Mittwoch, 14. März 2012

[Rezension] Nina Blazon - Der Spiegel der Königin


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 346
ISBN: 978-3-473-35257-9
Erscheinungstermin: 2006 
Format: Hardcover
Verlag: Ravensburger


Klappentext:
Der königliche Hofstaat ist in hellem Aufruhr - ein wertvolles Medaillon scheint spurlos verschwunden. Dem Scharfsinn der Küchenmagd Elin ist es zu verdanken, dass das Schmuckstück schließlich wieder gefunden wird. Königin Kristina ist beeindruckt von dem jungen Mädchen und beschließt kurzerhand, sie in den engen Kreis ihrer Vertrauten aufzunehmen. Für Elin eröffnet sich eine neue Welt, eine Welt des Glanzes und der Intrigen, eine Welt, die sie zugleich fasziniert und befremdet ...


Rezension:
Winter 1647: Die 15-jährige Küchenmagd Elin hatte bis dato nicht viel Glück in ihrem Leben. Ihr Vater starb im Dreißigjährigen Krieg und ihre Mutter ist unbekannt. Aufgezogen wurden sie von ihrer Tante, doch nach deren Tod wurde sie von Nachbarn aufgenommen und bekam schließlich Arbeit in der Schlossküche. Bei einem Besuch Königin Kristinas verliert deren beste Freundin ihr Medaillon. Elin kann mit ihrer guten Kombinationsgabe den Weg des Medaillons nachverfolgen und findet dieses. Doch noch mit dem Schmuckstück in der Hand wird sie ertappt und des Diebstahls bezichtigt. Auf ihrer Flucht rempelt sie die Königin an. Als ihr dies klar wird, weiß sie, ihr Leben ist verwirkt. Doch alles kommt anders:

Königin Kristina hört sich die Vorwürfe an, die dem jungen Mädchen zur Last gelegt werden und hört sich auch Elins Version an. Wider erwartend schenkt die Königin dem Mädchen glauben, wodurch ihr Leben gerettet ist. Königin Kristina erkennt das Potential, das in dem jungen Mädchen steckt und beschließt, sich ihrer anzunehmen.

Elin wird Hofdame unter Kristina und lernt lesen, schreiben und reiten. Sie wird eine enge Vertraute und Freundin der Königin, der sie sich sehr nahe fühlt. Immer wieder gelingt es ihr, der Königin mit ihrem Verstand und ihrem Mut behilflich zu sein. Lange Zeit funktionieren die Beiden wie eine Einheit, ein Spiegel der jeweils anderen. Doch mit der Zeit wird das Spiegelbild unscharf, denn Kristina, die ihren Weg konsequent geht, erwartet das auch von Elin.

Doch Elin hat andere Ziele im Leben. Sie will wissen, wer sie wirklich ist, wer ihre Mutter war und sie will ein selbstbestimmtes Leben führen. Als sie sich auch noch verliebt, eskaliert die Situation zwischen den Frauen ...



Eine Historie über zwei faszinierende Frauen! Der Plot wurde sehr detailliert und größtenteils historisch korrekt ausgearbeitet, jedoch muss ich gestehen, ich konnte mich mit der Protagonistin Elin nicht wirklich anfreunden. Immer hatte ich den Zwiespalt des Empfindens, dass sie sich nicht sicher war, was denn nun eigentlich wirklich wollte. Der Schreibstil ist durchweg angenehm zu lesen, obwohl ich mir in bestimmten Szenen mehr Spannung und Emotionen gewünscht hätte. Alles in allem eine schöne Geschichte über zwei faszinierende Frauen im 17. Jahrhundert in Schweden, wovon es eine der beiden wirklich gab.


Bewertung


Die Autorin:
Nina Blazon, Jahrgang 1969, studierte Slavistik und Germanistik. Nach einigen beruflichen Abstechern (Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten und Texterin in einer Werbeagentur) arbeite sie heute als Journalistin und (seit 2003) als Jugendbuchautorin. Genres: Fantasy, Krimi und Historischer Roman.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Seit dem Buch "Totenbraut", das mich von der 1. Seite an begeistert hat, kann ich einfach nicht widerstehen, wenn ich Bücher dieser Autorin entdecke. Zwischenzeitlich habe ich mir einige gekauft, dieses hier jedoch in der Bücherei entdeckt und sofort entliehen.


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