Samstag, 7. Juli 2012

[Rezension] Rhoda Janzen - Fix und Forty



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (14. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349227417X
ISBN-13: 978-3492274173
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 2,2 cm

Covertext:
Als sie mit 42 in die Wechseljahre kommt und ihr Mann wenig später auf Gay.com seine große Liebe findet, beschließt Rhoda Janzen, wieder nach Hause zu ziehen: zu einer Mutter, der kein Gesprächsthema zu intim ist, und einem Vater, der als Pastor arbeitet und neben Jesus auch den Erfinder des Seniorenrabatts preist. Eine selbstironische Liebeserklärung an die Heimat – von einer, die auszog, um wieder einzuziehen.

Zum Buch:
Rhoda ist jenseits der 40, hat sich von ihrer Gebärmutter getrennt und kurz darauf ihr Mann sich von ihr. Er hat was besseres gefunden auf gay.com. 
Eine kurze Zeit später hat sie einen schweren Autounfall mit vielen Knochenbrüchen. Nachdem sie einigermaßen hergestellt ist, zieht sie sich in den Kreis ihrer Familie zurück. Ihre Familie, das sind ihr Vater, ein ehemaliger  Mennonitenpfarrer, ihre etwas wundersame Mutter und ihre Geschwister. Willkommen in der Welt der Mennoniten. Dort angekommen, fügt sie sich recht mühelos wieder in die Gemeinschaft ein und schwelgt in Erinnerungen...

Nach dem Inhalt des Klappentextes freute ich mich auf einen unterhaltsamen und humorvollen Roman. Das ist dieser leider nicht geworden.
Stattdessen wird der Leser mit der Welt der Mennoniten vertraut gemacht, aber zum Teil so plumb, dass es aufdringlich wirkt. Es vergeht fast keine Seite, wo der Wortstamm mennonit nicht vorkommt.

"An mennonitischen Schulen ist das Tanzen heute immer noch verboten. Mennonitische Gymnasialleher müssen oft noch einen Vertrag unterzeichnen, in dem sie versichern, dass sie, solange sie für eine mennonitische Einrichtung arbeiten, weder trinken noch tanzen noch vorehelichen Geschlechtsverkehr haben werden. Dennoch erlauben inzwischen selbst manche der eingefleischten Mennoniten ihren Kindern das Tanzen." (Seite 150)

In diesem kurzem Auszug kommt es bereits 4x vor. So zieht es sich leider durch das ganze Buch und ich persönlich empfinde es als sehr anstrengend. An der Stelle wäre weniger mehr gewesen, zumal ich schnell begriffen habe, dass es um das Leben der Mennoniten geht.
Dabei will ich den Inhalt und die Informationen um diese Kulturgruppe nicht schlechtreden, er ist ohne Frage sehr informativ.

Der Leser erhält Einblicke in Rhodas Schul- und Jugendzeit und auch etliche Eigenheiten ihrer Eltern werden offenbart.
Anhand der vielen Erinnerungen und Rückblicke habe ich während des Lesens irgendwie den Überblick verloren. Eine weitreichende und allumfassende Erinnerung an die andere und das bisschen roter Faden, der anfangs noch vorhanden war, driftete ins Nirvana ab. Oft habe ich mich gefragt, was passiert hier eigentlich? 
Ich muss auch gestehen, dass ich für diese 250  Seiten solange zum lesen gebraucht habe, wie sonst für kein anderes Buch. Es ermüdete mich und ich bin tatsächlich eingeschlafen.
Vielleicht haben die Amerikaner einen anderen Humor, ich jedenfalls habe völlig andere Vorstellungen davon.

Dieses Buch konnte mich leider nicht fesseln und auch nicht überzeugen.
Für Leser, die an dem Leben der Mennoniten interessiert sind und dieses Wissen in geballter Form zu sich nehmen wollen, für die ist dieses Buch genau das richtige. 
  

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text vom Piper-Verlag)
Rhoda Janzen wuchs in Kalifornien als Tochter eines Pastors auf und arbeitet heute als Dozentin für Englisch und Kreatives Schreiben. Sie ist Autorin zahlreicher Gedichte, die in ihrem Band »Babel´s Stair« sowie in renommierten Fachzeitschriften und Zeitungen erschienen. Mit ihrem Roman »Fix und Forty« stand sie 33 Wochen auf der amerikanischen Bestsellerliste und löste in der Presse eine Welle der Begeisterung aus.






An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei 
 
und dem Verlag


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Keine Kommentare: