Freitag, 22. März 2013

[Rezension] Justin Evans - Weißer Teufel




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 466 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (21. Januar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746628768
ISBN-13: 978-3746628769
Originaltitel: The White Devil
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 3,2 cm

Inhalt gem. Aufbau-Verlag:
Von seinem Vater wird Andrew auf ein englisches Internat geschickt, weil er zu Hause in den USA in Drogenprobleme verstrickt war. Aber der Ärger beginnt für ihn erst richtig, kaum dass er die Harrow School betreten hat. Er beobachtet, wie ein Schüler auf seltsame Weise stirbt, und wird sofort verdächtigt, mit diesem Tod etwas zu tun zu haben. Außerdem sieht er Lord Byron ähnlich, dem berühmtesten Schüler des Internats. Deshalb soll Andrew auch in einem Stück über den Dichter die Hauptrolle spielen. Nach und nach wird er in das Leben des Dichters hineingezogen – und erkennt, dass er ein tödliches Geheimnis aus der Vergangenheit ans Licht bringen muss. 

Zum Buch:
Als Andrew Tayler nach England auf die Harrow School kommt, weiß er, dass es seine letzte Chance ist, einen Abschluss zu bekommen. In den USA wollte ihn keine Schule mehr aufnehmen, nachdem bekannt wurde, dass er mit Drogen zu tun hatte.
Es ist, bis auf eine Ausnahme, eine Schule für Jungen. Die Ausnahme ist Persephone, die Tochter eines Hausvaters.
Gleich zu Beginn wird ihm auch von einem Hausgeist erzählt, das dort umgehen soll.
Persephone, die in ihm als erste die Ähnlichkeit mit dem ehemaligen Schriftsteller und Schüler der Schule Lord Byron feststellt, fragt ihn, ob er nicht in dem Stück mitspielen will. Piers Fewkes, ebenfalls ein Hausvater, hat ein Stück über Lord Byron geschrieben, das demnächst aufgeführt werden soll. Auch er ist überrascht über die Ähnlichkeit zwischen Lord Byron und Andrew.
Aber nicht nur den beiden ist die Ähnlichkeit aufgefallen, auch dem Geist, der in den Mauern wandelt, hat diese bemerkt.
Als Andrew eines Tages einen seltsamen Mord an einem seiner Mitschüler beobachtet, traut er sich nur Piers Fewkes gegenüber zu gestehen, was er gesehen hat, dass dieser nämlich von einem Geist getötet wurde.
Wer ist dieser Geist und warum tötete er? Piers und Andrew sind auf der Suche nach der Identität des Geistes und wollen ihn stoppen, denn dessen Rachedurst scheint noch nicht gestillt zu sein ...

Der Autor Justin Evans hat seine Geschichte an einen Ort spielen lassen, den er selber während seiner Schulzeit für ein Jahr lang besucht hat.
Die Beschreibung der Schule und ihrer Örtlichkeiten macht es für den Leser leicht, sich dort zurechtzufinden, man hat förmlich das Gefühl, man hätte es mit eigenen Augen gesehen.
Er erzählt eine Geschichte, in der ein Geist seit fast 200 Jahren in dem Haus "lebt" und der sich seinerzeit durch Lord Byron, seiner großen Liebe ungerecht behandelt fühlte. Als Andrew Tayler an die Schule kommt und große Ähnlichkeit mit dem Dichter aufweist, kann der Geist nicht zwischen Vergangenheit und Gegenwart unterscheiden und fängt an, Rache zu nehmen.

Einerseits weiß jeder über den Geist bescheid, andererseits wird an die Existenz von Geistern nicht geglaubt. So glaubt sich auch Andrew anfangs nicht selbst, ob er nun bei dem Mord einen Geist gesehen hat oder nicht. Die Gegenwart des Geistes ist auch immer in Begleitung mit Beklemmungen und dunkle Ahnungen. Der Einzige, der ihm glaubt, ist Piers Lewkes, ein Hausvater, der weniger seine Arbeit tut, dafür aber mehr an der Flasche hängt. 

Der Autor versteht es, die beklemmende Stimmung dem Leser nahezubringen. Man bangt mit den Protagonisten mit und hofft, dass sie in der Lage sind, den Geist aufzuhalten.

Anfangs hatte ich ein wenig zu tun, in die Geschichte hineinzufinden. Ein Grund war, dass einige Gespräche in Kursivschrift geschrieben wurden. Ganz bin ich hinter das System nicht gekommen, aber ich habe mich damit abgefunden, auch wenn es den Lesefluss ein wenig störte.
Die Story an sich lässt sich gut lesen und ist logisch aufgebaut.
Nachdem ich mich eingelesen hatte, hat sie mich auch gepackt und nicht mehr losgelassen. Nun wollte ich nur noch wissen, wer, warum und kann man ihn stoppen.
Die Geschichte als Geistergeschichte zu bezeichnen finde ich ein wenig übertrieben, denn der Geist trat nur am Rande auf.
Es ist ein Roman mit mystischem Einschlag, ein wenig kriminalistischem Spürsinn und einem Hauch Liebe.  

Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Justin Evans ist Computerfachmann und lebt mit seiner Familie in New York. In den achtziger Jahren besuchte er eine Zeitlang die Harrow School. „Weißer Teufel“ ist sein zweiter Roman.


Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Aufbau Verlag bedanken,


der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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