Donnerstag, 21. Februar 2013

[Rezension] Nicci French - Eisiger Dienstag (Band 2)

Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 524
ISBN: 978-3-570-10083-7
Erscheinungstermin:
14. Januar 2013 (1. Auflage)
Preis: 1
4,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 21,90 CHF
Format:
Broschiert
Verlag:
C. Bertelsmann


Klappentext gem. C. Bertelsmann:
In der Wohnung einer psychisch Kranken wird ein Toter gefunden: Edward Green, alias Robert Poole, der zu seinen Lebzeiten den Mitmenschen mit Charme und Charisma Alltag und Bankkonto erleichterte. Wieder einmal unterstützt die Psychotherapeutin Frieda Klein die Polizei bei den Ermittlungen. Das wird nicht überall gern gesehen. Zumal die Leiche einer jungen Studentin aufgefunden wird, die durch Kleins Fehleinschätzung ums Leben kam. Die Presse veranstaltet eine Hetzjagd auf sie. Aber sie trotzt allen Anfeindungen und hat bald eine schreckliche Vermutung. Und die Suche nach Pooles Mörder bringt auch sie in Lebensgefahr… Ein intelligenter Thriller aus einem London, wie es nur wenige von uns kennen.


Rezension:
Gut ein Jahr ist vergangen, seit Psychotherapeutin Frieda Klein der Polizei helfen konnte, das Verschwinden des kleinen Matthew zu klären (Blauer Montag). Seitdem ist es wieder ruhig in ihrem Leben geworden - sie behandelt nach wie vor ihre Patienten und hat mittlerweile sogar Freundschaft mit Sasha geschlossen, was für einen Menschen wie Frieda nicht einfach ist, denn jede neue Beziehung zu einem Menschen birgt das Risiko der Offenbarung ihrer Vergangenheit, etwas, dass sie um jeden Preis verhindern will. Doch die Ruhe währt nicht lange, denn bei einer psychisch kranken Frau wurde die bereits verwesende Leiche eines Unbekannten entdeckt. Inspector Malcolm Karlsson ahnt, dass nur Frieda es schaffen kann, zu der Frau durchzudringen und Antworten auf offenen Fragen zu erhalten, die sich in dieser Situation zwangsläufig stellen.

An einem eisigen Dienstag im Februar war Sozialarbeiterin Maggie Brennan in einer der übelsten Ecken Londons auf den Weg zu Michelle Doyce, die nur wenige Wochen zuvor aus einer psychiatrischen Anstalt entlassen wurde und seither unter der Obhut des Sozialamtes stand. Auf den ersten Blick schien alles in Ordnung, Michelle war gepflegt und sah auch nicht so aus, als wenn sie hungere, doch irgendetwas stimmte nicht. Als Maggie Michelles Wohnzimmer betritt, um "ihn" kennen zu lernen, erlebt sie den Schock ihres Lebens: auf dem Sofa sitzt eine bereits verwesende männliche Leiche. Die hinzu gerufene Polizei geht in der Tat von Mord aus - eine Annahme, die bei der Obduktion bestätigt wird und Michelle wird umgehend wieder in ein Krankenhaus gebracht. Inspector Karlsson weiß sofort, wen er in dieser Angelegenheit um Rat bitten muss - sehr zum Leidwesen von Detective Constable Yvette Long, die Frieda einfach nicht leiden kann.

Tatsächlich gelingt es Frieda, mit Michelle in Kontakt zu treten, doch wirklich verwertbare Hinweise bekommt sie nicht - jedoch eine Ahnung, dass hinter dem Mord an dem Unbekannten mehr steckt, als es auf den ersten Blick aussieht. Die Polizei jedoch ist sich sicher, die Täterin bereits in Gewahrsam zu haben, sodass hier nur noch die Identität des Opfers zu klären ist und dann ist der Fall abgeschlossen. Frieda aber glaubt an die Unschuld Michelles und beginnt auf eigene Faust nachzuforschen. Es dauert nicht lange und die Suchmeldung der Polizei zeigt Erfolg - bei dem Toten handelt es sich um Robert Poole, das letzte fehlende Puzzlestück ist gefunden und der Fall kann abgeschlossen werden. Doch Frieda lässt nicht locker und in der Tat zeigt die Suchmeldung der Polizei wiederum Erfolg - nur dass dieses Mal der Tote als Edward Green identifiziert wird. Wer war der Mann wirklich? Schnell steht fest, er war ein sehr galanter Trickbetrüger, der einige Leute um ihr Geld gebracht hat, es mangelt also nicht an Mordmotiven. Wessen Motiv war stark genug für diese Tat oder war es doch Michelle, die ihn umbrachte?


Eine gelungene Fortsetzung! Der Plot wurde sehr detailliert und eingehend erarbeitet, wobei hier klar das Thema Einsamkeit im Vordergrund steht. Ganz hervorragend fand ich die verschiedenen beschriebenen Variationen von Einsamkeit dargestellt, denn ein jeder Mensch ist in der jeweiligen Situation anders einsam - Einsamkeit ist einfach kein Zustand, den man verallgemeinern kann, sondern dieser ist immer individuell und diese Umsetzung ist dem Autorenduo definitiv gelungen. Die Figuren wurden wieder sehr facettenreich und tiefgründig in Szene gesetzt, wobei der Leser in diesem Band endlich ein Stück aus der geheimen Vergangenheit Friedas erfährt - es bleibt also spannend, was so noch ans Tageslicht kommt, was sie eigentlich lieber geheim halten will. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch prompt in einem Rutsch durchgelesen habe. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon riesig auf den 3. Band der Reihe "Schwarzer Mittwoch", der leider noch ganz schön auf sich warten lässt (das liegt u. a. wohl daran, da der 3. Band im Original erst im Sommer veröffentlicht wird ^^)


Bewertung

Die Autoren: 
Nicci French - hinter diesem Namen verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit langem sorgen sie mit ihren höchst erfolgreichen Psychothrillern international für Furore. Die beiden leben mit ihren Kindern in Südengland. "Blauer Montag" ist der Beginn einer neuen 8-teiligen Krimireihe mit der Therapeutin Frieda Klein als Serienheldin. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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