Mittwoch, 6. Juni 2012

[Rezension] Andreas Gruber - Der Judas-Schrein



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Festa; Auflage: 3. Neuausg. (23. November 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3865520685
ISBN-13: 978-3865520685
Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 3 cm

Covertext:

In dem abgeschiedenen Dorf Grein am Gebirge, eingeschlossen zwischen den Bergen und einem Fluss, wird eine verstümmelte Mädchenleiche entdeckt. Als Kommissar Alexander Körner und sein Team mehrere Exhumierungen anordnen, nehmen die Ermittlungen eine ungeahnte Wendung. Die Lage spitzt sich zu, als durch den anhaltenden Regen der Fluss über die Ufer tritt. Vom Hochwasser umgeben und von der Außenwelt abgeschnitten, kommt eine schreckliche Wahrheit ans Licht und das Morden geht weiter …  

Zum Buch:
Um einer Suspendierung zu entgehen, wird Kommissar Alex Körner von seiner Chefin nach Grein, einem kleinen Örtchen geschickt, um dort mit seinem Team einen Mord aufzuklären.
Ein 14-jähriges Mädchen kam auf brutalste Weise ums Leben, ein bizarrer Mord, der viele Fragen aufwirft.
Körner, der selbst in Grein 14 Jahre bis zum Tod seiner Eltern aufwuchs, wollte nie wieder einen Fuß in diesen Ort setzen und verspürt auch heute noch nach so vielen Jahren ein großes Misstrauen und Unbehagen in dem Ort. 
Seine Hoffnung, den Fall schnell abzuschließen und den Ort zu verlassen, stirbt, als die Zugangsbrücken der Trier durch Hochwasser nicht mehr passierbar sind. 
Während der Ermittlungen stößt er auf ältere Todesfälle, die weitere Fragen aufwerfen. Misstrauisch geworden, veranlasst Körner die Obduktion der beiden Geschwister der Toten, die ebenfalls beide mit 14 Jahren zu Tode kamen. Von da an passieren weitere Morde und es wird klar, dass der Mörder irgendwo unter ihnen weilt, denn auch er ist vom Wasser eingeschlossen.
Als die Gewalt eskaliert, erkennt Körner schließlich die grausame und furchterregende Wahrheit und auch seine eigene Vergangenheit holt ihn wieder ein ...

Andreas Gruber war mir bislang von den Büchern "Schwarze Dame" und "Die Engelsmühle" bekannt, wo ich ihn auch schätzen lernte.

Mit diesem Roman zeigt er sich von einer anderen Seite. Was wie ein normaler Krimi beginnt, endet mit einem unvorstellbaren Grauen und Horrorszenario.
Zu Beginn des Buches denkt man noch, man hat es hier nur mit einem sehr brutalen Mord zu tun.
Aufgrund von Rückblenden ins Jahr 1937 bzw. Tagebuchaufzeichnungen eines Kirchendieners aus dem Jahr 1864 wird dem Leser das Ausmaß des Horrors klar, mit dem man es hier zu tun hat.
All die Alpträume, die Körner die Jahre hindurch hatte, seit er vor Jahren dem Flammeninferno entkommen war, werden jetzt wahr und zu einer Realität, die seinesgleichen sucht.
In einem gut durchdachten und durchgespielten Szenario lässt Andreas Gruber den Leser den ganzen Horror miterleben. Als die Morde sich häufen, kommt eine Spannung auf, die förmlich knistert. Die Verzweiflung Körners ist fast greifbar, der Wille, die Morde aufzuklären und hinter das Geheimnis zu kommen, das den ganzen Ort verseucht.
Das Grauen, das er verspürt, als er hinter das Geheimnis kommt, lässt einem die Gänsehaut zu Berge stehen. Obwohl Körner ein Mann mit einem starken Charakter ist, zerbricht er fast daran.

Ein gewaltiger Roman mit einem horrortripartigem Ende und Gänsehautgarantie.


Bewertung:




Zum Autor:

(Text übernommen von seiner HP)
Andreas Gruber wurde 1968 in Wien geboren, studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien, arbeitet halbtags im Büro eines Pharma-Konzerns und lebt mit seiner Familie und vier Katzen in Grillenberg in Niederösterreich.
1996 begann er mit dem Schreiben von Autorenportraits für das Magazin Space View und war 1999 mit einer Story Preisträger des NÖ Donaufestivals. Mittlerweile erschienen seine Kurzgeschichten in zahlreichen Magazinen, u.a. Alien Contact, Arcana, Criminalis, Nova, Fantasia, Nocturno, Omen, Orkus, Podium, Sperling, Phantastisch, Space View und dem Andromeda-SF-Magazin, sowie in Anthologien der Verlage Aarachne, Arcanum, Basilisk, BeJot, Beltz & Gelberg, Bertelsmann Club, Bielefeld, Blitz, Eloy, Fabylon, KBV, Midas, Otherworld, Pegasus, Richter, Schreiblust, Shayol, Sieben, Storia, VirPriV, Wurdack, Ulmer Manuskripte und Voodoo Press. Einige der Kurzgeschichten sind bereits in Fremdsprachen erschienen oder liegen als Hörspiel / Hörbuch vor. 
Mehr Informationen zum Autor gibt es HIER


Bibliographie und Rezensionen von Andreas Gruber findet ihr auf unserer Autorenseite


Von Andreas Gruber wurden gelesen und rezensiert:




An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Kommentare:

Buchmenschlein hat gesagt…

Klingt super spannend, werde ich gleich mal auf die Wl setzten. Habe von dem Autor noch nichts gelesen, das sollte sich wohl ändern.

Claudia Junger hat gesagt…

Das Buch habe ich auf meinem SuB und es ist gerade sehr weit nach oben geschossen. Vielen Dank für die schöne Rezension.

LG Claudia