche hat, erhält sie von ihrer Großmutter einen Brief ihrer Mutter, die diesen bereits vor ihrer Geburt geschrieben hatte.
In diesem bittet sie Emily, ihren Geburtsort in England, Hollyhill, aufzusuchen.  Emily ist mehr als überrascht über diese Bitte und beginnt zu googlen, was sie über das Dorf im Dartmoor erfahren kann. Aber da gibt es nichts, gar nichts zu finden, kein Eintrag und keine Lagebeschreibung.
Aber in ihrem Brief schrieb die Mutter, die bereits mit ihrem Vater tödlich verunglückte, als Emily gerade 4 Jahre alt war, dass sie mit Sicherheit das Dorf finden würde.
Emily lässt sich darauf ein und steigt in ein Flugzeug Richtung London.
Der Busfahrer, der sie ins Dartmoor fuhr, lässt sie im Nirgendwo raus, weit und breit kein Dorf oder ähnliches zu sehen.
Da begegnet ihr Matt, der mit dem Auto unterwegs ist. Obwohl er anfangs recht umgänglich war, wirkt er zurückweisend, als sie ihn nach Hollyhill fragt. Er kennt das Dorf und nimmt sie mit.
Eigenartige Menschen begegnen ihr im Dorf und sie hat das Gefühl, dass dort irgendetwas nicht stimmt und auch, dass alle über sie reden. Sie kann sich keinen Reim darauf machen.
Eines Tages wird sie von einem aus dem Gefängnis ausgebrochenen Mörder bedroht und findet sich plötzlich gemeinsam mit Matt im Jahr 1981 wieder ...

Dieses Buch, das mit seinem gelben Cover ein ausgesprochener Hingucker ist, ist das Erstlingswerk der Autorin Alexandra Pilz.
Es ist ein Jugendroman, der sich mit dem Thema Zeitreisen beschäftigt. 

Die Protagonistin Emily ist ein junges Mädchen von 17 Jahren, mit dem ich erst im Laufe der Zeit warm wurde. Wo sie anfangs noch naiv und flachsig war, entwickelte sie im Lauf der Geschichte Verantwortungsgefühl und Loyalität.
Sie verliebt sich in Matt, der sich aber nicht wirklich auf sie einlassen will.
Es beschäftigt sie, dass die Dorfbewohner von Hollyhill über sie reden und sie beobachten, ohne ihr mitzuteilen, warum sie so sind.
Erst als sie mit Matt die Zeitreise ins Jahr 1981 unternimmt, wird ihr die Einzigartigkeit des Dorfes bewusst.

Leider erfährt der Leser auch nicht allzuviel von Matt, so dass es mir schwer fiel, ihn zu mögen.
Ebenso bleiben die meisten Dorfbewohner farblos und uninteressant, da nur oberflächlich mit ihnen umgegangen wird. 
Das finde ich gerade bei Emilys Großmutter mütterlicherseits sehr schade, denn diese lernt Emily dort erst kennen. Da fehlten mir an der Stelle einfach die Gefühle, die zwangsläufig auftreten, wenn ich meine Enkelin das erste mal sehen würde. Die Lieblosigkeit, mit der die Großmutter ihrer Enkelin entgegenkam, konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.

Die Geschichte, die anfangs langsam vor sich hin plätscherte, nahm mit Ausbruch des Mörders an Tempo zu. Von da an überschlugen sich die Ereignisse, in die Emily hineingezogen wurde. 

Dem Leser wurden mit Ende des Buches nicht alle Fragen beantwortet, die sich während der Lektüre ansammelten. Da es aber noch einen weiteren Teil geben soll, gehe ich davon aus, dass sich einige Fragen, speziell auch zum Dorf direkt, noch klären werden.

Mit diesem Roman hat man ein Jugendbuch in den Händen, in denen es nicht nur um Zeitreisen geht. Er enthält Elemente eines Liebesromans, aber auch eines Krimis, so dass der jugendliche Leser voll auf seine Kosten kommt, wenn er es gern gefühlvoll und spannend mag. 


Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Heyne-Verlag)
Alexandra Pilz hat am gleichen Tag Geburtstag wie Jane Austen. Die Journalistin liebt England, hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten, lebt mit Mann und Katze in München und träumt von einem Cottage in Cornwall. "Zurück nach Hollyhill" ist ihr Debütroman.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei 
und dem Verlag 

bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 24. Februar 2013

[Neuzugänge] der 8. KW 2013

Die Zeit rast und was passiert? Das Katzenpersonal kommt geschlossen so gut wie gar nicht zum Lesen, was uns allerdings nicht davon abhält, neuen Büchern ein Zuhause zu geben, frei nach dem Motto: Es lebe der SuB-Aufbau. Diese waren es in der vergangenen Woche:

Kerrys Neuzugänge: 


Kleeblatts Neuzugänge:
  

Dunne, Patrick - Die Opferstätte
Jacobs, Louise - Café Heimat
Tsokos, Michael - Die Klaviatur des Todes

Durch Anklicken der Bilder kommt ihr zu den Informationen




Wir wünschen euch einen schönen Rest-Sonntag und eine tolle Woche

Kleeblatt und Kerry   
 

Samstag, 23. Februar 2013

[Rezension] Jules Verne - 20000 Meilen unter dem Meer


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 192
ISBN: 978-3-777-90453-5
Erscheinungstermin: 1. Januar 1989
Format:
Hardcover
Verlag: Hoch

Klappentext gem. Amazon (Klappentext auf Buch nicht lesbar, da mit Bibliotheksbarcode überklebt):
Professor Aronnax und sein Diener Conseil machen sich auf die Suche nach dem unbekannten Seeungeheuer, das für zahlreiche rätselhafte Schiffsunglücke verantwortlich sein soll. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Seeungeheuer um die „Nautilus“ handelt, das Unterseeboot des seltsamen Kapitäns Nemo. Der Professor und sein Diener verbringen eine Zeit auf dessen Schiff und erleben eine faszinierende Unterwasserwelt, aber auch Kämpfe mit Haien und Riesenkraken.


Rezension:
Am 20. Juli 1866 wird von der "Governor Higginson" 5 Meilen vor der Küste Australiens ein riesiges Meerestier gesichtet. Nur 3 Tage später, am 23. Juli 1866 wird genau dieses Tier von der "Christobal Colon" im Stillen Ozean entdeckt. Ein Rauen geht um die Welt - welches Tier kann solche Ausmaße annehmen, ist es gefährlich? Am 13. April 1867 kann diese Frage geklärt werden, als das Meeresungeheuer die "Scotia" angreift. Jetzt ist die Jagd auf das unbekannte Wesen eröffnet.

Kommandant Farrragut, der Kapitän der "Abraham Lincoln" hat die ehrenvolle Aufgabe, das Tier zu jagen und zu erlegen. Professor Arronax, der sich zu der Zeit in Amerika aufhält, bekommt die Möglichkeit, die "Abraham Lincoln" kurzfristig zu begleiten. Mit seinem Diener Conseil, der sich bereits seit 10 Jahren in den Diensten Arronax befindet, macht sich Arronax auf den Weg, denn er, Forscher und Entdecker, will sich die Chance nicht entgehen lassen, das Tier mit eigenen Augen zu sehen.

Am 5. November 1867 kann der kanadische Harpunier Ned-Land tatsächlich die Sichtung des Ungeheuers melden. Ab dem 6. November 1867 macht die Crew der "Abraham Lincoln" Jagd auf das Ungeheuer. Doch das Tier ist cleverer und stärker, als gedacht. Immer wieder hält es Abstand zu seinen Verfolgern und wenn ein Angriff möglich ist, verpufft dieser ergebnislos. Bei einer letzten Angriffwelle geht Arronax über Bord. Sein teuer Diener springt hinterher, um ihn zu retten. Doch das Schiff fährt weiter und überlässt die Beiden ihrem Schicksal. Mit Teamarbeit schaffen sie es, zu überleben und stoßen mitten auf dem Ozean auf Ned-Land. Wie sich herausstellt hat er Zuflucht auf dem "Ungeheuer" gefunden, dass sich als gigantisches Schiff herausstellt. Es gelingt ihnen, an Bord zu kommen und sie begegnen Kapitän Nemo von der "Nautilus". Sie ahnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Nemo auf einem Rachefeldzug ist und dass sie ihn über 10 Monate und 20000 Meilen begleiten werden ...


