Samstag, 24. März 2012

[Rezension] Heike Eva Schmidt - Purpurmond




Leseprobe

Eckdaten: 
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten 
Verlag: PAN (1. März 2012) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3426283662 
ISBN-13: 978-3426283660 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre 
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 3,2 cm

Buchcovertext:
Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuterkundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht …   


Zum Buch:
Cat, die mit ihren Eltern nach Bamberg gezogen ist, hat es schwer, sich in die Gemeinschaft der Klasse einzufügen. Immer wieder wird sie von den Mädchen aus der Clique um Sina gemoppt, obwohl sie keinen Anlass erkennen konnte.
Als Sina ihr eines Tages ein Friedensangebot macht und sie zu einer Party im Drudenhaus einlädt, nimmt sie diese nach reichlicher Überlegung an.
Dort musste sie dann leider erkennen, dass man sie in eine Falle gelockt hatte, denn nach kurzer Zeit wird sie vor Mitternacht von den Mädels im Keller eingeschlossen und allein gelassen. Trotzdem sie eigentlich keine Angst hat, versucht sie, aus dem Keller zu entkommen. Beim Abtasten der Wände findet sie hinter einem lockeren Stein einen Halsreif und ein Stück Leder, in dem etwas eingraviert wurde. Sie bindet sich den Halsreif um, nachdem sie ihn gereinigt hat und liest die Worte auf dem Leder laut vor.
Das hat zur Folge, dass sie im Bamberg des Jahres 1632 landet, zur Zeit der Hexenprozesse und -verbrennungen.
Sie lernt die junge Dorothea kennen, die sie medizinisch versorgt, nachdem sie sich verletzt hatte. Sie schließt mit ihr Freundschaft und muss miterleben, wie diese von dem Vater ihres heimlich Geliebten ihr den Hof macht. Er ist der oberste Richter von Bamberg und kann ein "nein" nicht akzeptieren. Sie hat sich einen starken Feind geschaffen, der sich nicht nur auf Dorothea beschränkt.
Cat, die wieder in der Gegenwart aufwacht, erkennt, dass sie den Halsreif nicht mehr vom Hals bekommt, dass dieser sich sogar enger um diesen geschlungen hat. 
Mit Hilfe eines Geschichtsdozenten kommt sie an die Adresse einer heutigen "Hexe", die ihr mit dem Halsreif leider auch nicht helfen kann, aber erkennt, dass es sich um einen Fluch handelt, der den Halsreif betrifft.
Cat muss wieder in die Vergangenheit zurück und die Hexe finden, die letztendlich den Fluch ausgestoßen hat und sie dazu bringen, diesen rückgängig zu machen.
Aber wie soll sie diese finden, sie weiß nicht, wer sie ist und wo sie zu finden ist ...  


Ein wunderbarer Einstieg für Jugendliche in die Welt der Zeitreisen. Es ist jedoch ein Buch, dass nicht nur für Jugendliche geschrieben wurde, es fasziniert auch ältere Leser, wie man an mir gut feststellen kann.
Mit Hilfe von Heike Eva Schmidt fällt es dem Leser leicht, sich in der Zeit der Hexenprozesse in Bamberg zurechtzufinden. Die Autorin hat sehr gute Recherchearbeit geleistet, so dass man das Geschehen um die Hexenverleumdungen sehr gut nachvollziehen kann.
Cat, die Protagonistin des Buches, ist ein sympatisches junges Mädchen, dass durch widrige Umstände ins 17. Jahrhundert befördert wird. Da sie nicht auf den Mund gefallen ist, fällt sie natürlich gleich auf, und das nicht nur wegen ihrer ungewöhnlichen Kleidung sondern auch ihrer flotten Sprüche wegen, die mich einige Male zum schmunzeln brachten.
Cat erkennt sehr schnell, dass das Leben von Dorothea sehr eng mit ihr verbunden ist. Irgendeine Hexe hat den Halsreif verflucht und mit Hilfe von Dorothea und deren Bruder versucht sie diese Hexe zu finden. Als Dorothea dann selbst als Hexe verleumdet wird, wird auch für Cat die Zeit knapp, denn der Halsreif zieht sich immer enger zusammen, so dass sie kurz vor dem Ersticken steht.
Selbst als ihr eigenes Leben in Gefahr ist, lässt sie nicht davon ab, Dorothea aus ihrer misslichen Lage zu befreien.
Der Autorin ist es gelungen, den Leser in das Bamberg des 17. Jahrhunderts herumzuführen. Durch die anschaulichen Beschreibungen des Settings kam ich mir dort nicht fremd vor.
Ein rundum gelungenes Buch, in dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt.


Die Gestaltung des Covers finde ich sehr gelungen. Dieses wurde in purpurähnlicher Farbe gestaltet und ist ein absoluter Hingucker. Schon das allein macht neugierig und man spürt den Zwang, dieses Buch in die Hand zu nehmen.


Bewertung:





Zur Autorin:
(übernommen von Droemer Knaur)
Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren und lebt heute im Süden Münchens. Nach einem Studium der Schulpsychologie wechselte sie direkt nach ihrem Abschluss zum Journalismus. Nach Stationen bei Radio, Fernsehen und Zeitschriften erhielt sie im Jahr 2000 ein Stipendium an der Drehbuchwerkstatt München. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als freie Drehbuchautorin, aktuell für eine Serie des Bayerischen Fernsehens. 2010 verwirklichte sie schließlich ihren Kindheitstraum: Romane zu schreiben. Seitdem arbeitet sie vorzugsweise im bayerischen Voralpenland. Dort entstehen in ihrer kleinen „Schreibstube“ viele Ideen. „Purpurmond“ ist Heike Eva Schmidts erster Fantasyroman. 

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Sabine hat gesagt…

Hallo,

nachdem so viele Leser von diesem Buch begeistert sind, hab ich in meinen Amazon-Einkaufswagen gepackt... *ohneWorte*

LG
Sabine