Freitag, 26. April 2013

[Rezension] Brigitte Teufl-Heimhilcher - Papst 01: Die andere Schwester des Papstes



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 146 Seiten
Verlag: Brigitte Teufl-Heimhilcher; Auflage: 1., Aufl. (4. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 395034781X
ISBN-13: 978-3950347814
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,8 x 1,4 cm

Inhalt gem. HP der Autorin:
Anlässlich der Amtseinführung von Papst Leo XV berichtet die Presse ausführlich über seine Schwester Maria, einer Klosterschwester. Doch dann entdeckt ein findiger Journalist, dass der Pontifex noch eine Schwester hat. Aber die passt nicht ins päpstliche Bild. Katharina hat eine uneheliche Priester-Tochter, ist geschieden, glücklich wiederverheiratet und unterstützt auch noch die Reforminitiative!
Dennoch bewegt dieser Bericht den Pontifex dazu, sich anlässlich eines Heimatbesuches mit Katharina zu treffen. Doch damit nicht genug. Eine höchst unpassende Krankheit zwingt ihn, ihre Dienste als Ärztin in Anspruch zu nehmen. So kehrt der Papst inkognito zurück und höchst unterschiedliche Standpunkte prallen aufeinander.
Wird es Katharina gelingen, Leo ihre Ideen näher zu bringen?

Zum Buch:
Katharina ist Ärztin, hat eine uneheliche Tochter von einem Priester, sie ist geschieden und in zweiter Ehe verheiratet, aber nicht mit kirchlichem Segen. Eigentlich ist an Katharina nichts besonderes, nur eines unterscheidet sie von allen anderen Frauen ... ihr Bruder ist der Papst. Aufgrund des Lebenslaufes von Katharina entscheidet dieser, ihre Verbindung nicht öffentlich zu machen, zumal er ja glücklicherweise noch seine Schwester Maria hat, die Klosterschwester ist und mit der er Kontakt hält.
Nun rückt der Welt-Jugend-Tag in Wien näher, an dem der Papst teilnehmen wird und bei Katharina kreuzt ein Journalist auf, der sie auf ihre Verbindung zum Papst befragt. Auch tritt die Frage auf, wird der Papst seine Schwester besuchen?
Der Journalist wusste nicht, dass Katharina und ihr Bruder sich in 20 Jahren nur 2 x getroffen haben, das letzte Mal bei der Beerdigung ihrer Mutter, nach der sie im Streit auseinander gegangen sind. Zuviel war passiert, bei dem sich ihr Bruder in ihr Leben eingemischt hat.
Katharina hat nichts gegen ein Treffen mit ihrem Bruder, unter der Bedingung, dass auch ihr Mann mit eingeladen wird.
Wird der Papst es schaffen, über seinen eigenen Schatten zu springen und wird es ein Treffen zwischen den Geschwistern geben? ...

Wie aktuell das Buch der Autorin ist, hätte sie sich sicher auch nicht träumen lassen.
Sie schreibt noch im Buch, dass man Papst auf Lebenszeit ist, aber der aktuelle Fall von Papst Benedikt XVI zeigt auf, dass es auch anders geht, man tritt zurück.

Katharina und Leo, ihr Bruder und gleichzeitig der Papst, haben sich nichts zu sagen. Sie sind vor Jahren im Streit auseinander gegangen und haben zwischenzeitlich keine Annäherung gesucht.
Nun provoziert durch den Zeitungsartikel des Journalisten rückte Katharina ein wenig in die Öffentlichkeit, so dass sich nunmehr auch ein privates Treffen nicht mehr verhindern lässt.
Bei diesem erkennt Katharina, dass es ihrem Bruder nicht gut geht. So ruft er sie als Ärztin auch den nächsten Tag, damit sie ihn behandelt. Sie hat gerade erst ein Buch geschrieben über Allergiebehandlung und stellt bei Leo zahlreiche Lebensmittelallergien fest. Da diese Allergien eine umfangreiche Behandlung erfordern, wird organisiert, dass Leo offiziell zwar abreist, aber inkognito zur Behandlung wieder bei Katharina erscheint und bei ihr einzieht.
Er ist ein ungeduldiger Patient und zudem auch von all dem überzeugt, wozu die Kirche steht.
Nun bekommt er wieder Kontakt zu einer früheren Freundin von ihm und muss erfahren, dass nicht nur sie die Reforminitiative der Kirche beführwortet.

Katharina steht für vieles, was gegen den Glauben ihres Bruders geht. Er tut sich schwer im Umgang mit Katharinas Mann, denn nach dem Glauben der Kirche sind sie nicht verheiratet.
Es wird gezeigt, wie Leo in Katharinas Leben eingegriffen hat, damit über allem Übel, wie eine uneheliche Tochter und das auch noch von einem Priester, das Mäntelchen der Ehrbarkeit gezogen werden kann. Der Spruch "scheinheiliger als der Papst" bekommt angesichts seiner Machenschaften eine neue Dimension.
Aber Leo wird auch mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, mit Erika, einer Studienkollegin. Auch durch die Gespräche mit ihr beginnt ein ganz langsames Umdenken von Leo, er sieht viele Dinge anders, auch wenn er sich nicht in der Lage sieht, diese zu ändern.
Die Dogmen der Kirche sind festgefahren und bedürfen dringend einer Reform, die Erika und auch Katharina unterstützen.

Katharina ist in diesem Buch die Sympathieträgerin. Leo zu Beginn des Buches reichlich von sich eingenommen und überzeugt, ein wahrer Diener der Kirche.
Das langsame Umdenken seinerseits erscheint mir zwar wünschenswert, aber in der Realität utopisch, aber träumen darf man ja schließlich.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und das Buch lässt sich gut lesen.
Der Roman ist ab und an mit östereichischen Worten bestückt, die ich nicht immer verstanden habe. Da es aber nicht so viele waren, die mir unbekannt waren, störte es den Lesefluss nicht.

Ein Buch, das dem Leser einen kleinen Blick in die Belange der katholischen Kirche gewähren ließ und mit einem Ende, das zwar wünschenwert wäre, aber nicht wirklich real ist.

Reiheninfo:
Papst 01: Die andere Schwester des Papstes
Papst 02: Als Papst lebt man gefährlich


Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen von ihrer HP)
Geboren: 1955, im Zeichen des Zwillings
Wohnort: Wien
Beruf: Immobilienbewerter und Autorin
Verheiratet
Lebensmotto: Jeder Mensch kann glücklich sein, wenn er nur will.
Lesestoff: unterhaltsame Belletristik, Gesellschaftsroman
Literarische Vorbilder: Utta Danella, Erich Kästner, Georgette Heyer
Sportliche Aktivitäten: Spaziergänge mit und ohne Golfschläger.
Hobbies: Kochen, Essen, Kommunizieren.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.

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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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