Montag, 12. März 2012

[Rezension] Nina Blazon - Der Bund der Wölfe



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 207
ISBN: 978-3-794-17039-5
Erscheinungstermin: 1. Januar 2006 
Format: Taschenbuch
Verlag: Sauerländer


Klappentext:
Blanka, 16 Jahre, hat ihren ersten Tag in einem berühmten Internat, das auf den Grundmauern eines mittelalterlichen Klosters errichtet wurde. Aus dieser Zeit stammt auch die Geheimgesellschaft der »Wölfe«, zu der einige der älteren Schüler gehören. Als Blanka bei einer nächtlichen Mutprobe für Neulinge die Leiche einer Frau findet, beginnt für sie eine alptraumhafte Recherche in die Vergangenheit des Klosters. Was hat die Fremde nachts in der Bibliothek gesucht? Warum wurde der Leiche ein Hautstück entfernt? Alle Spuren führen zu den »Wölfen«, die in den Kellergewölben des ehemaligen Klosters ihr schreckliches Geheimnis verbergen.

Rezension:
Nach einem heftigen Streit mit ihren Eltern will die 16-jährige Blanka nur eines - weg. Da bietet ein Stipendium der Europa-Schule den Weg des geringsten Widerstandes, zumal Blanka sich mit dem Besuch dieser Elite-Schule ihrem Traumberuf ein Stückchen näher sieht. Doch bereits am Tag ihrer Ankunft gerät sie mit Joaquim aneinander, einem Mitglied "Der Bund der Wölfe". Auch ihre erste Nacht in der Schule verläuft nicht reibungslos. Wie es üblich ist, findet ein Initiationsritus der neuen Schüler statt, sprich - eine Nachwanderung durch die Wälder bis zum Friedhof des alten Klosters, in dem sich die Schule befindet. Doch Blanka wird nachts einfach allein zurück gelassen.

Wütend geht will sie zurück in ihr Zimmer und stößt dabei in der Schulbibliothek auf die Leiche einer Frau. Die hinzu gerufene Polizei geht von einem Unfall einer Einbrecherin aus, doch Blanka kann das nicht glauben. Wieso sollte die Frau in die Bibliothek einbrechen und wer war sie?

Trotz dieses Zwischenfalls geht der ganz normale Schulbetrieb weiter, doch Blanka kann sich nicht so leicht integrieren. Immer wieder gerät sie mit dem "Bund der Wölfe" aneinander, allen voran Joaquim und seinen Anhängern. Warum genau versuchen sie, ihr das Leben schwer zu machen? Als Blanka auch noch durch ihre erste Prüfung fällt, scheint es zweifelhaft, dass sie auf der Schule bleiben kann. Blanka jedoch kann es nicht fassen, die Prüfung, die sie benotet zurück erhält, ist zwar in ihrer Handschrift geschrieben, doch sie weiß ganz genau, dass das nicht die Antworten waren, die sie aufgeschrieben hat. Was geht hier vor?

Dann kommt auch noch der Student Niklas auf sie zu. Auch er scheint Probleme mit dem "Bund der Wölfe" zu haben, auch ihm wird an der ortnahen Universität das Leben schwer gemacht. Zusammen mit Jan, ebenfalls einem neuen Schüler auf der Europa-Schule und Caitlin, Blankas Zimmernachbarin, machen sie sich auf, das Rätsel im den "Bund der Wölfe" zu lösen. Dieses Geheimnis jedoch, reicht bis in eine dunkle Zeit der deutschen Geschichte zurück und ist dennoch in der Gegenwart nicht ungefährlicher.


Ein überaus faszinierendes, ja teilweise überaus düster angelegtes Jugendbuch. Der Plot wurde sehr gut und facettenreich ausgearbeitet und auch die Protagonisten, allen voran Blanka und Niklas wurden mit sehr viel Tiefe, aber auch mit Ecken und Kanten in Szene gesetzt. Der Schreibstil ist jugendlich-locker bis düster gehalten, wobei ich mir bei bestimmten Szenen des Buches jedoch etwas mehr Spannung erhofft hatte. Alles in allem ein gelungener Jugend-Krimi, der mir schaurig-schöne Lesestunden bereitet hat.


Bewertung




Die Autorin:
Nina Blazon, Jahrgang 1969, studierte Slavistik und Germanistik. Nach einigen beruflichen Abstechern (Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten und Texterin in einer Werbeagentur) arbeite sie heute als Journalistin und (seit 2003) als Jugendbuchautorin. Genres: Fantasy, Krimi und Historischer Roman.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Seit dem Buch "Totenbraut", das mich von der 1. Seite an begeistert hat, kann ich einfach nicht widerstehen, wenn ich Bücher dieser Autorin entdecke. Zwischenzeitlich habe ich mir einige gekauft, dieses hier jedoch in der Bücherei entdeckt und sofort entliehen.


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