Dienstag, 6. März 2012

[Rezension] Jenny-Mai Nuyen - Rabenmond

Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 512
ISBN: 978-3-828-99756-1
Erscheinungstermin: 2009
Format: Taschenbuch
Verlag: Weltbild


Klappentext:
Wenn der Rabenmond über den Wäldern von Wynter aufsteigt, vollziehen die Herrscher des Reichs ein uraltes Ritual: Sie töten drei Tiere, um sich deren Gestalt und Kräfte anzueignen. Das Geheimnis der Verwandlung verleiht ihnen Unsterblichkeit und grenzenlose Macht.

Als Mion im Wald einen Fuchs erschießt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Zu ihrem Entsetzen verwandelt sich das Tier in einen Jungen mit bernsteinfarbenen Augen: Sie hat Lyrian angegriffen, den Sohn der Tyrannen von Wynter. Auf Mions Tat steht der Tod. Doch Lyrian verliebt sich in Mion und rettet sie. Nicht ahnend, dass das Mädchen von fremden Mächten dazu auserkoren ist, die düstere Herrschaft seiner Familie für immer zu beenden …


Rezension:
Die 15-jährige Mion lebt mit ihrer Familie in den Ruinen vor den Toren von Wynter. Sie und ihre Familie führen ein eher tristes Dasein, denn sie sind nur Menschen, die von ihren Emotionen beherrscht werden und von daher allerhöchsten den Rang von Diener bekleiden können.

Mion spielt mit ihren Freunden gerne ein Spielt, genannt "Ritus". Hierbei geht es darum, den Atem eines sterbenden Tieres einzufangen und einzuatmen, um das Tier so ein Stück auf seiner Reise in die nächste Welt zu begleiten. Bisher haben sie immer nur mit Regenwürmern, Käfern und ähnlichem dieses Spiel gespielt, doch nun soll es ein größeres Tier sein. Im Wald trifft Mion mit ihren Freunden auf einen Fuchs, den sie erlegt. Doch als sie nach dem verletzten Tier schauen will, findet sie einen unbekleideten Jungen vor. Ihr ist sofort klar: Er ist ein Drache! und damit ihr Leben so gut wie verwirkt, denn wer einen Drachen verletzt oder gar tötet, ist des Todes. Denn die Drachen, die weder durch Emotionen noch durch sonstige Nebensächlichkeiten beherrscht werden, sind auf Grund ihrer emotionsfreien Intelligenz die Herrscher Wynters.

Mion und ihre Freunde ergreifen die Flucht und der Junge kehrt in den Palast von Wynter zurück. Es handelt sich bei ihm um Lyrian, den Thronfolger des Drachenreiches. Als er berichtet, was geschehen ist, werden umgehend Sphinxen ausgesandt, um die Übeltäter gefangen zu nehmen. Mion währt sich in Sicherheit, sicher hat der Junge sie nicht erkannt, doch ihr Freund Saffa, der ebenfalls mit im Wald war, verrät sie als Schützin und unterzeichnet damit ihr Todesurteil. Mion wird nach Wynter gebracht, in ein Verlies gesteckt und wartet auf ihre Hinrichtung. Doch dann taucht mitten im Verlies der Künstler Jagu auf und rettet ihr das Leben.

Lyrian hingegen kann das Mädchen aus dem Wald nicht vergessen. Er sendet eine Dienerin aus, um das Mädchen zu retten, doch sie kommt zu spät. In der Grube liegt bereits eine weibliche Leiche mit ihrem Namen.

Mion hingegen wird von Jagu in seinem Haus als neuer Lehrling angenommen. Doch sein Plan ist es nicht, sie als Lehrling auszubilden. Sie soll das Geheimnis der Drachen aufdecken, dass sie verbergen, um ihre Herrschaft zu sichern.


Rabenmond erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die dazu ausersehen ist, eine Welt zu ändern. Der Plot ist an sich gut ausgearbeitet, wenn auch leicht vorhersehbar und auch der Schreibstil war, zu meinem Bedauern, nicht wirklich spannend. Wirkliche Höhen und Tiefen kamen beim Lesen bei mir leider nicht auf. Die Figur der Mion war mir anfangs sehr sympathisch, jedoch änderte sich das immer mehr, so wie sie sich veränderte um zum Schluss muss ich wirklich sagen: Ich kann die Figur der Mion keinen Deut mehr leiden - sie ist mir zuwider. Die Figur des Lyrian kam bereits von Anfang an recht schwach vor und dieser Eindruck hat sich bis zum Ende nicht gelegt. Bei diesem Buch handelt es sich um das erste, was ich von der Autorin gelesen habe. Ich habe noch ein ungelesenes Buch im Schrank stehen, aber bis ich das zur Hand nehme, wird es wohl noch etwas dauern, zu enttäuscht bin ich von diesem Buch, dass meinen Erwartungen nicht gerecht wurde.

Bewertung


Die Autorin:
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Die Autorin wurde mir empfohlen und als ich beim Online-Bücher-Shoppen das Buch entdeckte, landete es sofort in meinem Einkaufskorb. Erstaunlicherweise hat das Buch jetzt fast ein Jahr bei mir geSuBt - als hätte ich geahnt, warum.



Keine Kommentare: