Mittwoch, 16. Mai 2012

[Rezension} Stacey Jay - Julia für immer




Leseprobe 



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Verlag: Ink; Auflage: 1 (9. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960211
ISBN-13: 978-3863960216
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Juliet Immortal
Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,8 x 3,6 cm

Covertext:
Romeo und Julia sind nicht im Namen der Liebe gestorben. Nein, Romeo hat Julia ermordet, um selbst Unsterblichkeit zu erlangen. Doch auch Julia ist in Wahrheit nicht tot. Seit 700 Jahren sind beide in einer Mission unterwegs:
Romeo verhindert, dass Paare sich finden, Julia dagegen spürt jene Menschen auf, die für eine ewige Liebe bestimmt sind. Als sie glaubt, ihren eigenen wahren Seelenverwandten gefunden zu haben, passiert es: Zum ersten Mal trifft sie Romeo selbst, der zum Feind wurde und nun alles daransetzt, ihr Glück zu zerstören ...


Zum Buch:
Wer kennt sie nicht, die Geschichte um die Liebenden Romeo und Julia von Shakespeare. Dass die Geschichte eigentlich eine ganz andere ist und so wie wir sie kennen, von Romeo diktiert wurde, erfahren wir in dem vorliegenden Roman.
Romeo brachte Julia um, damit er unsterblich wird und wurde damit auf die dunkle Seite gezogen.
Julia, die ebenso wie Romeo unsterblich wurde, gehört der Seite der Guten an. Sie ist dazu erwählt, die Liebenden zu beschützen. Romeo dagegen, versucht das zu verhindern.
Seit rund 700 Jahren schlüpfen sie für kurze Zeit in die Körper von Personen und versuchen beide, ihre Mission zu erfüllen. Sie begegnen sich all die Jahrhunderte als Feinde.
So geschieht es auch dieses Mal, Julia landet im Körper von Ariel und Romeo in dem von Dylans. Nur dieses Mal ist alles ganz anders. 
Julias Aufgabe ist es, die Seelenverwandten Gemma, die Freundin von Ariel, und Ben zusammenzubringen. Aber sie muss erkennen, dass sie nach all den Jahrhunderten ebenfalls Gefühle entwickelt ... für Ben. Ist er ihr Seelenverwandter?

Der Roman beginnt in der Vergangenheit im Jahr 1304 und vermittelt dem Leser kurz die Liebenden Romeo und Julia.
Rund 700 Jahre später geht die Geschichte weiter und wird zum größten Teil aus der Sicht Julias wiedergegeben, die von ein paar Zwischenspielen aus der Sicht Romeos unterbrochen wird.
Julia erwacht im Körper von Ariel und stürzt sich sofort in ihre Mission, Ben, den Seelenverwandten von Gemma zu finden und die Liebe der beiden zu stärken. Dabei muss sie feststellen, dass sie selbst ihren Seelenverwandten gefunden hat und zwar in Ben. Den Kampf, den sie mit sich selbst austrägt, kann man gut nachvollziehen, denn einerseits stehen sich ihre Pflichterfüllung und andererseits ihr eigenes Glück im Wege. 
Romeo versucht derweil, Julia mit Versen davon zu überzeugen, dass sie ihn erhört und zu ihm auf die dunkle Seite wechselt.
Romeo ist in dem Roman alles andere als ein Sympathieträger. Ihn kann ich nur ganz schlecht einschätzen. Ich schwankte immer zwischen der Hoffnung, dass er es Ernst meint und dem Glauben, dass alles inszeniert ist. Vom ihm erfährt man nicht allzu viel, so sind mir die eigentlichen Beweggründe, warum er sich für die Unsterblichkeit und die dunkle Seite entschieden hat, verborgen geblieben.
Was ich gar nicht nachvollziehen konnte, war das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Wie die Mutter auf die Narben von Ariel reagiert, diese zu überschminken, finde ich einfach nur daneben. Überhaupt fand ich die Mutter-Tochter-Beziehung ziemlich überzogen.
Auch habe ich keine Erklärung gefunden, wo denn die Seelen der Personen hin sind, in deren Körper sich Romeo und Julia gerade befanden. Es wird zwar darauf hingewiesen, dass sie wieder zurückkommen, aber wie das vonstatten gehen soll, ist mir nicht ganz klar.
Da es zu diesem Roman den Folgeband "Romeo für immer" geben wird, gehe ich davon aus, dass dort einige Fragen beantwortet werden.

Pluspunkte sammelt der Roman im Schreibstil der Autorin. Er ist flüssig und leicht verständlich und lässt sich sehr gut lesen.

Besonders hervorheben möchte ich noch die wunderschöne Gestaltung des Covers. Abgebildet ist auf der Vorderseite ein Mädchen, die ich mir sehr gut als Julia vorstellen kann. Im unteren Bereich und an der linken Seite sowie auf dem Rücken sind rote Schnörkel zu finden. Diese finden sich auch wieder, wenn man den Umschlag vom Buch abnimmt. Auch dann hat man noch immer ein wunderschön gestaltetes Buch in der Hand.
Alles in allem ein sehr schön gestaltetes Jugendbuch, das völlig von der bekannten Liebesgeschichte von Romeo und Julia abgeht und diese neu umsetzt.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von Droemer Knaur)
Stacey Jay hat in den unterschiedlichsten Jobs gearbeitet, unter anderem als Schauspielerin, Tänzerin, Barkeeperin, Yoga-Lehrerin und Nachhilfelehrerin für Mathematik, bevor sie sich 2005 ganz dem Schreiben widmete. Die Autorin ist verheiratet und hat zwei Kinder. Mehr Informationen unter: www.staceyjay.com


An dieser Stelle möchte ich mich beim Verlag 
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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