Samstag, 20. Mai 2017

[Lucky] Meine Lucky wird 5

Oh Gott, wie schnell doch die Zeit vergeht.
Es ist noch gar nicht so lange her, da durfte ich bei Kleeblatt einziehen, da war ich noch ganz klein.
Heute bin ich schon 5 Jahre alt und auch fast so lange schon bei meinem Frauchen Kleeblatt und bei Tommy.


Der Tommy ist immer noch mein allerbester, den habe ich auch  noch immer unter meiner Kralle, also, er macht schon, was ich will. Von wegen Macho, wie meine Ersatzdosine immer zu ihm sagt. Bei mir ist er immer lammfromm. Um die kleine Kralle habe ich ihn gewickelt und so gefällt es mir auch.

Ich habe schon fast gedacht, dass mein Geburtstag ausfällt, denn mein Frauchen Kleeblatt ist einfach eine Woche nach Irland geflogen. Kerry, die Ersatzdosine ist zwar ganz lieb und nett, aber Geburtstag ohne mein Frauchen geht ja wohl gar nicht. Aber sie ist ja glücklicherweise pünktlich wieder hier bei mir gelandet.
Natürlich gibt es zu meinem Geburtstag auch Geschenke, wieder solche, die den Magen füllen. Aber ich bin ja richtig lieb und gebe meinem Tommy natürlich auch was ab, wir machen immer halbe - halbe, da passt unser Frauchen schon auf.
Dankeschön ihr beiden für die Leckereien.

Guckt mal, was es gegeben hat.

von meinem Frauchen

von der Ersatzdosine Kerry

So, und nun will ich feiern, den ganzen Tag.
Ich zieh mich zurück, werde das lecker Fresschen genießen und mich über Glückwünsche freuen.

Eure "große" Lucky

Donnerstag, 18. Mai 2017

Kerrys "Kleiner" Jamie wird 12

Hallo ihr Leser des Blogs,

ich erkläre den heutigen Tag zum Jamie-Tag, denn heute habe ich Geburtstag. Ich mache das Dutzend voll, sagt das Personal, was auch immer das heißen soll. Ich bin hier aber immer noch der "Kleine", weil Jüngste und als "Kleiner" stehen mir ja sowieso immer ein paar Kuscheleinheiten mehr zu, oder?

Das Personal hat mich hier einfach fotografiert - ohne zu fragen!

Das letzte Jahr war recht ruhig, ich hatte auch keinen neuen Katzenschnupfen-Schub, worüber vor allem das Personal sehr glücklich ist (und ich auch, denn die würgt immer diese doofen Tabletten in mich rein, was ich gar nicht mag). 

Allerdings habe ich nach wie vor die Angewohnheit, dort zu schlafen, wo ich eigentlich nicht schlafen soll - verstehe mal einer, was das Personal mir damit sagen will?

Der Wäschekorb vom Personal ist aber auch gemütlich ^^

So, nun aber zum Wichtigsten - Geschenke! Denn als Geburtstagskind stehen mir natürlich Geschenke zu. Nach dem Debakel im letzten Jahr mit der verspäteten Lieferung hat das Personal schon vor Wochen was für mich besorgt - sie hat anscheinend was draus gelernt ;-)

eine ganz große Dose mit gefrier-getrocknetem Hühnchen - megalecker und glaubt mir, mit Snacks kenne ich mich aus und diese mag ich ganz doll

Doch nicht nur das Personal hat was für ihren "Kleinen" Liebling besorgt, auch die Ersatzdosine hat sich nicht lumpen lassen

jetzt mal ganz ehrlich, wer mag denn bitte schön keine Dreamies?

Vielleicht habt ihr es ja bemerkt, die Scherze vom letzten Jahr von wegen Spielzeug gegen das Wohlfühlbäuchlein wurden nicht wiederholt, nein, dieses Jahr gibt es nur leckere Snacks für mein Wohlfühlbäuchlein und ganz ehrlich, mein Personal liebt es, das Bäuchlein zu kraulen ^^

Ansonsten lasse ich den heutigen Tag mal ganz ruhig angehen, so mit Snacks zum Frühstück zum Beispiel und natürlich ganz viel Schönheitsschalf halten und so weiter - immerhin muss ich ja weiter dafür sorgen, dass man mir mein Alter nicht ansieht, denn ich habe noch nicht ein weißes Haar in meinem wunderschönen schwarzen Fell.

Jamie

Sonntag, 14. Mai 2017

[Neuzugänge] der 19. KW 2017


Auch in dieser Woche gibt es wieder nur Neuzugänge von mir (Kleeblatt) zu vermelden.
Tja und das sind sie nun:
 

Kleeblatts Neuzugänge:
Flechsig, Dorothea - Kleiner Dreckspatz Aurelia 
Gerstenberger, Stefanie - Piniensommer 
Darling, Annie - Der kleine Laden der einsamen Herzen 
Lucas, Jana - Landliebe 

  
  


Kennt ihr bereits eines meiner neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Kleeblatt

Freitag, 12. Mai 2017

[Lesung] Buchpremiere - Anja Goerz las aus "Wenn ich dich hole"

Es ist schon wieder ein Weilchen her, seit wir bei einer Lesung waren, so dass es uns besonders freute, als wir erfuhren, dass Anja Goerz die Buchpremiere ihres Buches "Wenn ich dich hole" hier in Berlin lesen würde.
Keine Frage, dass wir dabei sein wollten.
Die Location befand sich auch noch so günstig, dass sie auf unserem Heimweg lag, so das schnell Karten reserviert wurden.

Die Lesung fand im Café Sibylle in der Karl-Marx-Allee statt, ein Café, das es schon zu DDR-Zeiten gegeben hat.
Außer der Möglichkeit, dort Kaffee trinken zu können, hat man auch gleich noch die Möglichkeit, in Nostalgie zu schwelgen, denn es beinhaltet auch eine kleine Ausstellung mit Zeitzeugen aus vergangenen Tagen der Karl-Marx-Allee.

Café Sibylle


   
Anja Goerz mit ihrem ersten Thriller

Marion Brasch, ebenfalls Autorin, führte durch den Abend und versuchte, Anja Goerz die ein oder andere Information zu entlocken.
So erfuhren wir unter anderem, dass Anja Goerz Radiomoderatorin und seit 2006 auch als Autorin tätig ist. Selbst liest sie am liebsten Krimis und Thriller, und doch waren ihre ersten Bücher diesem Genre absolut nicht zuordenbar, denn es waren Frauenromane.
Ein Stipendium ermöglichte es ihr, an einem Kurs teilzunehmen, an dem das Schreiben von Krimis / Thrillern gelehrt wurde. Von dort brachte sie auch die Idee zu dem nun vorliegenden Thriller mit.

Die Idee zu dem Buch ist, dass ein Junge allein zu Hause ist und es durch Unwäglichkeiten, Zufällen und Hindernissen nicht möglich ist, zu ihm zu kommen.

Anja Goerz und Marion Brasch

Anja Goerz las aus dem Buch 4 Abschnitte und nach dem gelesenen Anfang des Buches ging es dann auch schon mit den Fragen weiter.

Anja Goerz, lesend

Interessant war die Information, dass es bereits Anfragen auf die Filmrechte zu diesem Buch gibt, man kann also gespannt bleiben.
Die Autorin hat ihr Geschehen nach Friesland verlegt, dort kennt sie sich aus, weiß, wie die Leute reden und ticken und kann das auch dementsprechend gut wiedergeben.

Für einige ihrer Protagonisten gab es reale Vorlagen, so wie beispielsweise den Dorfpolizisten Bruno. Auf dem folgenden Foto zeigt sie ein Foto des Polizisten, der die Vorlage für Bruno war.

Anja Goerz beim Zeigen von Fotos 

Sie führte zu Recherchezwecken auch Gespräche mit ortansässigen Polizisten.

Der nächste Leseabschnitt spiegelt die Situation dar, wie Bendix, der Vater des 9-jährigen Lewe, der allein zu Hause ist, versucht, nach Hause zu kommen und alles schief geht.

In den beiden anderen Kapiteln, die die Autorin liest,geht es einmal um den Dorfpolizisten Bruno und ein weiteres mal um Bendix, den Vater.

Schon anhand der kurzen Leseabschnitte ist die Verzweiflung der Protagonisten spürbar, man leidet mit ihnen mit.

Von Anja Goerz erfuhren wir weiterhin, dass sie das Buch ganz akribisch mittels einer Zeitentabelle geschrieben hatte, um genau nachverfolgen zu können, wo und wann sich welcher Protagonist befand.

Diesen Thriller gibt es auch als Hörbuch und sie selbst ist ganz begeistert davon, da es von Stefan Kaminski eingelesen wurde, der den Protagonisten jeweils eine eigene Stimme gegeben hat.
Für Kleeblatt ist schon mal klar, dass sie sich das Hörbuch besorgen wird.

Auf die Frage, ob es einen weiteren Fall mit Bruno geben wird, konnte sie nicht klar ja oder nein sagen. Das nächste Buch wird zumindest ohne Bruno und ohne die Kripo Flensburg sein. 
Auch hier dürfen wir gespannt bleiben, was kommen wird.

Es war eine schöne Lesung mit Einblicken in ein Buch, auf das Kleeblatt inzwischen neugierig ist. Das Ambiente im Café Sibylle war schon irgendwie speziell. Leider war es für eine Buchpremiere nicht allzu gut besucht, da haben wir eigentlich mehr Zuspruch erwartet.

Aber wir konnten weitere Krimiautorinnen sichten, die es sich nicht nehmen ließen, ihre Kollegin hier zu unterstützen.

Mechthild Lanfermann und Susanne Kliem

  
Anja Goerz mit ihrem Buch und der Büchertisch

Hier noch ein paar Impressionen aus dem Café Sibylle.

Regenschirme an der Decke

Ausstellung zur Geschichte der Karl-Marx-Allee

kleine Ausstellung aus der Vergangenheit

kleine Ausstellung aus der Vergangenheit

Sonntag, 7. Mai 2017

[Neuzugänge] der 18. KW 2017


Auch in dieser Woche gibt es wieder nur Neuzugänge von mir (Kleeblatt) zu vermelden.
Tja und das sind sie nun:
 

Kleeblatts Neuzugänge:
Wax, Wendy - Ein Haus für einen Sommer 
Dietz, Hanna - Fussballmütter 

 


Kennt ihr bereits eines meiner neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Kleeblatt

Samstag, 6. Mai 2017

[Rezension] Corina Bomann - Sturmherz



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 528 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (10. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548288391
ISBN-13: 978-3548288390
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3,7 x 18,6 cm

Inhalt gem. Ullstein:
Alexa Petri hat schon seit vielen Jahren ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Doch nun liegt Cornelia im Koma, und Alexa muss ihre Vormundschaft übernehmen. Sie findet einen Brief, der Cornelia in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt: als leidenschaftliche junge Frau im Hamburg der frühen sechziger Jahre. Und als Opfer der schweren Sturmflutkatastrophe. Alexa beginnt zu ahnen, wer ihre Mutter wirklich ist. Als ein alter Freund von Cornelia auftaucht, ergreift Alexa die Chance, sich von der Frau erzählen zu lassen, die sie schließlich auch verstehen und lieben lernt.

Zum Buch:
Obwohl die Literaturagentin Alexa Petri zu ihrer Mutter Cornelia seit Jahren ein sehr gespanntes Verhältnis hat, eilt sie sofort an ihr Krankenbett, als sie hört, dass diese nach einem Schlaganfall von den Ärzten ins Koma gelegt wurde.
Obwohl sie die Frau, die ihre Mutter ist, nicht wirklich kennt, beantragt sie die Vormundschaft für diese.
Alexa nimmt es ihr noch heute übel, dass die Mutter sich von ihr abgewandt hatte, als sie gerade 11 Jahre alt war. Sie war seinerzeit kurzzeitig verschwunden und kehrte verändert zurück. Was in dieser Zeit geschehen war, hat diese nie verlauten lassen.
Sie findet in deren Unterlagen einen Brief, der ihre Mutter in ein anderes Licht rückt und sie auch als Opfer der großen Flutkatastrophe 1962 ausweist.
Was genau ist damals geschehen und wer ist ihre Mutter?

Cornelia betreibt einen Buchladen, in den eines Tages zwei Amerikaner eintreten und nach dieser fragen. Alexa wundert sich, woher der ältere der beiden ihre Mutter kannte. Richard und Ethan Henderson, Vater und Sohn, machen gerade eine Lesereise durch Deutschland mit dem neuesten Buch von Richard.
Alexa wusste nicht, dass der Autor mit ihrer Mutter bekannt ist und kann es nicht wirklich glauben.

Aber Richard lebte in den 60er Jahren in Hamburg als Austauschstudent und lernte seinerzeit Cornelia kennen und lieben. 
Sie planten beide ihre Zukunft, aber die große Sturmflut trennte sie. Jeder hielt den anderen für tot und lebte sein eigenes Leben, bis sie sich Jahre später wieder gegenüberstanden...

Corina Bomann legt mit diesem Roman wieder eine ihrer berührenden Geschichten vor, die  man nicht aus der Hand legen kann.
Sie erzählt die Geschichte einer Liebe, die keine Erfüllung fand, da sie vom Schicksal getrennt wurden. Das Schicksal war die Sturmflut 1962, die in Hamburg seinerzeit großen Schaden anrichtete und Menschen in den Tod riss.

Um diesen Hintergrund herum erzählt sie die Geschichte vom amerikanischen Austauschstudenten Richard und Cornelia, die zu der Zeit gerade eine Friseurausbildung absolviert. Die beiden lernen sich kennen und lieben.

Als jetzt Richard und sein Sohn Ethan in Hamburg auftauchen und nach Cornelia fragen, fragt sich Alexa ein weiteres mal mehr, was wohl vor so vielen Jahren passiert ist, dass ihre Mutter seit dem so abweisend auf sie reagierte.
Richard erzählt ihr nach und nach aus dem Leben von Cornelia, über die Zeit, die sie miteinander verbracht hatten.

Das was Alexa da zu hören bekommt, kann sie schlecht mit der Frau von heute in Einklang bringen, denn das scheint eine völlig andere zu sein. Aber langsam beginnt Alexa ihre Mutter zu verstehen.

Sehr einfühlsam erzählt die Autorin Corina Bomann die Liebesgeschichte von Cornelia und Richard. 
Neben der Geschichte von Cornelia und Richard erhält der Leser auch fundiertes Wissen über die große Sturmflut 1962 in Hamburg.
Die Ängste der Menschen, mit der Flut fortgerissen zu werden, sind allgegenwärtig und man kann sich sehr gut in die Situation hineinversetzen. Aber auch die Gefühle, die einen überkommen, wenn man Menschen in der Flut verloren hat, verloren für immer, bringt sie nah an den Leser heran.

Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen, zwei sind in der Vergangenheit eingebracht, die dritte spielt in der Gegenwart.
Durch Rückblenden in Form von Erinnerungen von Richard und Ethan erhält der Leser ein Komplettbild von der Geschichte, von Cornelia und ihrem Verhalten.
Was mir anfänglich als unverständlich erscheint, wird nach und nach klarer, aber akzeptieren konnte ich manches nicht.

Das Cover ist wieder ein Eyecatcher, das einen magisch anzieht. Es ruft förmlich, nimm mich in die Hand.
Ich liebe die Bücher der Autorin, die mit diesem Buch wieder ein Leseerlebnis geschaffen hat, das man so schnell nicht vergisst.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Ullstein)
Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen.
Mehr über die Autorin findet ihr HIER



Von Corina Bomann / Dana Paul wurden gelesen und rezensiert:
        


Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Ullstein-Verlag bedanken
der mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 5. Mai 2017

[Rezension] Oskar Simon - Nackt im Treppenhaus



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (18. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548376665
ISBN-13: 978-3548376660
Größe und/oder Gewicht: 12 x 1,9 x 18,7 cm

Inhalt gem. Ullstein:
Jeder kennt das Gefühl: Nach einer Ungeschicktheit oder einer Blamage will man am liebsten sofort im Boden versinken. Peinliche Momente sind wie barfuß gegen ein Tischbein zu laufen: ein stechender Schmerz, der nur langsam abklingt und an dem man sich auch viel später noch erinnert. Denn auf den Schmerz folgt postwendend die Scham. Gleichzeitig zählen peinliche Momente zum Witzigsten, was man erzählen kann. Und am Allerlustigsten sind Missgeschicke, die anderen unterlaufen sind. Dieses Buch versammelt viele alltägliche und authentisch erzählte Peinlichkeiten, die wahlweise für Mitgefühl oder Fremdschämen sorgen — auf jeden Fall aber für Amüsement.

