Samstag, 22. September 2012

[Rezension] Ally Kennen - Beast


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 229
ISBN: 978-3-806-75141-3
Erscheinungstermin: 1. März 2007  
Format: Hardcover

Verlag: Gerstenberg

Klappentext:
Der 17jährige Stephen hat ein dunkles Geheimnis: Er muss das Tier, the beast, von dem nur er weiß, töten, bevor es selbst tötet. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ein schonungsloses, mitreißendes Abenteuer und zugleich die beeindruckende Entwicklungsgeschichte eines sehr authentischen Helden, den der Leser nie vergessen wird.
Stephen hat noch vier Wochen Zeit. Dann muss er seine Pflegefamilie verlassen und in das Heim, in dem Loser landen, Loser wie sein Vater. Vier Wochen, um eine Lösung für das Problem zu finden, das sein dunkles Geheimnis ist. Das Tier, the beast, das er selbst herangezogen hat, droht außer Kontrolle zu geraten, auszubrechen aus seinem maroden Käfig. Und er muss es töten, bevor es tötet. Niemand wird ihm dabei helfen, denn niemand wird ihm glauben, aber wenn etwas schiefgeht, wird er der Schuldige sein. Immer ist er der Schuldige, wenn etwas schiefgeht, wie bei dem Feuer, das bei der Party seiner verhassten Pflege-schwester Carol ausgebrochen ist. Ist ja richtig, er ist eben kein good guy, keiner, der Verantwortung übernimmt und sich um andere sorgt. Auch er ist gefangen, gefangen in einem Käfig aus den Vorurteilen seiner Umwelt ... Wie Stephen es schafft, seinen Käfig zu sprengen und sein Leben in die Hand zu nehmen, und wie er ein Mädchen kennenlernt, das ihm vertraut, ist mindestens ebenso fesselnd und aufwühlend wie die gefährliche Jagd nach dem Beast.


Rezension:
Der 17-jährige Stephen hatte bis dato wenig Glück in seinem Leben. Seine Mutter hat ihre Kinder abgegeben (sie ist psychisch krank) und der Vater ist Alkoholiker, der im Suff des Öfteren seine Frau verprügelt hat. So kam es, dass Stephen seit Jahren in diversen Pflegefamilien lebt. Stephen selbst weiß, dass er kein Unschuldslamm ist. Seine kriminelle Vergangenheit reicht von Erpressung über Betrug bis hin zur Brandstiftung. Doch eigentlich ist er kein schlechter Mensch, nur hatte er bis dato nie die Chance sich zu beweisen und kundzutun, dass auch er ein nützliches Mitglied der Gesellschaft sein kann.

Seit 3 Jahren lebt er bei der Pflegefamilie Reynolds, bestehend aus Jimmy (Vater), Verity (Mutter), dem 11-jährigen Robert (Sohn) und der 15-jährigen Carol (Tochter). Mit den Pflegeeltern kommt er soweit ganz gut klar und an dem kleinen Robert hat er förmlich einen Narren gefressen, nur vor der hinterlistigen Carol muss er sich in Acht nehmen. Aber eigentlich ist das nicht mehr wichtig, nur noch 4 Wochen kann er bei den Reynolds bleiben, dann ist seine Zeit hier vorbei.

Doch Stephen hat ein Geheimnis: Beast. Vor Jahren schenkte sein Vater es ihm, damals war es klein und es war nicht zu erwarten, dass es in englischen Gefilden gedeihen würde, doch Stephen kümmerte sich gut um es - und muss es jetzt töten. Jahrelang konnte er die Existenz des Monsters geheim halten, doch es ist groß geworden, sehr groß und sehr gefährlich. Stephen hat sein gesamtes Geld für Futter ausgegeben, um es zu ernähren und in Zaum zu halten und schreckte auch nicht davor zurück, in einem Schlachthof zu arbeiten (und dort Hühner mitgehen zu lassen), um es zu ernähren. Doch jetzt ist es einfach zu gefährlich, Beast weiter am Leben zu lassen. Bevor er jedoch zur Tat schreiten kann, bricht Beast aus und verschwindet im nahen Stausee. Jetzt hat Stephen ein richtiges Problem. Bisher hat er sich niemandem offenbart, dass er Beast hat und jetzt ist der Menschenfresser frei ...


Ein Junge und sein (Haus)Tier!!! Der Plot des Buches wurde durchaus interessant dargestellt, vor allem hat mir gefallen, dass der Leser in diesem verhältnismäßig dünnen Buch viel über Stephen und seine Vergangenheit erfährt, jedoch war leider von Anfang an klar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Die Figuren, allen voran Protagonist Stephen wurden sehr realistisch und tiefgründig in Szene gesetzt, sodass ich jederzeit die Entscheidungen und Handlungen der einzelnen Personen nachvollziehen konnte. Den Schreibstil hingegen plätscherte nur so dahin. Hier hatte ich mir deutlich mehr Spannung und actionreiche Szenen vorgestellt, doch damit konnte das Buch leider nicht aufwarten.



Bewertung

Die Autorin: 
Ally Kennen wuchs auf einer einsamen Farm zusammen mit zahlreichen Pflegekindern im Exmoor, England, auf. Bevor sie mit dem Schreiben begann, hatte Ally Kennen die verschiedensten Jobs, wohnte in Neuseeland, Amerika und Frankreich und war als Sängerin erfolgreich. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei kleinen Kindern in Somerset. Ihre international erfolgreichen Jugendromane wurden vielfach prämiert und nominiert, u.a. für die renommierte Carnegie Medal.

Zum Blog der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Spontan-Ausleihe aus der Bücherei.

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