Dienstag, 5. November 2013

[Rezension] Michaela Grünig - Wie ich Brad Pitt entführte


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 522 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 332 Seiten

Verlag: Knaur eBook
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00CPEFVMQ


Klappentext gem. Amazon: 
Vicky Leenders, die verwöhnte und etwas naive Tochter eines reichen und einflussreichen Kölner Geschäftsmannes, verliebt sich in Tom Schneider, dem Star einer TV Soap-Opera, die in der Kölner Südstadt spielt. Da für sie die Grenzen zwischen Fiktion und Realität nicht immer eindeutig verlaufen, hält sie das Alkoholproblem, mit dem Tom sich laut der Regenbogenpresse herumschlägt, für echt, und entführt ihn kurzerhand, um ihn zum Entzug zu zwingen. Über ihre Abenteuer bei dieser Entführung schreibt sie in einem Blog.

Natürlich bleibt diese Entführung nicht unbemerkt, sie ruft die Polizei und einen Reporter des lokalen Boulevardblatts auf den Plan…


Rezension:
Die 30-jährige Victoria Katharina Alberta Frederike Leenders, kurz Vicki genannt, ist eine verwöhnte Tochter aus gutem Hause. Vicki führt ein sorgenfreies Leben als "Studentin", wobei sie sich schon seit einiger Zeit nicht mehr in der Uni hat blicken lassen, aber egal, Daddy kommt ja für den Lebensstil auf und von daher muss sie alles, nur nicht arbeiten. Eine ihrer liebsten Freizeitbeschäftigungen ist "Südstadt". Hierbei handelt es sich um eine wöchentliche Serie um einen "einsamen Reiter, der für das Gute kämpft". Die Serie spielt in Köln, die Stadt, in der auch Vicki Zuhause ist

Doch was sie in letzter Zeit über Thomas "Tom" Schneider, dem Hauptdarsteller der Serie in einschlägigen Magazinen gelesen hat, gefällt ihr gar nicht. Wie es aussieht, scheint Tom ein ernsthaftes Alkoholproblem zu haben, eine Tatsache, die Vicki einfach nicht weiter ignorieren kann. Eines steht fest: Sie muss Tom einfach helfen. Doch Vicki wäre nicht Vicki, wenn sie einfach mit ihm in Kontakt treten und ihre Hilfe anbieten würden, nein, sie entführt Tom kurzerhand, um ihn in ihrer Wohnung zu "entgiften" und "clean" zu bekommen.

Nachdem Tom in Vickis Wohnung zu sich kommt, hält er die ganze Aktion anfänglich für einen Scherz, doch dass dem nicht so ist, bekommt er ziemlich schnell mit. Als dann auch noch die Polizei in Gestalt des entzückenden Max Benninger vor der Tür steht, beschließt Tom jedoch, die Situation zu seinem Vorteil zu nutzen. Er hält sich bei Vicki versteckt, um mit Hilfe von Hans-Jörg "Blitzi" Borutta, einem ortsansässigen Lokalreporter, eine große Story aus seiner Entführung zu machen und seiner Karriere endlich etwas mehr Schwung zu geben. Brenzlig wird es jedoch, als sich Max Benninger augenscheinlich in Vicki verliebt und dementsprechend öfter ihre Nähe sucht und ganz nebenbei, auch noch den entführten Tom ...


Eine Entführung mit Folgen! Der Plot wurde ausgesprochen erfrischend-frech erarbeitet. Vicki könnte eine ruhiges Leben mit täglichen Shopping-Orgien führen, wenn sie sich nicht in den Kopf gesetzt hätte, ausgerechnet Tom zu helfen - was bei mir als Leserin zu herzhaften Lachanfällen geführt hat. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet und ganz ehrlich, ich mochte sie alle, ohne Ausnahme alle und so ein netter Polizist dürfte auch ruhig bei mir mal vorbei kommen, jedoch bin ich nicht so chaotisch, wie Vicki. Jede Figur wurde so individuell erarbeitet, dass sie alle, ob Haupt- oder Nebencharakter einen sehr hohen Wiedererkennungswert hat. Den Schreibstil empfand ich als locker-leicht-frech, sodass es ein wahrer Genuss war, das Buch zu lesen. Davon hätte ich gerne mehr.

Bewertung

Die Autorin:
Was wäre wenn … frau anstatt das sichere Studium durchzuziehen, doch lieber als Partygirl auf Ibiza angeheuert hätte? Mit dem heißen argentinischen Polospieler durchgebrannt wäre, anstatt den ehetauglicheren Steuerberater zu wählen? Oder “einfach mal so“ ein One-way-Ticket nach LA gelöst hätte? Würde besagte Frau dann jetzt als George Clooneys Freundin zur Oscar Verleihung marschieren? Oder als neurotische Schnapsdrossel auf dem Highway to Hell? Solche Gedankenspiele beschäftigen mich in meinen Tagträumen. Und da ich leider – wie übrigens die meisten Menschen – nur ein Leben zur Verfügung habe, lasse ich meine Romanfiguren all diese verrückten Dinge für mich ausprobieren! Um die Sache zu vereinfachen, teilen die meisten von ihnen meine Charaktereigenschaften und zwar die guten wie die miesen! Die besten Ideen dafür kommen mir immer, wenn ich mit meinen drei Hunden durch den Wald ziehe.  (übernommen von Knaur)

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 

Michaela Grünig

bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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