Freitag, 6. Juli 2012

[Rezension] Naomi Alderman - Die Lektionen




Leseprobe


Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Berlin Verlag; Auflage: 1.Auflage (31. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827010837
ISBN-13: 978-3827010834
Originaltitel: The Lessons
Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 3,2 cm

Covertext:

Smart und sexy sind die Oxfordstudenten, die Marc, unfassbar reich und lässig, dazu verführt, mit ihm auf seinem Herrensitz zu leben. Doch nicht alle sind stark genug, seiner manipulativen Kraft etwas entgegenzusetzen. Ein fesselnder Collegeroman über Liebe, Macht und Abhängigkeit.

Zum Buch:
Als James nach Oxford zum Studium geht, muss er erkennen, dass er nicht mehr einer der besten ist, er ist abgerutscht in die unscheinbare Mittelklasse. Als er dann auch noch im Winter auf Glatteis ausrutscht und sich ernsthaft sein Knie verletzt, hat er arge Probleme, im Unterricht mitzukommen. Unterstützung seitens des Lehrpersonals gibt es nicht.
Er lernt Mark, ebenfalls einen Studenten kennen, den er anfangs überhaupt nicht leiden kann. Mark, ein steinreicher junger Mann, der Geld nicht schätzen kann, es aber mit vollen Händen rauswirft. Mark scharrt andere Studenten um sich und bietet ihnen an, bei ihm kostenfrei außerhalb des Universitätsgeländes zu wohnen. Auch James gehört mit dazu und sie bilden als Freunde eine feste Gemeinschaft während des gesamten Studiums.
Nach dem Studium gehen alle ihrer Wege. James, der mit seiner Freundin Jess bei Mark wohnte, zieht mit ihr in eine Wohnung. 
Die Kontakte innerhalb der Clique werden spärlicher, jeder geht seiner eigenen Wege.
Mark heiratet, obwohl er schwul ist, Simons kleine Schwester Nicola.
James, der sich eingestehen muss, dass er Mark liebt, ist eifersüchtig, will aber auch nicht von Jess lassen.
Eine vertrackte Situation - wird es für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung geben? ...

Naomi Alderman hatte zwar schon ein Buch mit Erfolg veröffentlicht, für mich war sie jedoch eine unbekannte Autorin.
Die Erzählung um di
e Protagonisten James und Mark schreibt sie aus der Erzählerperspektive von James.  
Ein Buch, in dem es von Abhängigkeiten voneinander geht. James ist abhängig von Mark und Jess, Mark ist abhängig von den Leuten, die um ihn herum sind. Er braucht das Wissen, dass sie ihn wie die Motten das Licht umschwärmen.
So wie er mit den Menschen umgeht und der Meinung, die er von ihnen hat, lässt schon ahnen, dass er zu keiner wirklich herzlichen Beziehung fähig ist. Sie sind da und hofieren ihn und er braucht das. Es gibt später nur einen Menschen, den er wirklich liebt.
James ist eine unscheinbare und farblose Figur. Er ist ein Nichts ohne Mark oder Jess. Er liebt Jess, kann aber auch von Mark nicht loslassen, zu dem er sich sexuell hingezogen fühlt. Die Entscheidung, die er nicht allein treffen will, wird ihm abgenommen.
Ein Mensch so ganz ohne Rückgrat. Selbst Schläge, Beschimpfungen und Misshandlungen lässt er geduldig über sich ergehen, nur um Mark nahe sein zu können. Das macht ihn nicht sympathisch.
Es ist ein düsteres Buch, in dem es keine Hoffnung auf Besserung gibt. Die beiden Protagonisten Mark und James befinden sich in einer Abwärtsspirale ohne Hoffnung und Motivationen.
Es ist ebenfalls ein Buch mit menschlichen Schicksalen, persönlichen Tragödien und Albträumen.     

Bewertung:
3,5 von 5 Pfötchen

Zur Autorin:
(Text vom Berlin Verlag)
Naomi Alderman ist Absolventin der Oxford University. Sie hat als Lektorin und Spieledesignerin gearbeitet, mehrere Jahre davon in New York. Heute lebt sie in London. Für Ungehorsam, ihren ersten Roman, wurde sie mit dem Orange Award for New Writers ausgezeichnet.




An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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