Freitag, 27. Dezember 2013

[Rezension] Stefania Bertola - Happy End und Blümchenkaffee



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479983
ISBN-13: 978-3442479986
Originaltitel: Romanzo Rosa
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,4 cm

Inhalt gem. Goldmann-Verlag:
Mit 58 Jahren, da fängt das Leben an. Und für die Liebe ist man nie zu alt!
Olimpia, 58 Jahre alt, Bibliothekarin und Single mit zwei Katzen, träumt schon lange von der Schriftstellerei. Wenn nicht jetzt, wann dann? Kurzerhand kratzt sie ihre Ersparnisse zusammen und besucht einen Schreibworkshop, der ihr in einer Woche das nötige Handwerkszeug vermitteln soll, um einen Heftchenroman zu schreiben. Unter den Augen der gestrengen Kursleiterin Leonora, einer Grande Dame der Groschenliteratur, verfassen die sechzehn Teilnehmer Geschichten voller Liebe und Leidenschaft. Doch Herzflattern und amouröse Verwicklungen gibt es nicht nur auf dem Papier – sondern auch im echten Leben ...

Zum Buch:
Die alleinstehende, sich mit Pseudonym nennende Olimpia, will sich einen Wunsch erfüllen. Sie kratzt ihr Geld zusammen, nimmt Urlaub und will in einer Woche an einem Schreibworkshop teilnehmen, um ihre schriftstellerischen Ambitionen auszuleben.
Die Kursleiterin Leonora, die selbst seit Jahren unter Pseudonym arbeitet und schon viele Hefte für Melody veröffentlicht hat, leitet diesen Kurs und hilft den 16 Kursteilnehmern, nach vorbestimmten Auflagen, einen Roman für Melody zu schreiben.
Olimpia nimmt die Sache ernst und arbeitet gewissenhaft mit, setzt die Vorschläge der Leiterin in ihren Kapiteln um. Unter Anleitung lassen sie alle ihre Fantasie spielen, entwerfen Szenarien und diskutieren über diese. 
Wird es ihnen gelingen, die hohen Anforderungen von Leonora zu erfüllen?

Ich muss gestehen, dass ich mich mit diesem Roman sehr schwer getan habe.
Für die ersten 25 Seiten habe ich tatsächlich 3 Tage gebraucht, ich kam einfach nicht an den Roman ran.

In dem Roman dreht sich alles um das Schreiben eines kleinen Romans für eines dieser Groschenhefte. Die Kursleiterin Leonora, die bereits etliche Hefte veröffentlicht hat und Erfolge damit feiert, hat für jeden Tag Regeln verteilt, was in einem Roman enthalten sein darf und was nicht. Da geht es um den Aufbau, die Protagonisten, den Handlungsort. Es werden Beispiele gebracht, was in einem Roman drin sein darf und was nicht.
Die Teilnehmer müssen sich an diese Regeln halten. Jeden Abend schreiben sie ein Kapitel fertig und schicken dieses abends per Mail an Leonora, damit diese am kommenden Tag erläutern kann, was davon machbar ist und was nicht.

Nicht alle ihre Entscheidungen werden kommentarlos umgesetzt, es wird in der Gruppe diskutiert und es werden Hinweise gegeben.

Der Roman ist unterteilt in die Stunden während des Kurses, den Anleitungen von Leonora, den Romankapiteln von Olimpia und deren abendlichen Schreiben ihres Romans.
So richtig kam ich leider nicht in den Roman rein, da ich nicht willens bin, selbst einen zu veröffentlichen. Sehr akribisch sind die Anleitungen zum Thema, wie man einen Roman schreibt. Für mich als Leser war es uninteressant, unter welchen Gesichtspunkten ein Roman entstehen soll.
Die Protagonistin Olimpia blieb auch leider sehr farblos, die Stunden, die man sie zu Hause privat erleben durfte, waren mit Schreiben gefüllt, so dass ein Kennenlernen des Menschen Olimpia nicht wirklich möglich war.

Selbst ihre entstehende Geschichte konnte mich nicht wirklich begeistern, es war vom Niveau eben auch ein Groschenroman und das ist leider nicht meine bevorzugte Literatur.
Durch die sprunghafte Aufteilung in dem Roman wurde dieser komplett zerrissen und bildet in meinen Augen keine Einheit mehr, zumal mich, wie bereits erwähnt, die Abschnitte mit den Anleitungen überhaupt nicht interessierten.

Mich konnte dieser Roman leider überhaupt nicht überzeugen. Sollte jemand die Absicht haben, einen Groschenroman zu veröffentlichen, wäre das allerdings das erste Buch, was ich ihm empfehlen würde.


Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von Goldmann-Verlag)
Stefania Bertola ist Übersetzerin, Radiomoderatorin und Drehbuchautorin für den italienischen Fernsehsender Rai 2. Ihre witzig-frechen Romane sind stets große Erfolge – nicht nur in Italien. Stefania Bertola lebt und arbeitet in Turin.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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