Samstag, 24. August 2013

[Rezension] Bernhard Albrecht - Patient meines Lebens



Leseprobe

Buchtrailer


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Droemer (1. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426275945
ISBN-13: 978-3426275948
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,6 cm

Inhalt gem. Droemer Knaur -Verlag:
Von Ärzten, die alles wagen
VON MENSCHEN OHNE HOFFNUNG. VON ÄRZTEN, DIE AN GRENZEN GEHEN. GESCHICHTEN AUF LEBEN UND TOD.
Der Arzt und preisgekrönte Wissenschaftsjournalist Bernhard Albrecht erzählt von Patienten, deren Fälle aussichtslos erscheinen, und von Ärzten, die alles daransetzen, die Krankheit gegen alle Wahrscheinlichkeit zu heilen und Leben zu retten. Und er zeigt, wozu die Medizin imstande wäre, wenn jeder Patient einen Arzt fände, der alles für ihn gibt.

Zum Buch:
Götter in weiß ... wer kennt sie nicht? 
Ärzte, die unnahbar sind, nur das Nötigste von sich geben und den Patienten von oben herab behandeln.
Nicht alle Ärzte sind so, viele gehen auf ihre Patienten ein und hören auch zu. Sie tun, was sie können, was ihnen erlaubt ist und was sie kennen.
Aber es gibt auch andere. Ärzte, denen das Schicksal der Patienten nahe geht, die weit über das normal Machbare hinausgehen, die versuchen, neue Wege zu gehen oder auch Althergebrachtes zum Wohle des Patienten wieder neu zu beleben.

Auf diese Ärzte und die Geschichten der Patienten trifft man, wenn man das Buch zur Hand nimmt.
Der Autor Bernhard Albrecht hat 9 "Extremfälle" sehr genau betrachtet und recherchiert. Er hat Fälle aufgegriffen, die wegen ihrer Besonderheit Thema  in den Medien waren und Ärzte befragt, ob sie einen "Patient ihres Lebens" haben.
Aus allen ihm vorliegenden Krankheitsfällen hat er sich für diese 9 vorliegenden entschieden.

So beschreibt er z.B. den Kampf um das Leben von neugeborenen Zwillingen, die in Woche 21 und 5 Tagen zu Welt kommen. Zu früh, um lebensfähig zu sein. Es gibt keine Richtlinien, wie mit Frühgeborenen vor der 22. Woche umzugehen ist. Da die Eltern Maximaltherapie erbeten haben, entsteht ein Kampf um Leben und Tod, wohl wissend, dass ein Leben auch heißen kann, behindert zu sein.

Ein anderer Fall betrifft einen 17-jährigen, der nach der Silvesternacht im Rausch nicht mehr nach Hause gefunden hat. Er wird gefunden, nachdem er bereits 5 h im Schnee gelegen hat, ausgekühlt bis auf 17°C. Atmung und Puls waren nicht mehr fühlbar. Obwohl scheinbar tot, werden Reanimationsmaßnahmen eingeleitet, der Patient in eine Klinik gebracht. Nur mühsam ist der Weg zur Heilung, aber ist eine endgültige Heilung überhaupt möglich?

In all den Krankheitsfällen trifft man auf engagierte Ärzte, die alles geben, aber auch auf Patienten, die sich selbst nicht aufgegeben haben. Obwohl Wut und Verzweiflung stark sind, ist der Wille auf das Überleben stärker. 
Es gibt Fälle, da scheint die Hoffnung auf Heilung aussichtslos zu sein, bis der Patient auf DEN Arzt trifft, der ihm sagt, dass er ihm wirklich helfen kann und das auch tut. 

Einige der Fälle sind absolute Einzelfälle, da inzwischen Richtlinien der Krankenkassen geändert wurden oder auch Gesetze, wie das Transplantationgesetz oder durch die Besonderheit des Krankheitsfalls.

Mir hat das Buch Hoffnung gemacht. Hoffnung auf eine Welt der Ärzte, die nicht unter Zeitdruck dem Patienten gegenüber stehen, sondern die alles Menschenmögliche machen, um dem Patienten optimal zu helfen.
Schon allein die Tatsache, dass Ärzte miteinander reden, kann für den Patienten zum Vorteil sein. Auch die Tatsache, dass es Ärzte gibt, die über ihren Tellerrand schauen, forschen, auch mal etwas riskieren und wirklich etwas erreichen wollen, lässt mich hoffen.

Jeder wünscht sich solch einen Arzt an seiner Seite, wenn es einmal nötig sein sollte. Dass es sie gibt, hat der Autor des Buches gezeigt.

Dem Autor ist es sprachlich hervorragend gelungen, auch dem Laien die Behandlungsmethoden erklärend zu beschreiben. Trotz medizinischer Begriffe, die natürlich nicht ausbleiben, konnte ich diese gut nachvollziehen.

Ein Buch, das ich gern weiterempfehle.       

Bewertung:



Zum Autor:
(Text übernommen vom Droemer-Verlag)Bernhard Albrecht studierte Medizin und Publizistik in Bochum, Uppsala, Barcelona und Straßburg und promovierte zum Dr. med.. Er arbeitete zunächst als Arzt und schrieb nebenher für Tageszeitungen und Zeitschriften. Seit 2000 arbeitete er als Journalist für verschiedene Fernsehanstalten und schrieb u.a. für Spiegel und Geo. Mehrfach wurde er für seine Arbeiten ausgezeichnet, u.a. mit dem Adolf-Grimme-Preis. Bernhard Albrecht lebt heute als Redakteur des "Stern" in Hamburg und München.


Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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