Freitag, 30. August 2013

[Rezension] Ulrike Herwig - Mein Gott, Wanda



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 272 Seiten
Verlag: Marion von Schröder (13. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3547711843
ISBN-13: 978-3547711844
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 3,2 cm

Inhalt gem. Marion von Schröder-Verlag:
Schweißband und Stützstrumpf – drei Freundinnen krempeln die Ärmel hoch
Wanda, 63, hat gerade ihren Teeladen verkauft und freut sich auf eine Australien-Reise in attraktiver Herrenbegleitung. Da hat ihr Sohn einen Skiunfall und bittet sie, nach seinem Fitnessclub zu sehen. Wanda muss wählen: Kängurus oder Schweißgeruch? Abenteuer oder Familie? Mit ihren Freundinnen Biggi und Marianne inspiziert sie den Club. Biggi wischt gleich mal feucht durch, und Marianne streicht die Eiweißdrinks von der Karte, zu ungesund! Eins steht fest: Hier muss etwas passieren. Schweren Herzens packt Wanda die Koffer wieder aus. Wie soll sie mit den muskulösen Stammgästen zurechtkommen und wie den Club wieder in Schwung bringen?

Zum Buch:
Wanda, die früher einen Teeladen hatte, hat diesen verkauft und ist frühzeitig in Rente gegangen. Manchen Tag hat sie diesen Schritt schon bereut, aber wer konnte denn ahnen, dass Nichtstun so anstrengend sein kann. Es gibt Tage, da langweilt sie sich und weiß nicht, wie sie diese überstehen soll.
Als ihr das Angebot gemacht wird, mit in Urlaub nach Australien zu fliegen, ist sie sofort Feuer und Flamme und sagt zu.
Währenddessen sie schon in den Vorbereitungen zur Reise ist, hat ihr Sohn Stefan beim Snowboarden einen Unfall und ist für längere Zeit ans Bett gefesselt.
Wanda, die sofort zu ihm ins Krankenhaus eilt, glaubt nicht richtig zu hören, als Stefan sie bittet, sich doch in der Zeit seiner Abwesenheit ein wenig ums Fitnesscenter zu kümmern. Es würde ausreichen, wenn sie aufschließt und abends wieder abschließt, Enrico würde sich um den Rest kümmern.
Schweren Herzens bläst Wanda ihre Reise ab, um Stefan zu helfen, ohne zu ahnen, was dabei auf sie zukommt, denn von Enrico fehlt jede Spur …

Manches Mal sollte man sich wirklich gut überlegen, was man sich wünscht. Wanda ist oft, seit sie in Rente gegangen ist, die Decke vor lauter Langeweile auf den Kopf gefallen. Ihr Leben und ihre Freizeit ändern sich jedoch schlagartig, als sie von ihrem Sohn Stefan gebeten wird, doch ein Auge auf sein Fitnesscenter zu werfen.
Ihr erster Rundgang durch eben dieses lässt sie die Hände über den Kopf schlagen. Zu wenig Kunden, ein ziemlich verlotterter Laden, Selbstbedienung im Kühlschrank durch die Kunden, Anschreibsystem und Schulden.
Aber Wanda wäre nicht Wanda, wenn sie sich da nicht voll reinknien würde und das sogar mit Hilfe ihrer Freundinnen und ihrer Tochter, die Buchhalterin ist.
Es stehen einige grundlegende Änderungen, von denen Stefan vorerst nichts wissen darf.

Ulrike Herwig hat mich bereits mit ihrem Buch „Tante Martha im Gepäck“ gut unterhalten, aber nach dieser Lektüre bin ich nun Fan der Autorin.
Wieder einmal ist es die ältere Generation, die die Hand am Ruder hat. Nichts liegt der Autorin ferner, als Mutti im Rentenalter vor den Fernseher zu setzen. Nein, im Gegenteil, jetzt geht es erst richtig los.
Wanda und ihre Freundinnen Marianne und Biggi legen so richtig los, als hätten sie nur auf solch eine Gelegenheit gewartet. Unerschrocken und mutig stellen sie sich sogar dem ein oder anderen Kunden entgegen, alles zum Wohle des Fitnesscenters, wohl gemerkt.

Auf ausgesprochen humorvolle Art wird das Generationsproblem, hier in einem Fitnesscenter, angesprochen. Wo sich normalerweise nur junge Leute tummeln, gibt es auch ein Plätzchen für die Älteren, die das sehr gern annehmen.
Das Engagement der drei Damen, vervollkommnet später noch mit Franziska, Wandas Tochter, ist unglaublich, aber durchweg nachvollziehbar. Die Damen können aus einem Erfahrungsschatz vieler Jahre schöpfen und versuchen auf ihre Art, den Klub zu retten bzw. zu erhalten.

Ein Buch so ganz nach meinem Geschmack. Der Humor ist vom feinsten, die Damen sind einfach nur zum drücken und die Kunden des Klubs – Originale, die ihresgleichen suchen. Man sollte nicht in Eile sein, wenn man das Buch beginnt, denn es fällt verdammt schwer, es wieder beiseite zu legen. Ich konnte es nicht.

Bewertung: 



Zur Autorin:
(Text übernommen vom Ullstein-Verlag)
Ulrike Herwig arbeitete zehn Jahre in London als Deutschlehrerin. Seit 2001 lebt sie mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Seattle, USA. Um sich nicht den ganzen Tag über die verrückten amerikanischen Moms wundern zu müssen, zieht sich Ulrike Herwig so oft es geht an ihren Schreibtisch zurück. Außerdem regnet es ganz schön oft in Seattle, und da will man sowieso nicht vor die Tür. Ideal für eine Autorin!





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


bedanken, die mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat. 


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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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