Donnerstag, 9. Februar 2012

[Rezension] Thomas Jeier - Wohin der Adler fliegt








Eckdaten: 
Gebundene Ausgabe: 271 Seiten 
Verlag: Ueberreuter (September 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3800055597 
ISBN-13: 978-3800055593 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre 
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,8 x 2,6 cm

Buchcovertext:
South Dakota, 1890: Als Supervisor of Education versucht Elaine Goodale den Sioux-Indianern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Als einzige Frau, die ein öffentliches Amt bekleiden darf, macht sie sich viele Freunde, aber auch mächtige Gegner. Ihre Beziehung zu Charles Eastman, einem Indianer, dem ein Studium an der Ostküste ermöglicht worden war, stößt ebenfalls auf Ablehnung. Doch Elaine geht mutig und unbeirrt ihren Weg - bis zu jenem schicksalshaften Tag im Dezember 1890 ...

Schon lange wollte ich etwas vom Autoren Thomas Jeier lesen. Nachdem Claudia von Claudias Bücherregal 2 Bücher von ihm zum Rezensieren angeboten hatte, habe ich mich natürlich dafür beworben.
Auf diesem Weg recht herzlichen Dank an Claudia und auch an den Autoren Thomas Jeier, der das Buch zur Verfügung gestellt hatte.

Zum Buch:
Elaine Goodale, eine Frau zum Ende des 19. Jahrhunderts, die für die Rechte der Indianer kämpft. Sie ist Lehrerin und unterrichtet in den Day Schools die Kinder im Indianer-Reservat. Sie spricht die Sprache der Sioux fließend und kennt sich mit der Kultur und den Bräuchen der Indianer aus. Sie hat sich viele Freunde geschaffen, auch unter den Indianern, die sie respektieren.
Um den Indianers zu helfen, verlässt sie für ein halbes Jahr das Reservat, um als "Supervisor of Education" (Schulrätin) zurückzukommen.
In dem halben Jahr hat sich bei den Indianern vieles zum Nachteil entwickelt. 
Nachdem ihre Büffel von den Weißen abgeschlachtet wurden und ihnen unfruchtbares Land zum Leben zugeteilt wurde, können sie sich nicht mehr allein versorgen. 
Die Zuteilungen von lebensnotwendigen Nahrungsmitteln sind nunmehr auf ein Minimum eingeschränkt worden. Die Indianer gehen in Lumpen, die sie von den Weißen bekommen haben und hungern.
Elaine fühlt sich nicht nur für die Bildung der Indianer zuständig, sie versucht auch zu helfen, dass sie menschenwürdig leben können.
Das schafft ihr nicht nur Freunde.
Männer, die vom Leben und von der Kultur der Indianer keine Ahnung haben, sitzen auf wichtigen Posten und sind nicht willens, sich von einer Frau belehren zu lassen.
Als die "Geistertanz"-Bewegung aufkommt, suchen diese militärischen Beistand und tragen so zum Untergang der Indianer bei ...

Thomas Jeier führt uns mit diesem Buch durch einen kleinen Abschnitt der amerikanischen Geschichte und gleichzeitig einem Lebensabschnitt der Lehrerin Elaine Goodale.
Seit der großen Schlacht am Little Bighorn sind 14 Jahre vergangen und die Indianer sind gezwungen, in Reservaten, die ihnen die amerikanische Regierung zugeteilt hat, zu leben.
Zusammen mit ihrem späteren Mann Dr. Charles Eastman, der selbst Indianer war und im Osten studieren durfte, versucht sie, das Leben der Indianer zu verbessern und ihnen zu helfen, wo sie nur kann. Der Leser lernt sie als knallharte Frau kennen, die sich für die Rechte der Indianer einsetzt, aber auch als poetische junge Frau, die schon in jungen Jahren Gedichte veröffentlichte. 
Sie behauptet sich nicht nur gegen böswillige Verleumdungen durch die Presse, sondern auch als Schulrätin.
Mit einfachen Worten erzählt Thomas Jeier, wie eine bemerkenswerte Frau ihren Weg geht. 
Sehr detailliert erzählt er, wie es zum Massaker von Wounded Knee kam.

Für das Buch gibt es eine Altersempfehlung von 14-15 Jahren, aber es ist nicht nur ein Jugendbuch, auch Erwachsene haben an dieser Lektüre ihre Freude.
Ich kann dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen von seiner HP)
Thomas Jeier wuchs in Frankfurt am Main auf und lebt heute bei München und "on the road" in den USA und Kanada. Nach dem Gymnasium absolvierte er eine Buchhändlerlehre. Er arbeitete für eine Jugendzeitschrift und machte sich dann als freier Schriftsteller selbständig. Seitdem hat er über hundert Sachbücher, Romane und Jugendbücher veröffentlicht. 

Mehr über Thomas Jeier erfahrt ihr HIER 





Als ich im Vorfeld zum Buch gelesen hatte, dass es um das Massaker am Wounded Knee geht, hatte ich gleich aus meinen Jugendtagen das Lied von Redbone "We Were All Wounded at Wounded Knee" im Hinterkopf, das ich auch auf YouTube gefunden habe und euch nicht vorenthalten möchte.
Seit dem ist es für mich wieder wie ein Ohrwurm, ich bekomme es nicht aus dem Kopf :-)

 
Selbst Johnny Cash hat sich dieses Themas angenommen und "Big Foot" gesungen.





Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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