Sonntag, 18. November 2012

[Rezension] Markus Heitz - Judassohn (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 686
ISBN: 978-3-426-65225-1
Erscheinungstermin:
12. September 2011
Preis:
14,95 EUR (D)
Format: Taschenbuch

Verlag:
Knaur


Klappentext:
»Ich kenne die Frau, die mich zum Opfer dieser Mächte werden ließ. Jetzt habe ich sie gefunden. Und ich werde ihr rauben, was ihr am Herzen liegt! Bevor ich auch sie auslösche ...«
Theresia Sarkowitz, genannt Sia, ist ein »Kind des Judas«, uralt und doch ewig jung. Sorgfältig getarnt wacht sie über ihre Nachkommen, eine unschuldige junge Frau und ihre Tochter, damit diese nicht dasselbe Schicksal erleiden wie sie – einst als Untote wiederauferstehen zu müssen. Doch dann taucht eine Gestalt auf, die seit Jahrhunderten nach Sia sucht. Eine Gestalt, deren Kräfte ausreichen, sie zu töten. Und die voll Rachedurst ist ...


Rezension: 
Teresia Sarkowitz, genannt Sia, ist eine Tochter des Judas und somit eine der mächtigsten Vampire der Welt. Sie ist über 300 Jahre alt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, über ihre Nachkommen zu wachen und diese, nach deren Tod, endgültig zu vernichten, da durch sie das Vampir-Gen nach wie vor aktiv in ihrer Familie ist. Alle hat sie ausgelöscht, viele schon vor deren eigentlichen Tod, weil das Gen schon zu Lebzeiten aktiv war und wahre Monstren in Menschengestalt zu Tage brachte. Nur noch Emma Karkow und deren Tochter Elena sind übrig, doch Sia vermochte es nicht, die junge Frau und deren Kind zu töten. Sie offenbarte sich den Beiden und wurde wider erwartend in deren Familie aufgenommen. Am 31.12.2008 wollen alle das alte Jahr gemeinsam ausklingen lassen, doch unerwartet steht eine junge Frau namens Tonja Umaschwili vor Emmas Tür und gibt an, eine lang verschollene Cousine Sias zu sein und die Familienähnlichkeit ist wirklich verblüffend. Doch als Sia zur Feier eintrifft, muss sie feststellen, dass Tonja ein Massaker unter den Sylvestergesten angerichtet hat, nur Emma und Elena leben doch. Tonja will Rache an Sia, doch Sia ist sich nicht im Klaren, die junge Frau, bei der es sich eindeutig um einen Vampir handelt, jemals gesehen zu haben.

Und in der Tat ist die Geschichte der Bekanntschaft zwischen Tonja und Sia verworren. Im Sommer 1781 hat Tanguy Guivarch nichts anderes im Sinn, als endlich Gwenn Martin zu heiraten und mit ihr sein Leben zu verbringen. Doch es kommt anders als gedacht. Während eines Überfalls kann Tanguy Gwenn retten, zahlt dafür aber mit seinem eigenen Leben. Doch damit war sein Dasein nicht zu Ende, während seiner Beerdigung erwacht Tanguy und tötet im Blutdurst seine ganze Familie und auch seine Verlobte und deren Familie. Anschließend ergreift er die Flucht und lebt monatelang im Moor. Hier wird er von einem Medikus aufgespürt, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Damit beginnt Tanguys Weg zurück zur Zivilisation.

Derweil lebt zu Zeiten der Revolution der Vampir Dominic de Marat in Paris und lässt es sich in den Wirren der Revolution gut gehen, denn das Blut fliest in Strömen. Dann taucht eines Tages Marek Illicz auf und erhebt als Halbonkel von Dominic Anspruch auf dessen Ausbildung zum Judassohn, denn Dominic stammt von niemand anderem ab als Scylla, der Vampirin, die den Clan der Kinder des Judas zum Fall brachte. Widerwillig schließt sich Dominic Marek an. Marek will Rache an Scylla, während Dominic einfach nur sein Leben genießen will und nach Möglichkeit den Pakt mit dem Dämonen, dem alle Vampire unterworfen sind, lösen. Doch wer wird siegen - wem wird es vergönnt Scylla/Sia zu stellen und zu vernichten?


Eine interessante Fortsetzung! Das Buch beginnt wenige Monate nach Ende des 1. Bandes "Kinder des Judas" und spielt anfänglich in der Gegenwart. Doch schnell und geschickt schafft es der Autor, die Geschichte ins Frankreich des 18. Jahrhunderts zu führen und hier die wahren Gründe für das Massaker am Sylvesterabend 2008 offen zu legen.  Der Plot wurde sehr detailliert und ausgesprochen abwechslungsreich ausgearbeitet. Zwar wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt, durch entsprechende Kapitelüberschriften kann man jedoch dem Buch problemlos folgen. Der Schreibstil ist wieder ausgesprochen fesselnd erarbeitet worden, sodass mir als Leser schwer fiel, das Buch zwischendrin aus der Hand zu legen. In diesem Buch ist nicht Scylla/Sia Protagonistin, sondern etwa zu gleichen Teilen Tanguy, Dominic und Sandrine. Das fand ich etwas schade, da ich gerne mehr zu Sias Vergangenheit im Frankreich des 18. Jahrhundert erfahren hätte, diese jedoch während dieser Ära so gut wie nicht auftaucht. Dennoch freue ich mich bereits jetzt auf den nächsten Band der Reihe "Judastöchter", von dem ich mir spannende und aufregende Lesestunden verspreche.

Bewertung

Der Autor:
Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Kein anderer Autor wurde so oft wie er mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet, weshalb er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy gilt. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" drückte er der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt in Homburg. (Text von Droemer-Knaur übernommen).

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

1 Kommentar:

Sabine hat gesagt…

Hallo liebe Kerry,

ich finde diese Trilogie echt genial und hoffe, es kommt von Markus Heitz noch mehr aus dieser Richtung.

Band 3 ist auch spannend zu lesen. :)

Liebe Grüße
Sabine