Zum Buch:
Wie oft passiert einem etwas Peinliches? Recht oft eigentlich. Glücklich kann sich der schätzen, der erleichtert aufatmen kann, wenn er feststellt, dass es niemand bemerkt hat.
Pech für den, dem das auch noch in aller Öffentlichkeit passierte. Was dem einen peinlich ist, bringt den anderen zum lachen oder auch mal zum fremdschämen.
Nichts befreit den Zuschauer mehr, als sich am Missgeschick anderer erfreuen zu können, so ganz ohne Häme, einfach nur, weil es auch Situationskomik ist.

In diesem Buch von Oskar Simon findet man die verschiedensten Situationen, die einem so passieren können.
Es kann schon mal vorkommen, dass man einen Laternenpfahl auf dem Gehweg übersieht, weil man sich mehr mit dem Geschehen auf der gegenüberliegenden Fahrbahn interessiert, oder dass man im Hotel die Toilettentür mit der Zimmertür verwechselt. Nur dumm, wenn das nachts passiert und man gerade nicht viel an hat und die Tür hinter sich zugezogen hat.
Peinlich ist auch, wenn man ein Fotoalbum verschenken möchte und die falschen Bilder drin sind, oder wenn Mails die falschen Adressaten erreichen. Das könnte unter Umständen sogar geschäftsschädigend sein.

Aber man muss selbst ja nicht der Verursacher der Peinlichkeit sein, es reicht manchmal auch schon, wenn einem die Kinder dabei ein wenig auf die Sprünge helfen und man unter Umständen das Geschäft dann doch lieber nicht mehr betreten möchte.

Peinlichkeiten oder Missgeschicke passieren in jeder Lebenslage, privat oder auch im beruflichen Bereich.

Es gab einen Aufruf in der Zeitung, in dem Leser gebeten wurden, ihre peinlichsten Momente mitzuteilen. Viele kamen der Aufforderung nach, so dass der Autor hier an die 130 kleinen Missgeschicke wiedergeben konnte. 
Einige sind wirklich zum lachen, andere zum schmunzeln. Alle haben jedoch eins gemeinsam, dem Schreiber waren sie peinlich. 
Gut, wenn man mit gehörigem Abstand diese auch erzählen und selbst darüber lachen kann.

Aber es gibt auch dieses Fremdschämen. Da schämen sich Kinder für ihre nicht coolen Eltern, die ihnen peinlich erscheinen oder auch Kollegen oder andere Personen bringen einen dazu, sich für diese zu schämen.

Das Buch enthält aber nicht nur Anekdoten von zugesandten Schriften, sondern auch Peinlichkeiten von Prominenten. Dort erfährt man zum Beispiel, dass der ehemalige Präsident George Bush es fertig gebracht hatte, sich in den Schoß des japanischen Premierminister zu übergeben oder auch von einem Fauxpas, der der Moderatorin Susan Atwell auf dem roten Teppich passierte.

Neben den kleinen Geschichten erfährt man auch ein wenig über das Schämen an sich. Der Leser erfährt, warum man sich fremdschämt, den Unterschied zwischen Scham und Peinlichkeit, warum Prominente peinlicher sind als wir und einiges andere mehr.

Das Buch ist ausgesprochen unterhaltsam und lädt zum schmunzeln ein. Als Leser erfreut man sich am Geschick der anderen und freut sich, dass es einem nicht selbst passiert ist. 
Eine der genannten Peinlichkeiten ist sogar mir aber schon passiert und ich konnte die Scham sehr gut nachvollziehen (ich verrate nicht, welche).

Mit seinen rund 200 Seiten hat man das Buch schnell durchgelesen, so dass es eine kurzweilige Lektüre ist, die man recht gut zum Abschalten nutzen kann.


Bewertung:





Zum Autor:
(Text übernommen von Resonanzboden)
Oskar Simon ist Journalist in Hamburg und selbst Protagonist bzw. Opfer einiger Episoden, die in „Nackt im Treppenhaus“ erzählt werden. Seine peinlichen Geschichten aus dem wahren Leben sammelte er bei Freunden, Bekannten und den Lesern von Süddeutsche Zeitung Magazin und stern.de.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag Ullstein
bedanken, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt