Donnerstag, 15. September 2011

[Rezension] Anna Gavalda - Zusammen ist man weniger allein










Klappentext:
Philibert ist zwar ein historisches Genie, doch wenn er mit Menschen spricht, gerät er ins Stottern. Camille, magersüchtig und künstlerisch begabt, arbeitet in einer Putzkolonne, und Franck schuftet als Koch in einem Feinschmeckerlokal. Er liebt Frauen, Motorräder und seine Großmutter Paulette, die keine Lust aufs Altersheim hat. 
Vier grundverschiedene Menschen in einer verrückten Pariser Wohngemeinschaft, die sich lieben, streiten und versuchen, irgendwie zurecht zu kommen.

Zum Buch:
Philibert, schüchtern und nervös, wenn er mit vielen Menschen zusammenkommt, so dass er anfängt zu stottern, besitzt vorübergehen eine Riesenwohnung, die er sich mit dem Workaholic Franck teilt. Franck kennt nur die Arbeit und Frauen, wobei er bei letzteren die Abwechslung liebt.
Die magersüchtige Camille, die im gleichen Haus in einer fast unbeheizten 10 m² Dachwohnung haust, wird aus dieser von Philibert rausgeholt, nachdem sie dort allein und krank gelegen hatte. Er nimmt sie mit in seine Wohnung und teilt ihr ein Zimmer zu. Nach anfänglichen Reibereien zwischen Franck und Camille kommen sich die 3 langsam näher und bilden eine Einheit.
Franck fährt jeden Montag zu seiner Großmutter Paulette, die er liebt und die ihn großgezogen hatte. Sie ist gestürzt und muss seitdem in einem Altersheim wohnen, da sie nicht mehr in der Lage ist, sich allein zu versorgen. Sie lehnt sich dagegen auf, aber Franck sieht keine Lösung, wie er ihr helfen kann. Als er einmal Camille mit zu seiner Großmutter nimmt, findet sie eine Lösung. Kurz darauf zieht auch Paulette, die inzwischen an Altersdemenz leidet, mit in die Wohnung ein und wird dort von allen, aber hauptsächlich von Camille versorgt.
Zwischen diesen 4 einsamen Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, entwickelt sich eine tiefe vertrauensvolle Freundschaft...

Meine Meinung:
Anna Gavalda hat hier einen Roman geschaffen, den man nicht aus der Hand legen mag. Jeder dieser 4 Protagonisten hat einen einsamen langen Weg hinter sich. Sie lässt den Leser teilhaben an den Schicksalsschlägen der einzelnen, die von ihren Familien mitachtet und ignoriert werden.
Der Leser nimmt Teil an ihrem Leben, an den Veränderungen, die mit ihnen in dieser Gemeinschaft vonstatten gehen. Sie zeigt in gefühlvollen Bildern, dass man sich Freundschaft verdienen muss und dass man mit ihr stark werden kann.   
Ein Buch, das nachdenklich macht.

Bewertung: Note 2


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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