Freitag, 30. März 2012

[Rezension] Stephan M. Rother - Ich bin der Herr deiner Angst




Leseprobe


Eckdaten:
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: rororo (2. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499258692
ISBN-13: 978-3499258695


Buchcovertext:
"In unserem Job bekommt man eine Menge Tote zu sehen. Das Bild aber, das sich uns hinter der Tür im ‹Fleurs du Mal› bot, wird mich bis an das Ende meines Lebens begleiten. Viele unserer Leichen sehen so aus, als würden sie schlafen. Das war hier nicht der Fall." Ein in jeder Hinsicht verstörender Mord führt die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel: Das Opfer war ein Kollege, und es wird nicht das letzte sein. Die Taten nehmen an Grausamkeit zu. Und alle haben sie mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst. Irgendwann keimt in Albrecht eine Erinnerung: Der Traumfänger-Fall. Seit dreißig Jahren schlummert er in den Akten. Seit dreißig Jahren sitzt der Täter in der Psychiatrie. Wie es scheint, hat der Alptraum gerade erst begonnen... 

Zum Buch:
Als in einem Hamburger Edelbordell ein Polizist aufs Grausamste ermordet wurde, der in eben diesem Etablissement ermittelte, werden Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs auf diesen Fall angesetzt. Kurz darauf geschieht ein weiterer Mord an einer Kollegin. Es sieht so aus, als würde sich alles auf die Polizei konzentrieren.
Bei ihren Recherchen müssen sie erkennen, dass diese Morde von langer Hand und gut durchdacht geplant wurden. Vor ihrem Tod wurden die Opfer mit ihrer eigenen schlimmsten Angst konfrontiert. 
Es geschehen weitere Morde, bei denen dieser Aspekt des Angst einflößens immer deutlicher zutage tritt.
Es werden Parallelen gezogen zu einem Fall, der 25 Jahre zurückliegt, dem Fall des Traumfängers.
Der damalige Täter kann in diesem Fall nicht der Mörder sein, denn er sitzt gut verwahrt in einer psychologischen Einrichtung, aus der es für ihn kein Entkommen geht.
Die Polizisten nehmen Kontakt auf, in der Hoffnung, dass er ihnen eventuell Unterstützung geben kann. Dieser lässt sich auf das "Spiel" ein, aber zu welchem Preis? ...

Als die Protagonisten zu ermitteln beginnen, kann der Leser dies aus zwei Sichten miterleben. Das Geschehen um Hannah Friedrichs wird von ihr in der Ich-Form erzählt, das um den Kommissar Jörg Albrecht jedoch in der 3. Person erzählt.
Zwischendurch gibt es ab und an kurze Zwischenspiele, die etwas über den Täter berichten.
Gleich zu Beginn des Thrillers gibt es einen grausamen Mord, dem noch einige folgen werden. Mit jedem Opfer wurden psychologische "Spielchen" veranstaltet, so dass jedes Opfer seiner ureigensten Angst gegenübergestellt wurde.
Die beiden Polizeibeamten werden sympatisch und kompetent dargestellt und durch Blicke in die Vergangenheit gelingt es dem Leser, sie ein wenig kennenzulernen. 
Der Leser nimmt Anteil an das Leben der beiden Protagonisten. Jörg Albrecht, der von seiner Frau mit den Kindern verlassen wurde und der selbst ein Kindheitstrauma hinter sich hat, das er auch heute noch nicht verarbeitet hat. 
Hannah Friedrichs, die eigentlich glücklich verheiratet ist, sich aber trotzdem auf ein gefährliches Spiel mit einem der Tatverdächtigen während der laufenden Ermittlungen einlässt und sich dadurch selbst in Gefahr bringt.
Es ist ein gut geschriebener Thriller, der jedoch einige Längen hat, die man etwas hätte raffen können.
Ein Spiel mit der Angst, die auch mir Angst gemacht hat.

Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen von Rowohlt)
Stephan M. Rother wurde 1968 im niedersächsischen Wittingen geboren, ist studierter Historiker und war fünfzehn Jahre lang als Kabarettist unterwegs. Seit einem Jahrzehnt veröffentlicht er erfolgreich Romane, darüber hinaus ist er als Übersetzer tätig. Stephan M. Rother ist verheiratet und lebt in einem verwinkelten Haus voller Bücher und Katzen am Rande der Lüneburger Heide.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Amazon und beim Verlag 


 bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Merle.. hat gesagt…

Hmm, ich hab das Buch auch fast durch, leider kann es mich nicht wirklich erreichen. Das letzte Drittel nimmt sehr an Spannung zu, aber irgendwas fehlt mir da...