Mittwoch, 17. Juli 2013

[Rezension] Gernot Gricksch - Kirschkernspuckerbande 01: Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande



Leseprobe 



Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (1. Oktober 2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426618923
ISBN-13: 978-3426618929
Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,6 x 2,4 cm

Inhalt gem. Knaur-Verlag:
Sofort nach der Geburt ihres Sohnes sprang Piets Mutter auf, um den Vater zu suchen, der sich in einer Abstellkammer eingesperrt hatte. Und Piet? Der blieb im Kreißsaal liegen und dachte erstaunt: »War's das schon?« Die gleiche Frage stellt er sich vierzig Jahre später am Grab eines seiner besten Freunde; er erinnert sich an Brauner Bär und Schlaghosen, Miami Vice und Startbahn West, den ersten Kuss und die letzte Gehaltsabrechnung. Und Piet denkt an vier Jahrzehnte mit seinen besten Freunden - kurz: an die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande ... 
Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande ist eine bunte Chronik der letzten vierzig Jahre, ein Buch über echte Freundschaft und große Liebe, eine Bestandsaufnahme der Fragen, die uns alle irgendwann im Leben einmal bewegen - und ganz nebenbei ist Gernot Grickschs Roman zum Weinen schön und zum Lachen lustig!

Zum Buch:
Sie sind die Kirschkernspuckerbande, Piet, Sven, Petra, Susann, Bernhard und Dille.
Piet und Sven kennen sich von klein auf, die sind Nachbarsjungen und mehr oder weniger zusammen aufgewachsen. Als Svens Vater von heute auf morgen verschwindet, ist Piets Vater zu Sven wie ein Vater.
Nachdem die beiden 5 Jahre sich allein hatten, zog Petra mit in ihre Straße und gesellte sich mit zu den beiden Freunden.
Während der ersten Tage in der Schule lernen sie die anderen Freunde kennen und bilden von da an eine Einheit. 

Sie sind alle im Jahr 1960 geboren und der Leser hat das Vergnügen, die 6 Protagonisten durch 4 Jahrzehnte zu begleiten.
Die 6 schweißt eine Freundschaft zusammen, die Höhen und Tiefen ausmacht. Schon beim Kennenlernen gibt es Eifersüchteleien, aber auch gegenseitige Hilfe.

Der Prolog des Buches beginnt mit Piets 40. Geburtstag, der gleichzeitig auch ein Tag der Trauer ist. Einer der Kirschkernspuckerbande wird an genau diesem Tag zu Grabe getragen. Es wird kein Name genannt. 
Während ich teil nahm an dem Wandel der Persönlichkeiten der einzelnen Protagonisten, verschob sich die Ahnung, die ich anfangs hatte, immer wieder auf eine andere Person. Viele Dinge sind im Lauf der 40 Jahre passiert, manch einer der Bande befand sich in einem tiefen Loch, rappelte sich wieder auf, ein anderer, der nicht zeigen konnte, wie es ihm wirklich geht, blieb unten liegen. Es war ein ständiger Wandel vorhanden.

Neben dem Miterleben der Freundschaft, des Füreinander daseins und der tiefen Bindung untereinander war dieses Buch ein Trip in meine eigene Vergangenheit.
Ich bin fast zur gleichen Zeit wie die 6 Protagonisten geboren worden und konnte viele Dinge, wie zum Beispiel angesprochene geschichtliche Ereignisse noch einmal aus meiner Sicht Revue passieren lassen. Vieles hatte ich vergessen, das wieder in Erinnerung gebracht wurde. Sei es das erste "handliche" tragbare Telefon, die Übertragung der ersten Mondlandung oder auch nur die Erinnerungen an die damalige Musik.

Ich musste oft schmunzeln und wurde auch nachdenklich.
Es ist ein Buch der Freundschaft, Liebe, des Zusammenhalts und der Hoffnung. Ein wenig geschichtliches der Jahre 1960 bis 2000 helfen dem Leser, die Zusammenhänge zu verstehen.

Obwohl ich nicht sagen möchte, dass das Buch Jüngere nicht anspricht, möchte ich behaupten, dass meine Generation, die also fast zeitgleich wie die Protagonisten sind, die größte Freude an dem Buch haben werden.
Mir hat es sehr gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.



Bewertung:



Zum Autor:
(Text übernommen vom Knaur-Verlag)
Gernot Gricksch, geboren 1964, ist Kolumnist, Kinokritiker und Autor von Romanen, Sachbüchern und Drehbüchern. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg. Gernot Gricksch versteht es wie kaum ein anderer deutscher Unterhaltungsautor, sein Publikum zum Lachen zu bringen, zu Tränen zu rühren und dabei so einiges über das Innenleben von Männern zu verraten, was "echte Kerle" nur zu gerne für sich behalten und viele Frauen gerade deswegen hochspannend finden. Zu Gernot Grickschs größten Erfolgen gehören "Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande" und "Freilaufende Männer". Sein Roman "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" wurde 2006 mit dem Literaturpreis DeLiA als bester Liebesroman des Jahres ausgezeichnet, die eigene Drehbuchadaption mit dem Norddeutschen Filmpreis und dem Bayerischen Filmpreis. Nach „Freilaufende Männer“ wurde 2012 der Roman „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ mit Wotan Wilke Möhring verfilmt.

Von Gernot Gricksch wurden von uns gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Sabine Büchersüchtig hat gesagt…

Hallo Monika,

ich kenne von Gernot Griksch nur "Königskinder" und liebe das Buch. Danke für die schöne Rezension, dieser Roman wandert gleich mal auf meine WL.

Liebe Grüße
Sabine