Samstag, 14. September 2013

[Rezension] Christian Buder - Alice 01: Die Eistoten



Leseprobe

Buchtrailer


Eckdaten:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (19. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629950
ISBN-13: 978-3746629957
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 2,8 cm

Inhalt gem. Aufbau-Verlag:
Eine Mädchenleiche, die aufrecht mitten im Wald steht.
Ein Mörder, der seit Jahren unerkannt tötet.
Ein elfjähriges Mädchen mit einem besonderen Helfer: Wittgenstein, einen toten Philosophen.
Alice ist elf Jahre alt, sehr intelligent und das, was man in ihrer Allgäuer Heimat als besserwisserisch bezeichnet. Und sie hat eine besondere Gabe: Sie spricht mit dem Philosophen Wittgenstein, der 1951 gestorben ist. Er taucht auf, wo sie es am wenigsten erwartet, und verschwindet auch ebenso geheimnisvoll. Als Alice in ihrem Dorf die erfrorene Leiche eines Mädchens findet, ist sie überzeugt, dem Mörder auf der Spur zu sein, der vor Jahren auch ihre Mutter getötet hat. Gemeinsam mit Ludwig Wittgenstein beginnt sie zu ermitteln. Doch niemand schenkt den Vermutungen einer Elfjährigen Gehör, bis auf einen und der will sie zum Schweigen bringen.
Philosophisch, mystisch, spannend – ein Thriller der Extraklasse.

Zum Buch:
Die 11-jährige Alice lebt mit ihrem Vater und ihrer Schwester in einem kleinen Ort im Allgäu. Vor Jahren kam kurz vor Weihnachten ihre Mutter ums Leben. Alice war und ist auch nach all den Jahren die Einzige, die der Meinung ist, dass es sich um Mord und nicht um einen Unfall handelte. Sie versucht schon seit langem das zu Beweisen, stößt aber immer auf taube Ohren. Selbst ihr Vater, ein Polizeibeamter, hört ihr nicht zu und schiebt ihre Ansicht auf das Trauma, die Mutter verloren zu haben.
Der Einzige, der ihr zuhört, ist der 1951 verstorbene Philosoph Wittgenstein. Sie kann ihn sehen und auch mit ihm sprechen.
Als sie gemeinsam mit ihrem Freund Tom im Wald ein stehendes totes Mädchen findet, ist ihr klar, dass dieser Mord mit dem an ihrer Mutter in Verbindung steht. Nur niemand will ihr glauben. Und dann liest sie von den „Eistoten“ und sie beginnt gemeinsam mit Tom dem Geheimnis auf die Spur zu kommen…

Wenn sich ein Autor mit Philosophie beschäftigt, dies sogar studiert hat, dann findet man sicherlich auch Zugang zur Philosophie in seinen Werken. So auch in diesem Buch.
Die 11-jährige Protagonistin Alice, abgeleitet von „Alice aus dem Wunderland“, kann den Philosophen Wittgenstein, der 1951 verstarb, sehen und mit ihm kommunizieren. 
Es scheint fast nicht glaubhaft zu sein, dass sich ein Mädchen in dem Alter mit schwerer Literatur, wie beispielsweise der Philosophie, beschäftigt und sie auch versteht. Ihr Vater hält das alles für Spinnerei und wäre froh, wenn Alice sich mit Puppen beschäftigen würde. Allein durch ihren Großvater erhält sie Unterstützung und Verständnis, der das Besondere in Alice sieht.
Alice glaubte nie an den Unfalltod ihrer Mutter, wie auch sie die Einzige ist, die die vielen Toten um die Weihnachtszeit herum in den vergangenen Jahren nicht als Unfälle gelten lässt. Aber wer hört auf ein 11 Jahre altes Mädchen, das scheinbar auch noch mit Unsichtbaren spricht?
Alles spricht gegen Alice und doch gibt sie nicht auf und versucht, hinter die Geheimnisse zu kommen.

Ein interessanter Plot, den der Autor hier ausgetüftelt hat und den er gut umsetzte. Es ist kein Jugendbuch, was das Alter von Alice anfänglich vermuten lässt. 
Man hat es hier mit einem knallharten Killer zu tun, der über die Jahre unbemerkt mordet und noch nicht fertig ist damit. Ein Mörder aus ihrer Mitte, einem kleinen Ort im Allgäu, der unentdeckt ist und keinen Verdacht erregt.
Lediglich dem Pfarrer beichtet er seine „Sünden“, aber der steht unter dem Beichtgeheimnis.
Keine leichte Aufgabe für Alice.

Ganz langsam, aber kontinuierlich lässt der Autor Alice das Rätsel um die Eistoten lüften, was sie natürlich selbst ins Visier des Mörders geraten lässt.

Die Geschichte ist spannend geschrieben und treibt den Leser vorwärts, möchte er doch wissen, wer sich hinter all dem versteckt. Gegen Ende hat man dann schon langsam eine Ahnung und wird vom Autor doch noch überrascht über die Lösung der Mordfälle.

Aber mit dem Ende war für mich auch noch eine Frage offen, die der Autor mir nicht einmal im persönlichen Gespräch beantworten konnte, was mich ein wenig befremdete.

Das vorliegende Buch ist der erste Teil um die Protagonistin Alice, weitere werden folgen und Alice wird in den kommenden Büchern auch dem Alter angepasst, da kann man gespannt sein, was folgen wird. Ich zumindest bin schon auf den 2. Teil gespannt, der für 2014 angekündigt wurde.     

Bewertung:



Zum Autor:
(Text übernommen vom Aufbau-Verlag)
Christian Buder wurde 1968 in Memmingen geboren. Er studierte erst Betriebswirtschaft und dann Philosophie in Marburg, Paris und Chicago. Als freier Autor und Journalist schrieb Christian Buder Artikel für "Die Zeit" und andere Zeitschriften. Er lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Berlin. „Die Eistoten“ ist sein erster Roman







Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Aufbau Verlag bedanken,

der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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