Dienstag, 10. Dezember 2013

[Rezension] Patrick Satters - Der Gott des Todes (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2735 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 344 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00G4DH852

Klappentext gem. Amazon:
Azur wird nach seinem Selbstmord als Todesengel wiedergeboren, dazu verdammt für alle Ewigkeit in den Einöden der Unterwelt die Seelen der Menschen einzusammeln. Fast aller Erinnerungen an sein menschliches Dasein beraubt, ist Azur nur noch eines geblieben: Die Sehnsucht nach seiner geliebten Frau. Um zu ihr zurückzukehren, muss er der Unterwelt entkommen und das Geheimnis seines Selbstmords offenbaren. Azur begibt sich auf eine Reise in eine mittelalterliche Welt voller Mysterien und Gefahren, die ihn mehr kosten könnte, als nur sein Leben.


Rezension:
Azur ist ein Todesengel und lebt in der Unterwelt. Er weiß, dass er in seinem früheren Leben Selbstmord begangen haben muss, denn sein jetziges Dasein ist die Strafe für einen Selbstmord auf Erden. Warum er sich das Leben genommen haben soll, weiß er hingegen  nicht. Er ist unglücklich mit seiner Existenz, die ihn zwingt, die Seelen auf Erden einzusammeln. Seine einzige "Gesellschaft" in der Unterwelt ist Kerdis, ebenfalls ein Todesengel, doch dieser quält ihn, wo er nur kann. Azur weiß fast nichts mehr aus seinem vorherigen Leben, nur dass es eine Frau gibt, die er über alles liebt.

Er kann sich mit seiner Existenz, wenn man es denn als solche beschreiben kann, nicht mehr ertragen. Er will zurück, zurück in seine Welt und herausfinden, was passiert ist. Es gelingt ihn, denn Gott des Todes zu einer Wette zu überreden und diese zu gewinnen, sodass er schlussendlich als Mensch zurückkehren kann. Seine Erinnerungen sind weiterhin verworren, nur langsam, Stück für Stück setzt sich seine Vergangenheit wie ein Puzzle zusammen. Als Mensch landet er in der Stadt Serdden. Hier muss er mit ansehen, wie Lord Sicon, der Stadthalter und Steuereintreiber des Königs, das Volk knechtet und quält. Er kann diese Ungerechtigkeit nicht ertragen und schreitet helfend ein. Damit schafft er sich einen neuen Feind, wird aber zum Held des einfachen Volkes.

Kurze Zeit später lernt er in einer Gastwirtschaft den Bettlerkönig kennen. Dieser ist eigentlich Lord Numenez von Steer, ein unehelicher Sohn des Königs und fristet sein Dasein von einem Tag zum anderen. In Azur sieht er die Chance gekommen, einzufordern, was ihm rechtmäßig zusteht. Er berichtet Azur von einem grünen Kristall, der Drachenträne, den der König besitzt und den er während eines Maskenballs nur hochwohlgeborenen Bürgern zur Schau stellt. Azur weiß, um was für einen Stein es sich handelt. In seinem vergangenen Leben hatte er mit diesem Kristall zu tun und er weiß, wenn er diesen nur kurz berühren könnte, würde sich seine Vergangenheit enthüllen. Gemeinsam machen sich Numenez und Azur auf zum Maskenball des Königs. Doch bis sie dort angekommen, müssen sie einer Menge Gefahren trotzen und immer wieder ist ihr Leben bedroht. Was jedoch wird sich in Azurs Vergangenheit offenbaren?


Der 1. Band der Reich-der-Götter-Trilogie! Der Plot wurde ausgesprochen abwechslungsreich und spannend erarbeitet, ja es war sogar so "schlimm", dass ich zwischendrin kaum zum Luftholen gekommen bin, so haben sich die Ereignisse überschlagen. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich Azurs Vergangenheit immer nur stückweise enthüllt hat und auch immer nur dann, wenn er einen Gegenstand berührt hat, mit dem er in seinem vorherigen Leben bereits in Kontakt stand. Das ganze Buch war wie eine aufregende Schnitzeljagd, in der ein Abenteuer das andere jagte. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir hier natürlich die Figur des Azur ganz besonders ans Herz gewachsen ist, denn obwohl er nichts über seine Vergangenheit weiß, weiß er doch instinktiv, was Recht und was Unrecht ist und er ist bereit, sich immer auf die Seite zu schlagen, die sein Herz ihm vorgibt, egal, welche Konsequenzen ihm drohen. Auch die Figur des Numenez konnte mich mit seiner teilweise verschlagenen Art von sich einnehmen, denn im Grunde seines Herzens, gehört auch er zu den Guten, auch wenn es ihm nicht immer so leicht fällt, danach zu leben. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd und bildgewaltig, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, denn ganz ehrlich, was auch immer gerade passierte wurde so wunderbar in Worte gefasst, dass ich das Gefühl hatte, mittendrin, statt nur dabei zu sein und ein solches Abenteuer konnte ich nun beim besten Willen nicht unterbrechen. Jetzt hoffe ich natürlich darauf, dass der 2. Band möglichst rasch erscheint, diese Ungewissheit, wie es jetzt weiter geht, ist gar nicht gut für meinen Gemütszustand.

Bewertung
Der Autor: 
Patrick Satters ist ein deutscher Fantasy Autor und Tagträumer, der den ganzen Tag über sein nächstes Werk nachdenkt. Bereits mit zwölf Jahren begann er mit dem Schreiben und versuchte sich an Gedichten und simplen Kurzgeschichten, die mit der Zeit zu langen Romanen und Serien wuchsen. Seine Geschichten sind inspiriert von J.R.R. Tolkiens Werken und behandeln stets Themen über Götter, Todsünden, sowie die menschliche Psyche. Sein Ziel ist dabei stets den Leser mit neuen und interessanten Geschichten zu faszinieren. Sie in eine andere Welt zu entführen. (übernommen von Amazon)

Zum Blog des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Keine Kommentare: