Samstag, 3. August 2013

[Rezension] Erica Bauermeister - Ein Fest im Sommer



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Page & Turner (22. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442203538
ISBN-13: 978-3442203536
Originaltitel: Joy for Beginners
Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,6 x 3,4 cm

Inhalt gem. Page & Turner:
Ein Garten im Sommer, sieben Freundinnen, ein rauschendes Fest.
Ein Garten in Seattle an einem lauen Sommerabend: Nach einer schweren Krankheit feiert Kate mit ihren sechs besten Freundinnen ein üppiges Fest. Die Stimmung ist ausgelassen, doch als Kates Tochter Robin ihrer Mutter ein Geschenk überreicht, ist diese zunächst etwas hilflos: Es handelt sich um einen Gutschein für eine Rafting-Tour im Grand Canyon – etwas, wovor Kate ausgesprochen Respekt hat. Als ihre Freundinnen sie anfeuern, sie müsse das Geschenk unbedingt annehmen, hat Kate eine Idee: Sie wird die Rafting-Tour unternehmen– aber nur, wenn jede der Freundinnen sich verpflichtet, auch etwas zu tun, was sie eigentlich nie tun wollte. Also schmieden die Freundinnen Pläne für aufregende, verrückte, außergewöhnliche Unternehmungen – und die Abenteuer können beginnen.

Zum Buch:
Kate ... endlich hat sie alles hinter sich gelassen. Sie hat den Krebs besiegt, die Chemo überlebt. Ein Grund zum Feiern denkt sie sich und lädt ihre 6 Freundinnen zu einer "Siegesfeier" ein. Es ist ein Grund der Freude und alle kommen, um mit Kate zu feiern.
Kates Tochter Robin hängt an den Kühlschrank eine Broschüre, die Raftingfahrten durch den Grand Canyon vermittelt. Kate würde mit ihrer Mutter im kommenden Jahr gern diese Tour mitmachen. Kate, alles andere als begeistert, befragt ihre Freundinnen zu dem Vorschlag.
Alle sind begeistert und reden ihr zu, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Marion macht den Vorschlag, dass, wenn Kate im nächsten Jahr die Tour macht, sich Jede verpflichtet, auch irgendetwas zu tun, wovor sie Angst haben oder schon immer mal machen wollten, sich nur nie getraut haben. Den Vorschlag nehmen alle begeistert auf und Kate bedingt sich aus, dass sie festlegen darf, was genau das sein sollte...

Die 6 Freundinnen von Kate lassen sich auf das Wagnis ein, etwas tun zu müssen, was ihnen von Kate vorgeschlagen wurde. Der ein oder anderen ist nicht ganz wohl bei den Aufgaben, weil sie zum Teil bis an ihre Grenzen gehen müssen.
Manch eine Entscheidung ist, wenn man sie als Außenstehender liest, recht simpel. So soll beispielsweise Caroline sich von Jacks Büchern trennen. Jack, ihr geschiedener Mann, ist ausgezogen, hat aber aus Platzgründen seine Bücher dort gelassen. Auch wenn die Aufgabe leicht erscheint, ist sie das für Caroline jedoch nicht.
Eine Freundin soll lernen, Brot zu backen, eine andere eine Reise machen und eine weitere ihren Garten herrichten.

Eigentlich alles Sachen, die sich banal anhören, die aber von Kate wohlüberlegt sind und Sinn machen. Jede von ihnen muss über ihren eigenen Schatten springen und sich bewähren.
Die einzelnen Geschichten der 7 Frauen erzählen nicht nur von der Bewältigung der Aufgaben, sondern im Ganzen auch ihre eigene Geschichte. Dem Leser wird klar gemacht, warum genau diese Aufgaben von Kate ausgewählt wurden.
Auch werden die Anfänge ihrer Freundschaft untereinander erzählt, das sich letztendlich als Netzwerk von Freunden entpuppt. Sie sind teils Geschwister, Freundinnen von Kindheit an oder durch Nachbarschaft zu Freunden geworden.

Als Sara mit ihren Zwillingen an ihre natürlichen Belastungsgrenze gelangte, gründeten die Frauen einen Babybetreungskreis, der sich auflöste, als Kate an Krebs erkrankte. Um sie mit sich selbst und ihren Problemen nicht allein zu lassen, wurde dieser nunmehr zu einem Kreis, der sich um Kate bildete. Sie unterstützten sie bei allem, was möglich war. Achtzehn Monate standen sie ihr bei und bildeten einen Schutzwall um sie.
Das ist Freundschaft in Reinkultur.

Als Leser ist man zum Schluss natürlich auch noch mit Kate und Robin unterwegs bei ihrer Raftingtour.

Auch wenn das Thema der Aufgabenverteilung nicht neu ist, ist es hier gut umgesetzt. Es erinnerte mich vom Thema her an das Buch "In Liebe, Rachel" von Lisa Higgins, das mir sehr gut gefallen hatte. Den Unterschied macht, dass in dem genannten Buch Rachel schon tot war, als sie ihren Freundinnen die Aufgaben hinterließ.
In diesem Buch von Erica Bauermeister kann Kate sehen, wie ihre Aufgaben erfüllt werden und daran teilhaben.

Es ist ein wunderbares Buch zum Thema Freundschaft, Vertrauen, Zusammengehörigkeitsgefühl und Verantwortung.
Mir hat es gefallen und ich empfehle es gern weiter.            

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen vom Page & Turner)
Erica Bauermeister wurde in Pasadena geboren. Sie studierte Literatur an der Universität von Washington, wo sie anschließend Kreatives Schreiben unterrichtete. Nach zwei Sachbüchern über Frauenliteratur beschloss sie, selbst Belletristik zu schreiben, und feierte mit »Das Liebesmenü« ein erfolgreiches Debüt, dem weitere Frauenromane folgten. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Seattle.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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