Freitag, 19. Juli 2013

[Rezension] Gernot Gricksch - Kirschkernspuckerbande 02: Die heldenhaften Jahre der Kirschkernspuckerbande




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426510650
ISBN-13: 978-3426510650
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm

Inhalt gem. Knaur-Verlag:
Piet hat immer gedacht, dass er als Erwachsener die Antworten auf alle Fragen kennen und sich gemütlich im Liegestuhl des Lebens zurücklehnen würde. Doch auch mit 40 müssen er und seine Kirschkernspucker-Freunde aus alten Zeiten sich mit den Widrigkeiten des Lebens herumschlagen: Die erste Midlife-Crisis, fragwürdige Anti-Aging-Kampfansagen, eine späte Schwangerschaft, das immerwährende Rätsel der Liebe und die Rettung eines vernachlässigten Mädchens halten alle mächtig auf Trab. Und wenn die eigenen Kinder genauso viel Mist bauen wie man selbst früher, ist das Chaos komplett. Aber mit guten Freunden ist alles zu schaffen. Sogar das Leben.

Zum Buch:
Nachdem ich in dem Buch "Die heldenhafte Geschichte der Kirschkernspuckerbande" die ersten 4 Jahrzehnte des 6-er Gespanns kennenlernen durfte, geht die Geschichte in die zweite Runde. Das nächste Jahrzent ist angebrochen.

Petra ist auch nach vielen Jahren Zank und Streit noch immer mit Dille verheiratet. Inzwischen ist sie wie alle anderen auch, 40 Jahre alt. Und erneut schwanger, ungewollt. Sie will das Kind nicht, es wäre an der Zeit, an sich selbst zu denken, nachdem die anderen 3 Kinder alle aus dem Haus sind. Es kommt anders als geplant.
Sven und Jörn sind noch immer verheiratet, leben sich aber gerade auseinander, da Sven in der Theaterszene der Überflieger geworden ist und Jörn, nunmehr arbeitslos, nicht mehr mit ihm Schritt halten kann.
Piet versucht nach wie vor erfolglos, seine Liebste und Mutter seiner 6-jährigen Tochter Nele, jedes Jahr dazu zu bringen, ihn zu heiraten.
Er ist inzwischen Autor, recht erfolgreicher sogar, aber mit sich und der Welt irgendwie uneins.

Mit dieser Anfangssituation wird der Leser konfrontiert, wenn er das Buch zur Hand nimmt. 
Die folgenden zehn Jahre durfte ich die Protagonisten wieder begleiten und sie mit ihren Macken und Verschrobenheiten neu kennenlernen. Sie haben sich weiterentwickelt, der eine zum Guten, der andere eher nicht.
Nur eines ist immer geblieben - ihre Freundschaft.
Es gab Momente, da haben sie sich gegenseitig weh getan, andere unabsichtlich verletzt. Auch gab es Zeiten, da haben sie jahrelang nicht miteinander gesprochen, trotzdem blieb das Zusammengehörigkeitsgefühl da. Denn wenn auch die Freundschaften nicht mehr so eng wie früher waren, so gab es doch immer einen / eine, die sich mit anderen traf. Man war immer auf dem Laufenden, was das Leben der anderen Freunde anging.

Das Leben der Protagonisten hat sich verändert. Sven fühlt sich wohl in der Welt des Theaters und merkt nicht einmal, dass er abhebt. Er hinterfragt seine Beziehung zu Jörn, hat sie noch eine Zukunft? Kann ein Kind ihre Beziehung noch kitten?
Dille ist dabei, sich ebenfalls zu verwirklichen, wobei er sich ein wenig übernimmt. Hundert Dinge, die er schon angefangen hat, aber nie wirklich zu Ende gebracht. Nun aber hat er das Richtige für sich gefunden, oder?
Piet, der den Tod seines Freundes Bernhards noch immer nicht verarbeitet hat, macht sich auf die Suche nach Bernhard. Er begibt sich in dessen Umfeld und versucht herauszufinden, wer er war.

Jeder der Protagonisten hat einen Traum, nur wie weit kommen sie damit?

Neue "Mitspieler" kommen hinzu. Anita und Adolf sind zwei Personen, die man um nichts in der Welt verpassen möchte.
Die Beschreibung des Autoren von Adolf, dem Mitbewohner der Zwillinge Lucy und Florian, war so super, dass ich gleich ein Bild vor Augen hatte. Er erinnerte mich an den Mitbewohner Spike von William (Hugh Grant) aus dem Film "Notting Hill". Und genauso kaputt wie Spike ist auch Adolf, sie könnten Zwillinge sein.

Mit diesem Buch hat der Autor seinen ersten Band um die Kirschkernspuckerbande erfolgreich fortgesetzt. Es gibt viele Momente, in den man als Leser spontan laut loslachen kann, aber auch nachdenkliche fehlen nicht. 
Es ist eine Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen, aber auch eine Geschichte um wirkliche und wahre Freundschaft, die auch nach Jahren und einiger Vorkommnisse Bestand hat und in denen man sich aufeinander verlassen kann.
Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass es noch nicht das Ende der Kirschkernspuckerbande war und hoffe stark auf einen Nachfolger in ... sagen wir mal ... 10 Jahren?


Bewertung:



Zum Autor:
(Text übernommen vom Knaur-Verlag)
Gernot Gricksch, geboren 1964, ist Kolumnist, Kinokritiker und Autor von Romanen, Sachbüchern und Drehbüchern. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg. Gernot Gricksch versteht es wie kaum ein anderer deutscher Unterhaltungsautor, sein Publikum zum Lachen zu bringen, zu Tränen zu rühren und dabei so einiges über das Innenleben von Männern zu verraten, was "echte Kerle" nur zu gerne für sich behalten und viele Frauen gerade deswegen hochspannend finden. Zu Gernot Grickschs größten Erfolgen gehören "Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande" und "Freilaufende Männer". Sein Roman "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" wurde 2006 mit dem Literaturpreis DeLiA als bester Liebesroman des Jahres ausgezeichnet, die eigene Drehbuchadaption mit dem Norddeutschen Filmpreis und dem Bayerischen Filmpreis. Nach „Freilaufende Männer“ wurde 2012 der Roman „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ mit Wotan Wilke Möhring verfilmt.



Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der



bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Folgende Bücher von Gernot Gricksch wurden bereits von uns gelesen und rezensiert


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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