Ein Klassiker schlecht hin! Der Plot wurde detailliert und bildgewaltig erarbeitet, jedoch ist das Meer einfach nicht mein Ding. So viel Wasser ist einfach nicht meine Welt. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass sich das Buch förmlich von selbst gelesen hat. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, jedoch hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Sicherlich gibt es Ausgaben dieses Buches, die deutlich umfangsreicher sind, ich denke mal, bei dieser "dünnen" Ausgabe, wurde einfach ziemlich viel weggelassen, was Charaktere und Eigenschaften anging.


Bewertung

Der Autor:
Jules-Gabriel Verne (* 8. Februar 1828 in Nantes; † 24. März 1905 in Amiens) war ein französischer Schriftsteller. Bekannt wurde er vor allem durch seine Romane Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (1864), 20.000 Meilen unter dem Meer (1869–1870) sowie Reise um die Erde in 80 Tagen (1873). Neben Hugo Gernsback, Kurd Laßwitz und H. G. Wells gilt Jules Verne als einer der Begründer der Science-Fiction-Literatur. (übernommen von Wikipedia)


Wie ich zu dem Buch kam:
Ich brauchte für eine ganz bestimmte Challenge unbedingt ein Buch, dass eine höhere Zahl im Titel hat, als das Buch Seiten. Deswegen habe ich gezielt die Bücher gestürmt und nach diesem Titel gesucht. Aus Zeitgründen habe ich mich allerdings für die dünnere Kinderbuchvariante entschieden ^^

[Rezension] John Maylynn - Satans Erbe


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 390
ISBN: 978-9-963-28140-4
Erscheinungstermin: 18. Juli 2012
Genre: Mystery
Verlag: bookshouse



Klappentext gem. bookshouse Verlag:
»Wenn die Hölle ihre Dämonen verstößt, kennt das Leben kein Erbarmen mit denjenigen, die das Pech haben, einer zum Psychopathen gereiften Kreatur zu begegnen, die wieder ins Höllenreich aufgenommen werden will.«

Interlaken, Schweiz. Hier behandelt Dr. med. Sibylle Bachmann, forensische Traumatologin und Stationsärztin einer psychiatrischen Luxusklinik, im Jahr 2008 die 23-jährige Elisa, die seit ihrer Einlieferung vor 10 Jahren teilnahmslos vor sich hin vegetiert. Bis sich eines Morgens durch ein geheimnisvolles Manuskript alles ändert. Sibylle stößt auf das Vermächtnis einer Gemeinschaft, mit deren teuflischen Machenschaften Elisa auf geheimnisvolle Weise verbunden scheint und deren Wurzeln Jahrhunderte zurückreichen. Die »Engel der Schwarzen Rose«.


Rezension: 
Seit annähernd 10 Jahren lebt die 23-jährige Elisa in einer Psychiatrischen Privatklinik in der Schweiz. Die junge Frau hat keine Vergangenheit und vegetiert seit ihrer Einlieferung als Kind teilnahmslos vor sich hin. Die Kosten für ihre Unterbringung werden von einem ehemaligen Insassen bezahlt, doch über Elisa selbst ist nichts bekannt. Vor über 10 Jahren wurde sie vor einer Haustür in Interlaken gefunden, nackt, nur mit einer Decke bedeckt und einem goldenen Armband mit dem Namen "Elisa" darauf. Fest steht: Bereits als Kind muss sie mehrfach schwer sexuell missbraucht worden sein, doch niemand hat ein passendes Kind auch nur als vermisst gemeldet - es ist so, als würde sie nicht existieren. Auch die Behörden konnten hier nicht weiterhelfen. Als jedoch am 24.10.2008 Elisa anonym ein Brief zugespielt wird, erwacht sie aus ihrer Erstarrung. Ihre behandelnde Ärztin Dr. Sibylle Bachmann weiß, dass dieser Brief einen Durchbruch in der Behandlung erzielt hat, doch wird Elisa damit klar kommen, sich an immer mehr aus ihrer Vergangenheit zu erinnern - und die Erinnerungen kommen schnell und gewaltig zurück ...

