Freitag, 24. Februar 2012

[Rezension] Patrick Dunne - Illaun Bowe 02: Die Pestglocke






Eckdaten: 
Taschenbuch: 384 Seiten 
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (10. Mai 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3442375061 
ISBN-13: 978-3442375066 
Originaltitel: The Lazarus Bell 
Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,4 x 3 cm

Buchcovertext:
Die junge Archäologin Illaun Bowe entdeckt auf dem Pestfriedhof eines irischen Städtchens eine lange verschollene Madonna. Sofort beginnt sie, die Wahrheit hinter dem Mythos um die Heilkräfte der Statue zu erforschen. Da erschüttert ein brutaler Ritualmord den Ort. Und damit nicht genug! Offenbar wurde bei ihren Ausgrabungen ein Pesterreger freigesetzt. Nur Illaun erkennt, dass die Todesfälle auf teuflische Weise zusammenhängen – und ein Sterbender prophezeit ihr, dass dies erst der Anfang sei …

Zum Buch:
Die Archäologin Illaun Bowe hat die Möglichkeit, Ausgrabungen an einem ehemaligen Lepra- und Pestfriedhof zu machen, bevor dort ein Round-About gebaut werden soll. Zum Ende der Arbeiten finden sie 2 Bleisärge, die sie zu bergen versuchen. Dabei bricht einer der Särge auseinander und die Leichensuppe ergießt sich über ein Mitglied ihres Teams.
Trotzdem er sofort ins Krankenhaus gefahren wird, verstirbt er dort nach kurzer Zeit.
In dem 2. Sarg finden sie eine lang verschollene Statue der Madonna, die ein Kind auf dem Arm hält. Sofort erheben die katholische und die anglikanische Kirche Anspruch auf die Madonna, aber auch das Nationalmuseum. 
Nachdem auch noch ein Junge an der augenscheinlichen Pest stirbt, wird über die Gemeinde Quarantäne verhängt.
Parallel zu dem Fund der 2 Bleisärge wurde auch eine stark verstümmelte Frauenleiche gefunden, die anhand der Wunden auf ein Voodoo-Opfer schließen lässt. Für genauere Untersuchungen wird veranlasst, dass der Südafrikaner Peter Groot eingeflogen wird.
Dieser recherchiert nicht nur wegen der Frauenleiche, sondern hilft auch Illaun dabei, dem Geheimnis der Madonna auf die Spur zu kommen und das Rätsel um die Pestviren zu lösen.
Das bringt Illaun auch in Nöten, denn ihr Verlobter sieht die enge Verbindung zwischen den beiden gar nicht gern ...

Nach dem "Keltengrab" ist dieser Roman das 2. Werk um die Archäologin Illaun Bowe.

Wieder zeigt Patrick Dunne, wie er es meisterhaft versteht, mehrere Ereignisse, die scheinbar keine Verbindung haben, miteinander zu verweben, so dass sie zum Ende eine geschlossene Einheit bilden.
Hier finden einige Brennpunkte Zugang zum Werk, angefangen mit Aids und Rassenhass sowie der Meinungsbildung und Verdrehung von Wahrheiten durch die Presse.
Patrick Dunne bringt uns auch ein wenig an die irische Geschichte heran, indem er von Aberglauben und sagenhaften Erzählungen berichtet, die sich um den Fund der Madonna ranken.
Gekonnt konstruiert der Autor ein Gesamtgebilde der einzelnen Ereignisse.
Der Schreibstil ist kontinuierlich und flüssig und lässt sich gut lesen.
Das Buch ist zwar als Thriller deklariert, aber ich denke, es geht eher in Richtung Krimi.

Ich mag diesen Autor und freue mich schon auf die Fortsetzung "Die Opferstätte".  


  
Bewertung:



Zum Autor:
(übernommen von Krimi-Couch)
Patrick Dunne wurde in Dublin geboren. Nach einem Literatur- und Philosophiestudium wollte er zunächst Musiker werden und führte mit seiner Band ein Musical über keltische Themen auf. Inzwischen blickt er auf zwanzig erfolgreiche Jahre als Regisseur und Produzent beim irischen Rundfunk und Fernsehen zurück.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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