Freitag, 2. November 2012

[Rezension] Maria Ernestam - Der Kater, meine Nachbarn und ich



Leseprobe



Eckdaten:

Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Verlag: btb Verlag (29. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442753856
ISBN-13: 978-3442753857
Originaltitel: Runda i ögat som katten
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 1,6 cm

Covertext:gem. btb-Verlag:
Mit dem Umzug aufs Land haben sich Sara und Björn einen Traum erfüllt. Endlich weg aus dem engen Mietshaus in der Stadt, endlich weg von den spießigen Nachbarn, die jeden ihrer Schritte beobachteten. Mit dabei: Ihre Katze Mischka, die bereits vorsichtig den märchenhaft verwilderten Garten ihres neuen Hauses in Südschweden auskundschaftet. Doch schnell legt sich ein Schatten über das anfängliche Idyll. Denn das so freundliche Ehepaar von nebenan mit dem akkurat gestutzten Rasen und dem eigensinnigen Kater, der Mischka partout nicht zu dulden scheint, entpuppt sich schon bald als ziemlich sonderlich ...

Zum Buch:
Sara und Björn, die bis jetzt in der Stadt wohnten, haben sich ein Häuschen gekauft, es renoviert und sind mitsamt ihrer Katze Mischka ins Ländliche gezogen.
Ihre Nachbarn Agneta und Lars machen sich mit ihnen recht schnell bekannt und freuen sich über ihre neuen Nachbarn. Sie freunden sich mit ihnen an. Lars, der wie Sara joggen geht und sich ebenfalls für die Gartenarbeit interessiert, fühlt sich zu Sara hingezogen, was seine Frau eifersüchtig zur Kenntnis nimmt.
Alexander, der Kater von Agneta und Lars hat es sich zur Angewohnheit gemacht, nicht nur den Garten seines eigenen Personals als sein Gebiet  zu betrachten, sondern auch das der anderen Nachbarn. Als Mischka sich nach der Eingewöhnungszeit im Haus endlich dem Garten nähern darf, sieht er sich dem fremden Kater gegenüber, der sein angestammtes Terrain nicht aufgeben mag.
Mischka wird ein ängstlicher Kater, der sich nicht mehr aus dem Haus traut und nunmehr traurig aus dem Fenster sieht, bis Björn zu drastischen Maßnahmen greift, um ihn zu schützen …
Aber auch das Verhältnis zwischen den Nachbarn ändert sich, da die Eifersucht von Agneta überhand nimmt, bis eines Tages etwas schlimmes geschieht …

Von Maria Ernestam liegt hier ein Roman vor, der eigentlich für mein Empfinden eher eine Kurzgeschichte ist. Die knapp 125 Seiten sind sehr schnell durchgelesen, da sie mit größerem Zeilenabstand gedruckt sind und mit einigen schönen Kohlezeichnungen illustriert wurden.

Die Geschichte ist gut durchdacht und überrascht mit einem Ende, das man so nicht erwartet hätte.
Wer von der Autorin das Buch „Das verborgene Haus“ gelesen hat, wird hier Sara und ihrer Großmutter Lea aus dem Buch wieder begegnen.

Durch die Kürze der Geschichte ist es der Autorin nicht gelungen, die Protagonisten näher  zu beschreiben, da fehlt eine Tiefe, die es dem Leser unmöglich macht, sich mit den Charakteren der Protagonisten auseinandersetzen zu können. Diese bleiben farblos und uninteressant.

Auch wenn die Charaktere sich nicht selbst tragen, ist die Geschichte lesenswert. Die Geschichte, die leicht plaudernd beginnt, macht sich mit der Zeit selbstständig und überrascht mit einem nicht erwarteten Ende.
Einige Geschehnisse hätten meiner Meinung nach ein wenig mehr ausgebaut werden können, aber dann wäre es ja auch keine Kurzgeschichte mehr, der es trotz allem gelungen ist, mich zu fesseln.



Bewertung:




Zur Autorin:
(Text vom btb-Verlag)
Maria Ernestam, geboren 1959, begann ihre Laufbahn als Journalistin. Sie hat lange Jahre als Auslandskorrespondentin für schwedische Zeitungen in Deutschland gelebt, daneben eine Ausbildung als Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin absolviert. Mittlerweile sind fünf hoch gelobte Romane von ihr erschienen. Für "Die Röte der Jungfrau" erhielt sie vor kurzem den Französischen Buchhändlerpreis. "Der geheime Brief" war in Skandinavien ein Bestseller und stand auch in Deutschland wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Maria Ernestam lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Stockholm.




An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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