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt, Elisas Geschichte beginnt an Weihnachten 1974, als der 27-jährige Benni von Felthen, wie jedes Jahr, sein Wohlfühl-Leben in Australien unterbricht, um Weihnachten mit seiner Familie in der Schweiz zu verbringen. In dem Jahr freut er sich ganz besonders darauf, seinen Bruder Arno, seine Schwägerin Petra und vor allem die 4-jährigen, eineiigen Zwillinge der Beiden, Lena und Lisa, wiederzusehen. Benni ist ganz vernarrt in die beiden Mädchen, sodass er gerne den Weihnachtsmann für sie spielt. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Im Flugzeug lernt er Ahriman kennen und die Sympathie scheint gegenseitig zu sein, sodass sie sich auf jeden Fall in der Schweiz wiedersehen wollen. Die Familie begeht das Fest wie jedes Jahr mit weihnachtlicher Stimmung und vielen Geschenken für die Kinder. Merkwürdig ist jedoch, dass die Eltern von Arno und Benni, Thomas und Constanze, nicht zum Weihnachtsfest erscheinen. Als die beiden Brüder abends noch die Strecke zum Haus ihrer Eltern abfahren, müssen sie feststellen, dass diese zwar aufgebrochen sind, aber seitdem verschwunden. Kurz darauf wird die Leiche Constanzes gefunden - sie wurde am Weihnachtsabend erschossen, von Thomas fehlt jede Spur, jedoch geht die Polizei davon aus, dass auch er Opfer eines Verbrechens geworden ist.

Doch mit dem Tod von Constanze und Thomas kehrt das Unglück über die Familie ein. Wenige Tage später wird Petra bei einem Unfall schwer verletzt und stirbt und auch die kleine Lena erleidet einen schweren Unfall. Lange wird um das Leben des kleinen Mädchens gekämpft - vergeblich, auch sie wacht nicht wieder auf. Arno, der lange am Krankenbett seines Kindes gesessen hat und über Wochen und Monate die Hoffnung nicht aufgab, kehrt als gebrochener Mann in sein Haus zurück. Arno, der sein Herz gegenüber seiner Trauer verschlossen hat, hat im Leben nur noch ein Ziel: Lisa zu beschützen, denn sie ist das einzige, was von seiner einst glücklichen Familie übrig geblieben ist. Auch Benni beschließt, nicht nach Australien zurück zu kehren und seinen Bruder bei der Erziehung von Lisa zu unterstützen. Es dauert jedoch nicht lange und Arno entwickelt sich zu einem Tyrannen ohne Gleichen, Lisa darf keine Freunde haben, darf nicht zur Schule gehen, darf das Haus nicht verlassen - alles zu ihrer Sicherheit, denn außerhalb des Hauses lauern Gefahren. Unterstützung findet Lisa nur bei ihrem Onkel, doch auch der ist gegen seinen Bruder machtlos. Benni tut alles, um seiner Nichte ein erträgliches Leben zu bereiten, aber er weiß: Es ist nicht gut für sie, wie sie lebt. Denn gerade durch die unerträgliche Situation im Hause, verwacht Lisas Rebellionskreis immer mehr und treibt sie den falschen Leuten in die Arme ...


Was für ein genialer Mystery-Thriller! Der Plot wurde sehr detailliert und abwechslungsreich gestaltet, wobei mir hier sehr gut die Wechsel der Zeitzonen (das Buch spielt u. a. im 12. Jahrhundert, in den 1950ern, 1970ern und 2008) gefallen hat, denn die jeweiligen Kapitel endeten teilweise mit einem richtig bösen Cliffhanger, sodass ich unbedingt weiterlesen muss, mich dann jedoch in einer anderen Zeitzone wiederfand, welche mich dann ebenfalls vollkommen in ihren Bann geschlagen hat. Die Figuren wurden sehr facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir hier die Figur des Arno ganz besonders gut gefallen hat. Die Wandlung vom liebenden Familienvater zum Tyrannen war einfach perfekt und das schlimmste ist: Ich konnte es jederzeit nachvollziehen, denn seine Handlungen waren, aus Angst um sein einziges Kind, jederzeit nachvollziehbar. Generell kann ich sagen, dass alle Figuren ganz fantastisch erarbeitet waren, in einer jeden gehen grundlegende Veränderungen hervor und dennoch sind diese immer nachvollziehbar und verständlich und ich kann euch sagen, die Charaktere wandeln sich teilweise gewaltig. Den Schreibstil empfand ich als angenehm und spannend zu lesen, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte (was u. a. auf die eingebauten Cliffhanger zurück zu führen ist) und ich dieses Buch förmlich inhaliert habe. Bei diesem Werk handelt es sich um das erste des Autoren, dass ich gelesen habe - aber es war bestimmt nicht das letzte. Von solchen Büchern möchte ich definitiv mehr lesen!

Bewertung



Der Autor:
John Maylynn wurde 1951 in West Ham, London geboren und wuchs in der Schweiz, Deutschland und England auf.
Der Entdeckergeist ist ihm in die Wiege gelegt worden, deshalb machte er früh sein Hobby zum Beruf und verband das für ihn Schönste mit dem Nützlichen.
Seit John "in Rente" ist, gondelt er weiterhin durch die Weltgeschichte, fotografiert und schreibt, immer in Begleitung seiner Labrador Retriever Hündin. (übernommen von bookshouse Verlag)

Zur Facebook-Seite des Autorn kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei 

bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 22. Februar 2013

[Rezension] Louise Jacobs - Fräulein Jacobs funktioniert nicht




Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Knaur HC (1. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426655233
ISBN-13: 978-3426655238
Größe und/oder Gewicht: 20,7 x 13,2 x 3 cm

Inhalt gem. Knaur-Verlag:
Louise Jacobs wird in die bekannte Kaffeeröster-Dynastie Jacobs hineingeboren. Und von vornherein steht fest: Auch sie soll einmal erfolgreich werden. Doch als Louise in die Schule kommt, wird bald klar, dass sie Mühe haben wird, mit den anderen mitzuhalten. Das Schreiben fällt ihr schwer, die Zahlen wirbeln bunt durch ihren Kopf. Ein Makel in ihrem leistungsorientierten Umfeld, den ihr zahlreiche Therapeuten und Nachhilfelehrer auszutreiben versuchen – vergeblich. Louise wird immer mehr zur Außenseiterin. Mit fünfzehn erkrankt sie an Magersucht und wird in eine Klinik eingewiesen. Nach der Entlassung ist vieles besser – doch die Frage bleibt: Was anfangen mit einem Leben, in dem man aus der zugedachten Rolle fällt? Und wo die Heimat finden, die man zu Hause vergeblich sucht? Louise flüchtet sich auf die Farm ihres Vaters in Vermont. Hier, inmitten der Natur, kann sie das sein, wovon sie als Kind immer geträumt hatte: frei. Und nicht nur das: Hier findet sie auch die Bestimmung für ihr Leben.

Zum Buch:
Louise, eins von 6 Geschwistern, ist ein Kind wie jedes andere ... Bis sie zur Schule kommt. Plötzlich ist sie nicht mehr wie alle anderen, denn bei ihr wird Legasthenie diagnostiziert. Es reicht aber nicht, dass sie Probleme mit dem Lesen hat, sie kann auch nicht Rechnen, weder addieren noch subtrahieren. Die Folge darauf - Untersuchungen, Therapien, Übungen, Nachhilfen, Lernen, das zum absoluten Leistungsdruck mutiert.
Durch ihr zusätzliches Lernpensum, das sie täglich  zu absolvieren hat, verliert sie den Anschluss an ihre Klasse. Freunde hat sie keine, sie gehört nicht dazu und sie entwickelt sich zum Außenseiter.

Sie träumt davon, ein Cowboy zu sein, eine große Farm zu besitzen und abseits vom geschäftigen Leben der Allgemeinheit zu wohnen.
Ihr Vater besitzt in Vermont eine Farm, auf der sie sich wohl fühlt und wo sie sie selber sein kann.

Nachdem sie sich durch viele Klassen in der Schweiz gequält hat, nutzt sie die Chance, in den USA zur Schule zu gehen. Dort hat sie es anfänglich etwas leichter, sie versucht dazuzugehören, zwingt sich, auf ihre Mitschüler zuzugehen. Als sie sich zum allerersten Mal verliebt, in Mike, scheint es zu funktionieren, denn Mike hat einen großen Freundeskreis und ist beliebt. Aber diese Liebe ist nicht von Dauer, sie steht wieder fast allein da. Sie lernt wie besessen und verlangt ihrem Körper vieles ab, indem sie ihn sportlich antreibt. Vor lauter Sport und Ehrgeiz vergisst sie zu essen und wiegt eines Tages nur noch 39 kg.
Nach einem Jahr in den USA holen ihre Eltern sie wieder zurück in die Schweiz, wo sie nie wieder zurückkehren wollte, jedenfalls nicht längerfristig.
Ihre Eltern weisen sie in eine Heil- und Erholungsstätte für psychisch, psychosomatisch und suchtkranke Menschen ein und retten ihr damit wahrscheinlich das Leben.

Wird es ihr gelingen, sich körperlich zu erholen und einen Schulabschluss zu erhalten, den ihre Eltern für absolut erforderlich halten? ...

Louise wurde mit dem legendären Löffel im Mund geboren, denn ihre Eltern gehören zur Kaffeeröster-Dynastie Jacobs. Dieser Name verpflichtet, sie ist zu höherem geboren. 
Dass sie die Erwartungen nicht erfüllen wird, zeigt sich bereits in der 1. Klasse, als festgestellt wurde, dass sie Legastheniker ist.

Die Autorin Louise Jacobs schreibt mit diesem Buch ihre Biographie. Sie ist schonungslos offen und lässt den Leser an ihrem Leben teilhaben.
Ihre Ängste und Sorgen bezüglich des Pensums in der Schule sowie ihre immer weiterschreitende Vereinsamung bringt sie zu Papier. Ihre Verzweiflung über ihr Unvermögen und ihren Hass auf sich selbst lässt sie genauso wenig aus wie ihre Bemühungen, Freunde zu finden. 
Ganz oft hatte ich das Bedürfnis, Louise einfach nur in den Arm zu nehmen und wie ein Schutzschild vor ihr zu stehen.
Von ihr wurde immer nur gefordert, sie sollte "ticken" wie eine Jacobs und dabei wurde sie immer einsamer, so dass der Wunsch in ihr reifte, sie möchte ein Cowboy sein.
Aber Louise ist stark und sie rappelt sich auf, geht mutterseelenallein nach Amerika, um dort ihre Schule erfolgreich beenden zu können.
Sie will nur noch weg aus der Schweiz, auch wenn ihre Familie dort lebt, sie selbst fühlt sich dort nur eingeengt.
Auch an dem, was sie in dem einen Jahr in Amerika erlebt, lässt sie den Leser teilhaben, an ihrer Freizeit auf der Farm ihrer Eltern und in der Schule. 

Sehr beklemmend empfand ich die Zeit, die sie in der Heilstätte verbrachte. Ihre Erlebnisse dort reichen für ein eigenes Menschenleben. Dass sie dort überlebt hat, welchen Willen und welche Stärke sie dort aufbringen musste, um dort wieder rauszukommen zollt ihr meinen Respekt, vor allem, wenn man bedenkt, wie jung sie derzeit war.
  
Nie hatte sie es leicht, es gab auch für ein Fräulein Jacobs keine Sonderkonditionen, so dass sie wirklich behaupten kann, alles was sie heute ist, hat sie sich schwer erarbeitet.

Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben. 
Sie ist zu Besuch auf der Farm in Vermont und erzählt im fließenden Wechsel zwischen jetzt und ihrem bisherigen Werdegang. Das hatte mich anfangs ein wenig irritiert, aber an die Wechsel gewöhnt man sich schnell, auch wenn es keine Überschriften dazu gibt.

Ein schonungslos ehrliches Buch über eine sehr sympathische Frau, die hier ihre Biographie vorstellt. Ihr Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich sehr gut lesen.
Wenn ich ehrlich bin, sagte mir die Autorin bisher nichts, aber nun werde ich dafür sorgen, dass ich auch die anderen bereits erschienenen Bücher von ihr lesen werde.
Ich für mich kann nur hoffen, dass sie noch viel veröffentlichen wird.
Louise Jacobs selbst wünsche ich, dass sich alle ihre Wünsche und Hoffnungen erfüllen, sie hat es verdient. 

Das ist ein Buch, das ich uneingeschränkt und gern weiter empfehle.

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text von Knaur)
Louise Jacobs, geboren 1982, wuchs in der Schweiz und den USA auf. Ihr erstes Buch "Café Heimat", die Geschichte ihrer Familie, erschien 2006 und stand monatelang auf der Bestsellerliste.


HIER beantwortet die Autorin 10 persönliche Fragen 



Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt