Dienstag, 7. August 2012

[Rezension] F. E. Higgins - Das Gift der Schmetterlinge


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 303287
ISBN: 978-3-789-13718-1   
Erscheinungstermin: 26. Januar 2010
Format: Hardcover

Verlag: Oetinger

Klappentext:
Hectors Vater wurde von Gulliver Truepin, einem hinterlistigen Betrüger, in den Tod getrieben. Der Waisenjunge hat Rache geschworen: Eines Tages wird er den Mörder finden. Tatsächlich entdeckt Hector, dass Truepin als Baron Bovrik auf dem Schloss der eiskalten Lady Mandible ein luxuriöses Leben führt. Hector erhält den Auftrag, für das dort geplante Mittwinterfest Schmetterlinge zu züchten. Das ist seine Chance, und er beginnt, ganz besondere Tiere zu züchten: tödlich giftige Falter. Doch am Tag des Festes kommt alles anders, als Hector es geplant hat … 



Rezension:
Hector Fitzbaudly führt ein sehr behütetes Leben. Sein Vater, ein erfolgreicher Weinhändler, lässt ihm eine gute Erziehung angedeihen, setzt allerdings voraus, dass Hector später den Weinhandel übernimmt, etwas wozu Hector eigentlich nicht wirklich Lust hat, viel lieber würde er Abenteuer erleben. Doch er weiß auch, dass sein Erbe verpflichtet, zumal er das einzige Kind ist. Seine Mutter ist bereits vor einigen Jahren verstorben und sein Vater hat sich immer mehr von ihm und der Welt zurück gezogen. Zwar kümmerte er sich immer noch um die geschäftlichen Belange des Weinhandels, ansonsten führte er aber ein sehr karges Leben. Einzig in seiner Schmetterlingssammlung scheint er aufzugehen und da Hector nach wie vor den Kontakt zu seinem Vater sucht, hat er dieses Hobby übernommen und stellt sich sehr geschickt an im Umgang mit sowohl lebenden Exemplaren, wie auch mit Exponaten.

Eines Tages sucht ein Mann namens Gulliver Truepin Hectors Vater Augustus auf und Hector bekommt mit, wie dieser mit seiner Vergangenheit erpresst wird. Mr. Fitzbaudly ist klar, dass wenn seine Vergangenheit ans Licht kommt, er im Geschäftsleben ruiniert ist. Er lässt sich auf die Erpressung ein, zahlt sogar den 3-fachen des geforderten Betrages, nur um sein Leben weiter so zu führen, wie er es seit Jahren tut und seinem Sohn sein Erbe zu erhalten. Doch Truepin verrät Fitzbaudly dennoch, sodass seine Vergangenheit in den Medien aufgebauscht wird - mit dem Ergebnis, dass der erfolgreiche Weinhandel bankrott geht und Vater und Sohn alles verlieren. Mr. Fitzbaudly ist so verzweifelt, dass er wenig später stirbt und Hector zum Waisen wird.

Hector ist gezwungen, nun für sich selbst zu sorgen und verdient sich mit Helfertätigkeiten oder als Rätsellöser auf dem Markt ein täglich Brot. Durch einen Zufall trifft er auf Gulliver Truepin, der sich mittlerweile durch das erpresste Geld einen Adelstitel erschlichen hat und sich nun Baron Bovrik de Vandolin nennt. Dieser ist im Auftrag seiner Arbeitgeberin, Lady Lysandra Mandible, auf der Suche nach jemandem, der sich mit Schmetterlingen auskennt, da Mylady mit eben solchen einen großen Auftritt auf ihrem Schloss Withypitts Hall zur Feier des Mittwinterfests plant. Hector ergreift die Gunst der Stunde und lässt sich anstellen, mit dem Wissen, dass er seiner Rache mit jedem Tag ein Stück näher kommt ...


Bei diesem Buch handelt es sich um ein Jugendbuch, das, wie alle bis dato erschienen Bücher der Autorin, im letzten Jahrhundert spielt. Den Plot fand ich gut ausgearbeitet, wobei es auch zu echt ekeligen Szenen kam (ich sag nur Katzenfresser), auf die ich hätte verzichten können. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch förmlich wie von selbst gelesen hat, allerdings sagt mir der Schreibstil der Autorin generell zu. Protagonist Hector wurde sehr facettenreich und glaubhaft in Szene gesetzt, sodass ich seine Handlungen jederzeit nachvollziehen konnte. Alles in allem handelt es sich um ein Buch, das durch eine spannende Geschichte mit einem angenehmen Schreibstil besticht und ein paar schöne Lesestunden bereitet.


Bewertung




Die Autorin:
F. E. Higgins wurde in London geboren und wuchs in Irland auf. Heute lebt sie in einem kleinen englischen Dorf, von dem man sagt, dass es dort spukt - mehr noch als an allen anderen Orten des Landes. In ihrem alten Haus aus dem 15. Jahrhundert schrieb F.E. Higgins ihre ersten Romane gruselig, bildermächtig und knisternd vor Spannung. Mit ihren atmosphärisch dichten und präzise recherchierten Erzählungen aus dem England des ausgehenden 19. Jahrhunderts in der Tradition eines Edgar Allen Poe oder Charles Dickensen ist sie inzwischen international erfolgreich.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Bei diesem Buch handelt es sich mal wiedr um eine meiner berühmt-berüchtigten Spontan-Ausleihen aus der Bücherei.


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