Dienstag, 13. November 2012

[Rezension] Veit Etzold - Final Cut (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 447
ISBN: 978-3-404-16687-9
Erscheinungstermin: 6. August 2012 (4. Auflage)
Format:
Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe


Klappentext:
Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und einen Feind. Die Freunde sind virtuell, der Feind ist real. Er wird Dich suchen. Er wird Dich finden. Er wird Dich töten. Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und keiner wird etwas merken. Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis. Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose.


Rezension:
Es ist der 23. Oktober 2010, an dem die 38-jährige Clara Vidalis, Hauptkommissarin beim Morddezernat des LKA, wie jedes Jahr zur Beichte geht. 20 Jahre ist es her, dass ihre kleine Schwester Claudia entführt, missbraucht und ermordet wurde und Clara sich die Schuld an deren Schicksal gab, denn sie, die große Schwestern, hat Claudia nicht von der Musikschule abgeholt und so fiel Claudia in die Hände ihres Peinigers. Doch das wohl schlimmste ist, dass der Täter bis heute nicht gefasst wurde. Auf Grund des Schicksals ihrer Schwester beschloss Clara zur Polizei zu gehen, um Serienmörder zu jagen und sie zur Strecke zu bringen.

In der vergangenen Woche ist es ihr und ihrem Team tatsächlich gelungen, einen psychopathischen Serienkiller, genannt "Der Werwolf" zu stellen und unschädlich zu machen. Nun stehen einige ruhige Tage an, bis sie Ende der Woche für 2 Wochen in den Urlaub geht. Sie will nur noch den abschließenden Papierkram erledigen und endlich Bekanntschaft mit Prof. Dr. Martin Friedrich, genannt MacDeath, dem Leiter der Abteilung für operative Fallanalyse machen, der ihr im Fall des Werwolfs ein passendes Täterprofil erstellt hat. Doch ehe sie sich ihren Aufgaben widmen kann, wird ihr durch ihre Sekretärin mitgeteilt, dass ein Umschlag für sie abgegeben wurde, auf dem sich Blut befindet. In Gegenwart von MacDeath und ihrem Vorgesetzten Winterfeld öffnet sie den Umschlag und fördert eine CD zum Vorschein, auf der die Ermordung einer jungen Frau namens "Jasmin" zu sehen ist. Handelt es sich bei diesem Film um einen Fake?

Erst nachts gelingt es Clara hinter das Geheimnis der CD zu kommen und das Opfer zu identifizieren. Tatsächlich handelt es sich um Jasmin Peters, deren Leiche in ihrer Wohnung gefunden wird - mumifiziert. Die junge Frau wird vom Täter als Opfer Nummer 13 benannt, ist bereits länger als ein halbes Jahr tot und es stellt sich im Lauf der Ermittlungen heraus, noch sehr aktiv auf Facebook. Wird es Clara und ihrem Team gelingen, den Täter zur Strecke zu bringen? Was die Ermittler nichts wissen - der "Namenlose" tötet nicht wahllos und nicht ohne Grund. Er hat eine Mission zu erfüllen und sein nächstes Opfer steht schon lange fest ...


Fiktion oder Wirklichkeit - wie viel ist wahr? Sicherlich ist mir bewusst, dass es sich bei diesem Buch um einen fiktiven Roman handelt, doch wie viel davon könnte wahr sein? Wie viel geben wir über das Internet von uns preis und gibt es Menschen, die unsere Naivität ausnutzen? Aber zurück zum Buch: Der Plot wurde sehr detailliert und abwechslungsreich gestaltet und der Autor erzählt uns die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, sodass sich der Leser zeitgleich aus verschiedenen Richtungen dem Finale nähert. Den Schreibstil empfand ich als angenehm und fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Figuren, allen voran Protagonistin Clara Vidalis, wurden sehr facettenreich und sehr tiefgründig erarbeitet, wobei ich hier auch die Nebencharaktere ganz wunderbar einzigartig dargestellt fand. Besonders gut hat mir gefallen, dass wirklich jede Figur einen einzigartigen Wiedererkennungswert hatte, sei es durch deren Ausdrucksweise oder durch sich wiederholende, unbewusste Handlungen. Bei diesem Buch handelt es sich um das erste, das ich von dem Autoren gelesen habe, aber stimmt nicht um das letzte!



Bewertung



Der Autor:

Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. 2005 promovierte er zum Kinofilm "Matrix". Während und nach seinem Studium arbeitete er für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Management-Ausbildung. Veit M. Etzold lebt in Berlin. (Text von Bastei Lübbe übernommen).







Wie ich zu dem Buch kam:
Am Samstag war ich zu einer Lesung des Buches und der Autor konnte mich dermaßen überzeugen, dass ich das Buch spontan gekauft habe.

1 Kommentar:

Sabine hat gesagt…

Hallo Kerry,

ich habe diesen Thriller schon mal in der Buchhandlung gesehen, war dann aber unschlüssig und hab ihn nicht mitgenommen.

Jetzt kommt "Final Cut" dank deiner Rezi auf meine Wunschliste. Danke für die Vorstellung!

Liebste Grüße
Sabine