Freitag, 27. April 2012

[Rezension] Susan Hill - Die Frau in schwarz



Leseprobe 


Eckdaten:
Taschenbuch: 216 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426502208
ISBN-13: 978-3426502204
Originaltitel: The Woman in Black
Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,4 x 1,8 cm

Buchcovertext:
Eine gottverlassene Gegend, ein dunkles Gemäuer. Die Beerdigung einer wohlhabenden Dame. Das Wimmern eines unsichtbaren Kindes. Eine mysteriöse Frau in Schwarz. Und ein junger Anwalt, der einem lang gehüteten Geheimnis auf die Spur kommt ...

Zum Buch:
Arthur Kipps, ein junger aufstrebender Anwalt, erhält von seinem Chef den Auftrag, an einer Beerdigung einer ihrer Klientinnen teilzunehmen. Im Anschluss möchte er sich so viel Zeit nehmen, dass er noch in ihr Haus geht, um dort nach wichtigen Papieren Ausschau zu halten. Arthur hält das für keine allzu schwierige Angelegenheit und macht sich auf den Weg dorthin.
Schon bei der Beerdigung sieht er eine ausgemergelte Frau ganz in schwarz gekleidet, die nur er sieht. Auch eine Gruppe von Kindern sieht er, aber nur er.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, denn niemand traut sich zu dem Haus, findet er jemanden, der ihn hinbringt. Das Haus liegt in einer Marschgegend und ist nur über einen Damm zu erreichen, wenn Ebbe ist. Arthur sieht sich gezwungen, dort auch die Nacht zu verbringen.
Es geschehen eigenartige Dinge, er hört Stimmen und Kinderschreie, aber was hat das alles mit der Frau in schwarz zu tun? ...

Die Geschichte um die Frau in schwarz wird von Arthur Kipps als Erinnerung niedergeschrieben. Animiert wurde er durch die Kinder seiner Frau, die Weihnachten Gruselgeschichten erzählen wollten, Arthur sich aber weigerte, eine zu erzählen.
Susan Hill ist es gelungen, dass ich mir sehr gut vorstellen konnte, wie er in Gedanken diese Geschichte aufschreibt, bedächtig und seine Ängste wiederspiegelnd.
Dank ihrer Erzählkunst spürte ich selbst den Nebel, der um das Haus waberte und die beängstigende Atmosphäre drückte auch mich. Ich fühlte genau die selben Ängste wie Arthur und spürte die Hilflosigkeit, die ihn packte.
Das Moor, der Damm, der Nebel, das alte Gemäuer - als Leser ist man mittendrin und erlebt es mit den Augen von Arthur. Die unheimliche Atmosphäre und das Grauen, das sich wiederspiegelt kann man als Leser sehr gut miterleben. Dieser Roman hat Potenzial zur Gänsehaut.Er kommt gut ohne Action aus, das Grauen kommt ganz leise.

Das Original des Buches wurde bereits 1983 veröffentlicht, diese Ausgabe in deutsch erschien nach der Verfilmung des Romans 2011 als "Roman zum Film".
Im Inneren sind 8 Seiten mit Fotos vom Film, die aber nicht alle mit der Textvorlage gemeinsames haben.
Eine feine Gruselgeschichte, die gut ohne Action auskommt und die sich gut lesen lässt.

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Droemer Knaur)
Susan Hill, geboren 1942 in Yorkshire, ist eine der bekanntesten Autorinnen Englands. Nach zahlreichen literarischen Romanen, Novellen und Jugendbüchern begeistert sie mit der Kriminalserie um Simon Serrailler derzeit eine riesige Fangemeinde. Susan Hill lebt mit ihrer Familie in einem Landhaus in Gloucestershire.


Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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