Donnerstag, 19. April 2012

[Rezension] Maria Ernestam - Das verborgene Haus




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: btb Verlag (9. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442743982
ISBN-13: 978-3442743988
Originaltitel: På andra sidan solen
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,8 cm

Buchcovertext:
Ein Sommerhaus in Schweden – und ein Neubeginn am Meer
Die Literaturdozentin Viola reist mit ihrem Mann Axel, einem Rechtsanwalt, und ihren beiden Töchtern nach Südschweden ins Sommerhaus. Doch auf der Ferienidylle liegt ein Schatten: Axel, der erst vor kurzem von einer schweren Krankheit genesen ist, verhält sich seltsam gereizt. Viola hat das Gefühl, dass er ihr etwas verschweigt. Sie sucht Zuflucht in der Begegnung mit der 90-jährigen Lea, die – einst Missionarin in China – Viola nach und nach ihre unglaubliche Familiengeschichte offenbart. Je näher sich die beiden Frauen kommen, desto weiter scheint sich Violas Mann von ihr zu entfernen. Bis etwas geschieht, das Viola vor eine schwere Entscheidung stellt …
 

Zum Buch:
Viola und ihr Mann Axel machen um Ostern herum mit den Kindern und der Katze Urlaub in der Provinz Schonen in Südschweden. Ursprünglich war Italien geplant, aber Axel hat eine schwere Krankheit hinter sich und seine Mutter, die an Demenz erkrankt ist, liegt im Pflegeheim. So haben sie sich entschieden und machen in ihrer Nähe Urlaub, um sie zu besuchen.
Bei diesen Besuchen macht Viola Bekanntschaft mit der über 90 Jahre alten Lea. Als sie dieser erzählt, dass sie Literaturdozentin ist und einen Aufsatz mit dem Thema Ewigkeit scheiben will, bekommt Viola ein Heftchen mit Geschichten, die Lea selbst geschrieben hat. Sie spiegeln Episoden aus dem Leben von Lea wider.
Während sie sich mit Lea anfreundet, verändert sich Axel. Sie entfremden sich und Viola erkennt ihren Mann nicht mehr wieder. Ist das noch ihr Mann und wird es letztendlich für sie beide eine Zukunft geben? ...

Die Autorin schreibt den Roman in der Ich-Form aus der Sicht Violas.
Viola, eine studierte Frau und Dozentin, wird als eine Frau beschrieben, die am alten festhält. Diese Frau ist im Erdulden geübt. Völlig realitätsfremd und gar nicht nachvollziehbar reagiert sie auf die Eskapaden von Axel. So reagiert keine Frau mehr im 21. Jahrhundert und schon gar nicht, wenn sie weiter als 3 zählen kann.
Wie kann man verzeihen, was dieser Mann der Katze angetan hat? Völlig unverständlich für mich und fern ab der Realität.
Viola lernt Lea kennen und freundet sich mit ihr an. Die Geschichten, die sie von Lea erhalten hat, suggerieren dem Leser, dass die beiden Gemeinsamkeiten haben, die auch Viola eine Lösung ihrer Probleme zeigen könnten. 
Die Geschichten sind nett zu lesen und sind vom Sprachstil auch gefälliger als die eigentliche Handlung, aber letztendlich frage ich mich, wozu waren sie gut? Genauso gut hätte Lea ihr alles erzählen können. Zumal diese nicht sagte, dass es sich um ihr Leben handelt.
Auch habe ich während der Lektüre versucht dahinter zu kommen, wie der Titel des Buches gerechtfertigt werden soll. Es gab kein verborgenes Haus oder was man damit vergleichen könnte.
Nach Beendigung der Lektüre war ich vom Ende enttäuscht. 

Bewertung:




Zur Autorin:
(Text vom btb-Verlag)
Maria Ernestam, geboren 1959, begann ihre Laufbahn als Journalistin. Sie hat lange Jahre als Auslandskorrespondentin für schwedische Zeitungen in Deutschland gelebt, daneben eine Ausbildung als Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin absolviert. Mittlerweile sind fünf hoch gelobte Romane von ihr erschienen. Für "Die Röte der Jungfrau" erhielt sie vor kurzem den Französischen Buchhändlerpreis. "Der geheime Brief" war in Skandinavien ein Bestseller und stand auch in Deutschland wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Maria Ernestam lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Stockholm.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.




Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Soleil hat gesagt…

Da kann ich nur zustimmend nicken. Dachte schon, nur mir geht es so. Die Frau hat mich aufgeregt.
Die Katze! Ohmei, da habe ich auch gedacht, jetzt reichts! Ich hätte ja die Scheidung empfohlen, immer dieser Zwang auf "Familienwerte".
Der Zusammenhang zwischen junger und alter Frau haben sich mir auch nicht erschlossen.